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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 39

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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mit ihr sprechen könne, sie begegnen aber einander, gestehen sich bald gegenseitig, was sie so früh hinausgeführt habe, nahen sich, nachdem sie dazu sich verabredet, Susanna, die gerade nach gewohnter Weise im Garten umherwandelt, und attaquiren sie. Die Verschiedenheit in beiden Darstellungen erklärt sich aus ganz einfachen Gründen. Nachdem in jedem der beiden Texte der Ausgangspunkt der Erzählung ein anderer war, so musste auch in jedem dieser Vorgang in anderer Weise dargestellt werden. Nach der Septuaginta war, wie das der bereits nachgewiesene Inhalt des fehlenden Anfangsstückes lehrt, Susanna nicht die erste, mit der die Aeltesten es versuchten, sie war vielmehr die letzte. Durch ihre Standhaftigkeit kam die Sache zum Austrage vor Gericht und da wurde nun der Unfug, den Achab und Zidkia getrieben, an’s Tageslicht gebracht. Die Septuaginta verweilt daher nur insoweit bei der Erzählung dieses Vorgangs, als notwendig ist, zu zeigen, wie die beiden Aeltesten, von denen sonst nur immer einer der zu Verführenden sich nahte, nachdem zuvor der andere für ihn geworben hatte, jetzt dazu kamen, zusammen an Susanna heranzugehen und nachher als ein falsches Zeugenpaar gegen sie aufzutreten. Für den Bearbeiter der Theodotion’schen Recension war eine solche Voraussetzung nicht vorhanden. Die beiden AeHesten werden erst, als sie zufälligerweise Susannas ansichtig werden, von einer sündhaften Neigung für sie ergriffen. Sie, die früher so unbescholten dastanden, dass man sie in das Richteramt einsetzte, haben zufällig die eine Frau erblickt und haben seitdem nichts anderes im Sinne, als dem bösen Gelüste, das ihnen keine Ruhe lässt, Befriedigung zu verschaffen. Mehrmals warten sie vergeblich eine Gelegenheit dazu ab, aber endlich muss doch ein günstiger Zufall eintreten, der die Ausführung ihres Verhabens ihnen ermöglicht. Welches ist nun dieser? Die Tradition weiss von einem denkwürdigen Bade Susanna’s zu erzählen93). Ist das nicht ein passender Stoff zur Ausmalung der hier noch mangelhaften Scenerie? Die Handlung wickelt sich auf eine ganz natürliche Weise ab. Susanna )מ?-ןמ-'offenbar dessen Uebersetzung ist, die ihm entsprechende Stelle des Th.’schen Textes (nai e&X&övreg digxwglg &rjGav ärc* äXXfjXwv) verdrängt. w) S. S. 2h ^1׳ Lr5 י4 י ״■׳ ty"* *ä’i'Äij

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