Mannheim
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  1. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 24

    24 Der Psalter Davids im Wechsel der Tage. hingemordet, ob auch sie den gellenden Verzweiflungsruf der in Babylon zu Tode Gequälten: Weh Dir, Tochter Babel, Du wirst einst zerstört daliegen, Den Leidenskelch Du leeren, bis Du trunken wirst,…

  2. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 25

    Der Psalter Davids im Wechsel der Tage. 25 Amts wegen gehalten sind, die Inferiorität von Israels Lehre zu beweisen, ihr Urteil lautete ganz anders wie sonst. In frischer Erinnerung sind uns die Tage des ״Babel- und Bibel- Streites״, wo fas…

  3. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 26

    26 Der Psalter Davids im Wechsel der Tage. versenken in die Rätsel des Menschenlebens und an ergreifender Betätigung lauterster Religiosität auch nur annähernd einen Vergleich mit dem Psalmbuch zu lasse, diesem vom stillsten Piano bis zu vo…

  4. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 27

    Der Psalter Davids im Wechsel der Tage. 27 נעים זמירות zum holden Liederdichter. Er braucht nicht mehr vor einer ״historisch-kritischen Sichtung“ seiner Gesänge zu bangen, weil sie zur ״sittlich-religiösen Erziehung“ ungeeignet sind. Aber d…

  5. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 28

    28 Der Psalter Davids im Wechsel der Tage. Katastrophen wie die Sodoms für unsere Feinde verträglich mit unserer erhabenen Ethik? Also wirklich, in diesem Falle traut man sogar dem Stifter der christlichen Religion das ,,haßerfüllte4’ Psalm…

  6. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 29

    29 Der Psalter Davids im Wechsel der Tage. Vergleichbarkeit jüdischer and fremder Poesie zu prüfen: man versuche es einmal mit babylonischen oder assyrischen Gesängen, reiche sie der nach religiöser Verinnerlichung und Vertiefung lechzenden…

  7. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 30

    30 Die halaehische Deutung von Lev. XXU, 23. Die haiachische Deutung von Lev. $(11, 23. Von Babb. Dr. S. Kaatz, Zabrcze. 1. Unter den Thora-Bestimmungen über die Beschaffenheit der Opfertiere befindet sich ein Satz, der von der Tradition in…

  8. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 31

    Di© halachische Deutung von Dev. XXII, 23. 31 als freiwillige Spenden von der Schrift zugelassen werden, während dort, wo eine durch ein voraufgegangenes Gelübde erfolgte Verpflichtung besteht, die Wahl gerade solcher Tiere, die einen, sei …

  9. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 32

    32 Die halachisciie Deutung von Lev. XXII, 23. aber meinen auch für den Altar. Darum heißt es ..es wird nicht wohlgefällig aufgenommen werden“. Das könnte sich aber auf das Gelübde allein beziehen; woher weiß ich, daß es sich auch auf eine …

  10. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 33

    Die halachische Deutung von Lev. XXII, 23. 33 נדבה folgen müßte. Nun handelt es sich hier ja um eine Prosastelle. Aber der Stil der Bibel ist immer ein poetischer, rhythmischer. auch in ihren gesetzlichen Teilen. Man wird, wenn man die gese…

  11. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 34

    34 Die halachisclie Deutung von Lev. XXII, 23. בל מום לא יהיה בו, was doch offenbar auch geringe Makel ausschließen will. Übrigens ist nun aber שרוע וקלוט kein untergeordneter Makel, sondern seinem Wortsinn nach ein zusammenfassender, für m…

  12. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 35

    …ch sogar noch lebender Großeltern, wie es noch heute bei den Sefardim Sitte ist. In einem seiner Seegedichte spricht R. Jehuda Halevi von seinem Enkel Juda. Vgl. Sulzbach, Dichterklänge Note S. 131. Dies aber scheint im Widerspruch mit dem Bericht zu st…

  13. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 36

    36 Über Namengebung bei den Juden. Zeit auf, es standen genug Namen zur Wahl, und man kam auf den für den Familiensinn der Juden natürlichsten Ausweg, aus dem Familienregister die Namen für die Kinder zu wählen. Viele werden gewiß bei der N…

  14. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 37

    Über Namengebung bei den Juden. 37 die ihr Geld dem Wirte anvertraut hatten, um dieses von ihm betrogen wurden. Freilich wollte R. Meir, wir er nachträglich sagte, nicht mit Gewißheit den Kidor als Spitzbuben erklären, nur einen Verdacht ha…

  15. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 38

    38 Über Namengebung bei den Juden. gegen die Juden gereizt war, da geschah das Merkwürdige, daß der jugendliche Welteroberer, wie gebannt von der ehrfurchterweckenden hehren Gestalt des greisen Hohenpriesters, der an der Spitze einer aus de…

  16. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 39

    …den wir diesen Ausruf als Ausdruck des Erstaunens R. Safras über die Meinung eines Gegners und merkwürdigerweise bleibt Raschi sich nicht gleich in der Erklärung desselben. Sabbath 101b, Succah 39a, Chulin 93a gebraucht R. Safra diesen Ausruf Rab…

  17. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 40

    40 Über Namengebung bei den Juden. das man erfahren, erinnern sollte, das Gefühl der Dankbarkeit im Kinde wach erhalte, oder als Ausdruck der Hoffnung auf göttliche Hilfe für die Zukunft, in dem Kinde das Gottvertrauen befestige: so dürfte …

  18. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 41

    Über Namengebung bei den Juden. 41 sei. und darum der Psalm, der von der Flucht des Vaters vor dem Sohne spricht, nicht קינה, sondern מזמור, seinen Vater resp. seinen Großvater wegen der Namengebung Abischalom entschuldigen wollte; wenn es …

  19. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 42

    42 Das Große tmd seine Lehre. Das Große und seine Lehre. Von Dr. Eduard Biberfeld, Berlin. Die wahre Größe ist auch die stille Größe. Wahre Größe bedarf ja nicht des rednerischen Pathos, nicht der weitausladenden Geste, keines Kunstgriffs g…

  20. 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 43

    Das Große und seine Lehre. 43 manches Ereignis, manche Tat als groß, ja, als über alle Maßen, überwältigend groß gepriesen und mit dieser Bewertung durch die Blätter des Tages und die Chroniken der Zeit von Geschlecht zu Geschlecht weiterge…