Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 2× ep/1002670
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tjber Namengebung bei den Juden. 39 Namen Moscheh ben Azri (B. b. 174b), dieser aber gehörte dem gewöhnlichen Volke an. Dem Kreis, ans dem er stammte, ging wohl diese Ehrfurcht vor einem bedeutenden Namen ab. Daß dieser Moscheh ben Azri, der zur Zeit Abajis und Rabas lebte, von ganz gewöhnlichem Menschenschläge war, geht schon daraus hervor, daß sein Schwiegersohn R. Huna (nicht der im Talmud oft erwähnte berühmte Namensvetter, der viel früher lebte) ihm als צורבא מרבנן gegenüber gestellt wird. Wenn R. Safra an einer Stelle seinem Gegenüber mit ״Moscheh“ anredet, so ist dies ein Ausdruck der Ehrerbietung oder eine Schwurformel: ״Bei Moscheh!“ An vier Stellen finden wir diesen Ausruf als Ausdruck des Erstaunens R. Safras über die Meinung eines Gegners und merkwürdigerweise bleibt Raschi sich nicht gleich in der Erklärung desselben. Sabbath 101b, Succah 39a, Chulin 93a gebraucht R. Safra diesen Ausruf Raba gegenüber, an letzterer Stelle beide gegenseitig. Beza 38b wendet er ihn R. Oschia gegenüber an. An den drei hier zuerst genannten Stellen finden wir als Raschis Erklärung. 1• בלו' רביני בדורו במשה רבינו 2* תלמיד הבם .3 .גדול הדור. An der vierten Stelle (Beza) er״ klärt aber Raschi: ביקרא דמשה קא משתבע♦ Was Raschi wollte, ist ganz klar. Die ersten drei Stellen, die von einer Kontroverse zwischen R. Safra und Raba berichten, da konnte die Zurückweisung der Ansicht Rabas, der die hervorragende Autorität seinerzeit war, nicht ohne Ausdruck der gebührenden Hochachtung ausgesprochen werden, und so bedeutet das Wort Moscheh nichts anders als die Anerkennung der Bedeutung des Gegners, eine Ehrung, die im Punkt Nr. 3 Raba erwidert. Diese Rücksicht war dem Kollegen R. Oschia gegenüber bei der Zurückweisung des Irrtums nicht geboten. Wenn nun, namentlich bei den Großen in Israel, die Namengebung nicht etwas Gleichgültiges oder rein Zufälliges war und es sich wohl denken läßt, daß die Väter mit dem Namen, den sie den Kindern gaben, den Gedanken verbanden, daß sie würdige Träger dieses Namens seien mögen, oder daß dieser Name, wenn er an eine vergangene Wohltat, an Gutes,