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  1. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 17

    Der Eid der Juden. 231 ist, bleibt es bei der vernünftigen Entscheidung, daß ein solcher durch ungerechten Zwang erpreßter Eid keine Gültigkeit hat. Damit aber nicht der durch den Zwang vollständig seiner Willensfreiheit und der Möglichkeit…

  2. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 18

    232 Der Eid der Juden. er (Isserles) die Bedingung, daß der Gottesname nicht entweiht werden darf.״ Wir bemerken sofort, daß Fritsch im zweiten Zitat erstens zwei Wörter (schelo k’din ungerecht) unterschlagen und zweitens das Wort Ones (Zwa…

  3. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 19

    …erecht, kein falscher assertorischer Eid2) geschworen werden. So entscheiden Ramb an, Raschba, Ritba, Nimuke-Joseph, R. Elija Misrachi, Mordechai, Ribasch, Schilte-Gibborim, R. Joseph Colon, R. Menachem Asaria aus Fano, Dagul-Merbabah und zuletz…

  4. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 20

    234 Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter. werden. Nur den dabeistehenden Juden wird vorgeschrieben, daß sie den falschen Schwur, faDs der Name Gottes dadurch entweiht würde, nicht zulassen. Vielmehr soll man den Dieb, wenn er Vermögen hat…

  5. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 21

    Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter, 235 Findet sich doch in der modernen Pädagogik die Ansicht vertreten, daß das Kind besser noch gar nichts mit Religion zu tun haben sollte. Und wie kann wohl dem jungen Kinde Religion dargeboten werde…

  6. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 22

    236 Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter. die rechte Hand“, ״Mach eine Verbeugung“, ״Iß nicht so, sondern so“. Mit einmaligem Sagen ist aber das Kind noch längst nicht zu einer Umgangsform ״erzogen“. Der Erzieher muß nun darauf achten, da…

  7. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 23

    Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter. 237 häufige Wiederholung das Kind an den jüdischen Pflichtenkreis, so daß dessen wesentliche Elemente ihm bereits in Fleisch und Blut übergegangen sein werden, wenn es בר מצוה wird. Auf solcher Grundl…

  8. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 24

    238 Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter. der Weg für den psychologischen Prozeß so geebnet, daß er immer leichter und schneller vor sich geht. An dem Punkte aber, wo wir die Leichtigkeit und Schnelligkeit des Vorgangs als Gewöhnung bezei…

  9. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 25

    Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter. 239 Zeitverhältnissen ist diese unbewußte Entwicklung des religiösen Gefühls durchaus nicht immer oder doch nicht immer in der genügenden Stärke einfach zu erwarten. Daher bedarf die Entwicklung des r…

  10. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 26

    240 Di© religiöse Gewöhnung im Kindesalter. jenes immer mehr und tiefer von Vorstellungen erfüllt werde. Das ergibt eine Belebung des Tuns vom Objekt her, während die Gefühlsbetonung eine subjektive Belebung bedeutet. Je mehr Inhalt der Int…

  11. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 27

    241 Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter. kaum dem Kindesalter entwachsenen Menschen heran. Gefühl und Verstand müssen schon früh auf das ״Warum?“ der religiösen Betätigungsformen Antwort zu geben wissen, wenn jene nicht ihr Ansehen einbü…

  12. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 28

    242 Hörfehler. Hörfehler. Yon Prof. Dr. A. Sulzbach, Frankfurt a. M. Zuweilen will es scheinen, als ob unsere "Weisen sich in ihren Bescheiden undeutlich ausgedrückt oder geradezu ohne Überlegung etwas Falsches gesagt hätten, das ebenso sch…

  13. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 29

    Hörfehler. 243 הגי־ סביני בפסה היב% עבדינן להר א״ל לדידי הדתא קא עבדיגן א״ל תינה .מר דאפשר לי' דלא אפשר לי׳ מאי א״׳ל אנא בעין חדתא קאמינא .,Rabinu fragte R. Aschi: Wie machen wir es mit den Messern am Pessach? Er erwiderte ihm: Für mich mac…

  14. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 30

    2 44 Hörfehler. Für mich macht man sie neu oder כעין הדתא, wie neu; nichts anderes, als wie er nachher seine Worte erklärt. Das ist im Fluge des Gesprächs Rabinu entgangen, aber in Wirklichkeit hat R. Aschi nicht im Nu den Sinn seiner Worte…

  15. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 31

    Eine Halacha über Gelübde. 245 Nicht R. Huna hat sich in der Lesart geirrt, sondern Raba hat sich verhört und zwar ist ihm, wenn man so sagen könnte, ein dittographischer Irrtum unterlaufen. Die Mischna lautet, und so trug sie auch R. Huna …

  16. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 32

    246 Eine Halacha über Gelübde. jemand dem Genuß einer Speise entsagt, indem er hinzufügt: ״Wie ein Opfer“, so ist das ein gültiges Gelübde und bedarf, wenn es bereut wird, einer formgerechten Auflösung, denn ein Opfer kann gelobt werden und…

  17. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 33

    Eine Halacha über Gelübde. 247 Zwar findet sich in der kodifizierten Halacha keine Be- Stimmung, welche eine Gelobung bei Tempel oder Altar für ungültig erklärt, vielmehr bestimmt die Halacha ausdrücklich (Mischna Nedarim I 3), daß ein Gelü…

  18. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 34

    248 Eine Halacha über Gelübde. Die Opfergesinnung macht das Gelübde zu einem rechten. Es muß dem Gelobenden ernst damit sein, daß er sich um Gottes willen etwas versagt. Ob es ihm ernst ist oder nicht, das geht schon aus dem Ausdruck des Ge…

  19. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 35

    … Sohn Hyrkanos’, noch mit ihnen, Eleasar, Sohn Arachs, aber in der zweiten, würde dieser sie alle aufwiegen. Wenn Rabbi Jochanan ben Sakkai hier nach der ersten Überlieferung dem Elieser ben Hyrkanos den Vorzug zuerkennt, nach der Mitteilung des Abba Saul abe…

  20. 1914-07-01 · Heft 7 (Juli 1914) · page 36

    … sein״ ,״ein guter Genosse zu sein“. Bereits im Kommentar des Rabbi Jona wird darauf hingewiesen, daß die Erklärung von Raschi und Tosafoth, die auf egoistischer Basis beruht, weder das Wort דרך rechtfertigen kann noch berechtigt zu sagen, daß ״i…