Mannheim
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  1. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · page 1

    3Mgang. kett i. I^ehne und ^eben im Judentum, jj^WIWUIillilllttMIIIIWMlll.'IllUIUMM heos.uL^eber': Dr^s.TOoHl^ernut-^^, l ^nkult: Jerchumn Sesehichtliche lvanärrungen..1s. berliner Kstbeüsche Sesichtspunkte im beligiomgesetr . . . I. llnna …

  2. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · page 2

    8erugrde«tli>gunse>i: » M. pro 2»dr Kr veutscdlsnä unä ö»trrrelch-v«g»n», 7 M. tür «lss Sdrig« Rurlaixl. LInr«Id«it 7S pfg.

  3. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 1

    1־. Jahrgang. Januar 1914 Tebeth 5674 Heft 1, Jeschurun. שויתי ה' לנגדי תמיד das ist Motto und Inbegriff unseres Gesetzes und Leitwort unserer Lehrer. Denn daß er sinne über Gott und fühle für Gott und wolle mit Gott, das ist das Ziel des J…

  4. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 2

    2 Jeschurun. uns gegeben ist. Durch sie unser Wissen zu bereichern, unser Fühlen durch sie zu erwärmen, unser Wollen durch sie zu bestimmen, das ist daher unser Ziel. Doch auch die göttliche Erscheinung wird von verschiedenen Augen verschie…

  5. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 3

    Jeschurun. 3 Oft gab die Gegenwart den Verkündern einer neuen Auffassung der Lehre scheinbar recht. Die Führer werben und gewinnen Anhänger und wollen durch den Hinweis auf die große Zahl ihrer Gefolgschaft, durch den gleißenden Schimmer de…

  6. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 4

    4 Jeschur im. der westeuropäischen Judenheit hat es in seiner überwiegenden Masse noch nicht verstanden, eine innige organische Verbindung zwischen Thorawissen und moderner Kultur zu gestalten. So haben wir viele gebildete Juden aber wenig …

  7. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 5

    Jeschurun. 5 Ergebnissen folgen. Aber Anregung bietet er uns in Fülle, und der Umstand allein, daß eine der ersten Autoritäten der Halacha, der wichtigste Glossator des Schulchan-Aruch seine Kraft in den Dienst der geistigen Durchdringung e…

  8. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 6

    Jeschurun. 6 methodisch ihren Willen zu erziehen. Denn das ist auch eine schöne Lüge der Modernen, das Moralische verstünde sich von selbst. Nein, steil und steinig ist oft der Weg, und es bedarf der Führer, daß sie uns den rechten zeigen. …

  9. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 7

    Jescliurun. 7 erreichen. Wie der Mensch angelegt ist auf die Harmonie seiner Seelenkräfte: des Denkens, Fühlens und Wollens, so ergibt auch nur die Betätigung aller dieser Kräfte den vollkommenen Juden. Täglich beten wir, daß Gott uns helfe…

  10. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 8

    8 Grescliiehtliclie Wanderungen. treten die jüdischen Denker, die Männer feinsten religiösen Fuhlens. Daß wir auf diesen Hauptweg uns zurückfinden, wir alle, die in der liebenden völligen Hingabe an Gott das Ziel sehen und in Seiner Lehre, …

  11. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 9

    …eren Geschichte mit dem Namen jenes Dessauer Talmudjüngers zu verknüpfen. Allein man tut unrecht, wenn man annimmt, daß Moses Mendelssohn gleich einem Phänomen alle« aus sich selbst geschöpft. Auch er verdankt seinen Lehrern die Grundlage zu jenem logischen…

  12. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 10

    …f b. Mo sch eh ha־Darschan, welcher an gewissen Stellen die göttliche Sendung des Sab. Zewi anerkennt, daher der Jabez (Jacob Emden) im תורת הקנאות gegen Ende ihn zu den Schriften zählt, in die das Gift eingedrungen ist und der deshalb von den frühere…

  13. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 11

    Geschichtliche Wanderin)gen. II עוז לאלקים des Chajon die Dreiheit des göttlichen Wesens behauptet wird, wodurch eine ausgebreitete Fehde hervorgerufen wurde. Solche Behauptungen konnten unter dem Schutze des damaligen Berliner Rabbiners au…

  14. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 12

    12 Geschichtliche .Wanderungen. faßte er 1857 eine hebräische Grammatik unter dem Titel אבן בוחן, zum Gebrauch an höheren Lehranstalten. Nur einen זבות, um uns dieses echt jüdischen unnachahmlichen Ausdrucks zu bedienen, haben wir ihm anzur…

  15. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 13

    Ästhetische Gesichtspunkte im Religionsgesetz. 13 großer Kreis von Gelehrten war. 1742 begann er seinen Kommentar zum Jeruschalmi zu drucken. Noch nicht 40 Jahre alt, wie er in der Vorrede schreibt, wurde er in Frankfurt a. 0. gewählt, da b…

  16. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 14

    14 Ästhetische Gesichtspunkte im Reiigionsges9tz. die Anerkennung der Gotte seinh eit. und wo es die Sicherung dieses Palladiums gilt, muß jede Rücksicht auf die Ästhetik zurücktreten. Daß aber das Judentum im allgemeinen nicht etwa mit Ver…

  17. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 15

    Ästhetische Gesichtspunkte im Religionsgesetz. 15 Zu den Gesetzen, die für das Heiligtum gelten, gehört die Bestimmung, daß ein Priester, der einen Leibesfehler hat, zum Dienste nicht zugelassen wird. Für den Diener des Heiligtums wird also…

  18. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 16

    16 Ästhetische Gesichtspunkte im Religionsgesetz. in der Bestimmung הדור מצוה עד שליש daß man sieh die Verschönerung der מצוה auch dann angelegen sein lasse, wenn die Kosten dadurch wesentlich erhöht werden. Die Erfüllung des Gottesgebots i…

  19. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 17

    Ästhetische Gesichtspunkte im Religionsgesetz. 17 der durch Unachtsamkeit in seiner Kleidung Anstoß erregt, ist des Todes schuldig (ת״ה שנמצא רבב על בגדו חייב מיתה Sabbath 114a). Sogar deine Ausdruckweise, sagen die Talmudlehrer, sei so gew…

  20. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 18

    lg Ästhetische Gesichtspunkte im Religionsgesetz. solche spätere Chaliza würde dem Gatten, den die Frau inzwischen geheiratet haben könnte, unsympathisch sein (הרי היא מתגנה על בעלה), und sie entspricht deshalb nicht dem Geist der Thora1). …