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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 41

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 41)
Language
German
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36 da sie doch so wie so dem Tode nicht entgehen könne96), sondern sie schreit auch laut auf. Auch die Aeltesten machen Lärm und einer von ihnen öffnet die geschlossene Thüre. Die Hausleute, zu deren Ohren das Geschrei gedrungen, kommen herbei, die Aeltesten verläumden vor ihnen Susanna in gewohnter Schamlosigkeit und sie sind darüber entsetzt, da von ihrer Herrin Solches noch nie gehört worden war 97). Der Knoten ist nun geschürzt; in dem zweiten Acte dieses Dramas, dessen Schauplatz nun aus dem Garten in den Gerichtssaal verlegt wird, soll er sich abwickeln und schliesslich seine völlige Lösung finden. Die beiden Aeltesten verwirklichen ihre Drohung. Hat der spitze Pfeil der Verführung es nicht vermocht, das Herz zu treffen, das von der Tugend wie von einem ehernen Panzer geschirmt war, so soll es dem giftigen Dolche der Verläumdung erliegen. Die Ränkeschmiede treten mit dem fertigen Plane, ein Hinrichtungsurteil über Susanna zu erwirken, vor die Richter98) und verlangen, dass sie citirt 96) V. 2*2, 24. Die Worte Susanna’s giebt auch S., aber in Th. ist Mailches geändert. In der Peschitto ist diese Rede theilweise erklärt, theilweise durch einen Zusatz erweitert. V. 2*2 beginnt in Th. Kca a7t€0reva^€ Zwodvva xal ehcev. orevd (.101 vcavTÖfrtv, in S. xccl €17C€v avroig tj :lovdala, oida. Dass Susanna hier ״die Jüdin“ genannt wird, Hesse sich zwar damit, dass sie (v. 57) eine ״Tochter Juda’s“ xax־J oyj]v genannt wird, in Zusammenhang bringen, indem sich in diesen Worten der Vorzug, der ihr darum eigen ist, kundthut, aber besser erklärt es sich daraus, dass der Name Susannas, die hier nur eine von den vielen ist, an welchen die beiden Aeltesten ihre Verführungsversuche machen, in dem S.-Texte überhaupt nur dreimal (7, 20, 30) genannt ist, wo er eben erwähnt werden musste. Nur in Th. wo sie die Heldin der Erzählung wird, geschieht dies häutiger. H iouöcda bezeichnet also Susanna als die jüdische Frau, mit welcher die beiden Aeltesten es jetzt versuchten. Die anders lautenden Worte in T11. sind nur Paraphrase. 97) V. 25—27, dem Sinne nach erweitert in Syr. P. Wenn Ph. noch hinzufügt, dass Susanna in Ketten geworfen wurde und drei Tage lang im Gefängnisse gewesen ist, bis sie dann vor Gericht citirt wurde (וארמיו ששלהא בשושן והות בית נטורתא יומא תלהא), so scheint eine unklare Kunde davon, dass Susanna dem Jojachin in’s Gefängniss zumetygeiührt wurde, die Quelle dieser Angabe zu sein. Dass der Ausdruck שלשלוה לו, mit dem diese Zuführung auch bezeichnet wurde (Levit. rab. C. 20), dem Vertenten bekannt geworden und er aus seinem Wortstoffe die Ketten (ששלתא) für Susanna geschmiedet hat, mag hier nur als eine ferne Möglichkeit hingestellt werden. 98) Nach Th. 28 hat der Gerichtshof, der über Susanna aburteilen soll, v?N ־״<.£־ 1 V

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