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Jeschurun · 1915-01-01 · Heft 1 (Januar 1915) · page 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 1 (Januar 1915)
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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38 Über Namengebung bei den Juden. gegen die Juden gereizt war, da geschah das Merkwürdige, daß der jugendliche Welteroberer, wie gebannt von der ehrfurchterweckenden hehren Gestalt des greisen Hohenpriesters, der an der Spitze einer aus der Stadt zur Huldigung ihm entgegengesandten Deputation stand, sich vor diesem verneigte und der Stadt Schutz und Privilegien gewährte. Da wurde nun bestimmt, daß zur dankbaren Erinnerung an diesen Vorgang alle in diesem Jahre geborenen jüdischen Knaben den Namen Alexander erhalten sollten (Fastenrolle, Abschn. IX). In seinen Pesponsen merkt P. Simon Zemach Duran III 8 an, daß ein Knabe, dessen Beschneidung am 9. Ab vollzogen wird, Menachem und der dessen Beschneidung am Purim stattfindet, Mordechai zu nennen sei1). Naturgemäß waren es die biblischen Namen, welche bei der Namengebung Berücksichtigung fanden. Es ist ja merkwürdig, daß man aus der großen Auswahl, die zur Verfügung steht, nur relativ wenige herausgriff, aber auch diese wollte man einer Ansicht nach noch einschränken. Es wird die Meinung ausgesprochen, daß man von den vor Abraham vorkommenden Namen keinen für die Namengebung seiner Kinder verwenden solle. Dies wird aber von R. Eleasar Fleckeies mit Hinweis auf die Namen Benjamin ben Jephet und Akabia ben Mehallalel widerlegt (vgl. פתחי השיבה, Jore Deah 265,6). Wie man es aber vermied, seinen Kindern einen übel beleumundeten Namen zu geben, so unterließen es auch Männer von hervorragendem jüdischen Wissen aus Verehrung vor den Größen der Vergangenheit, ihren Kindern deren Namen beizulegen. So bemerkt Pappoport in einem Briefe an S. D. Luzzato (אגרות שיר I. S. 4, herausgegeben von Gräber), daß in beiden Talmuden, im Josephus und vielen Midraschim die Namen Abraham, Moscheh, David, Salomo, Aharon (ausgenommen an zwei Stellen) nicht Vorkommen. Einmal treffen wir auf den *) Es sei hier noch bemerkt, daß ich von meinem Lehrer B׳. Bär Seligmann Bamberger זצ״ל gelegentlich der Erwähnung des TSBZ gehört, daß man die am 9. Ab geborenen Töchter Bath Zion und die an Purim geborenen Esther nennen sollte.

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