Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
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Personalien mitgetheilt werden, werden diese hier erst da, wo man sie schon längst kennen soll, angegeben 73), was sicherlich nicht geschehen wäre, wenn bereits von ihr wäre gesprochen worden. Die Thatsache, dass so frühzeitig schon in allen Manuscripten einer biblischen Schrift der Anfang gefehlt hat, kann auch nicht als eine blosse Zufälligkeit angesehen werden. Die Vermutung, dass die ersten Verse absichtlich unterdrückt worden sind, drängt sich von selbst auf. Es geschah dies gewiss aus demselben Grunde, aus welchem in der talmudisch-midraschisehen Hagada Achab und Zidkia der unerlaubte Umgang mit baby- Ionischen Frauen zugeschrieben wurde, währenddem die Tradition über einen solchen mit jüdischen Frauen berichtete. Wenn in den ersten Versen des Septuagintaltextes nur das Treiben der beiden Aeltesten dargestellt wurde, wie Das ausser allem Zweifel steht, so war diese Relation sicherlich im Sinne der ursprünglichen Ueberlieferung gehalten. Da man aber den jüdischen Frauen Babyloniens nichts Uebles nachsagen sollte, so schnitt man von dem Texte die ersten Verse weg, bis sie auf nicht näher bekannten Wege durch die Theodotion’sche Fassung, bei deren Gestaltung schon von Vorneherein diese Cautel beobachtet wurde, ersetzt worden sind. Man kann dies fast mit Sicherheit behaupten, denn die Hand des in diesem Sinne corrigirenden Censors ^verrät sich noch in beiden Texten in einer ganz auffallenden Weise. Daniel spricht nämlich den zweiten der beiden Verläumder, die er inquirirt, mit folgenden Worten an: ״Same Kanaans und nicht Judas, die Schönheit (Susannas) bethörte [dich und die Begierde umwandelte dein Herz. So verführet ihr mit den Töchtern Is raels und jene gesellten sich vor Furcht euch zu, doch eine Tochter Juda’s ertrug eueren Frevel nicht“ 74). Davon, dass die beiden Aelte- 73) V. 7. S. 74) Wir setzen diese nicht ganz glatte Stelle (v. 56, 57) nach beiden Texten hierher, die Abweichungen in S. hervorstreichend: Th. S. 07t€Q[1a Xavaäv, xal ovx jlovöa, %0 xaXkog rj7taTr]G€ Ge, xal i7ttd1£GTQ€<pe rrjv xaqöiav gov. Ovzwg enoieute dvyaTQa- Giv 3iGgarjk, xal mewai epoßovöiä zl ÖLeGTQafi^ievov ro G7teq\1a gov wg 2töwvog xal ov% wg *lovöa; ro xallog G6 7]7cdT7jG€V, f] fxLXQa eva&viiia, Kal avTwge7t01evte &vya%qaG1v