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kürzung der Schul- und Bildungszeit Nachtheile und Uebelstände hervorgehen, die um so verderblicher sind, jemehr sie erst in spätem Lebensepochen fühlbar werden, in denen ihre Heilung meist nicht mehr möglich ist. Es ist ein natürliches Gef…
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5 serer Zeit ausgeht beruht in der trügerischen Meinung, daß für einen jeden Lebensberuf nur ein gewisses Maß positiver Kenntnisse erforderlich sei, und daß die Zeit für den Eintritt in diesen Beruf nur durch den Zeitraum bestimmt werde, de…
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6 eilung der sogenannten geistigen Bildung leidet. Und wie die Natur sich die Zeit nicht verkürzen läßt, deren sie zur Ausbildung der Sinne für die Wahrnehmung und Erfassung der Eindrücke von Außen, zur Kräftigung der Gliedmaßen für die fre…
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7 wenn nicht die Erziehung und Pflege derselben dem gesetzmäßigen Wirken der Natur, statt es zu fördern, hemmend und störend in den Weg treten, oder doch diesen Einklang zwischen der körperlichen und geistigen Entwickelung zum Nachtheil bei…
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Bedeutung anweist. Die zweite Epoche hingegen ist diejenige, in welcher das verstandesmäßige Denken beginnt und vorherrscht. Sie umfaßt dasjenige Lebensalter in welchem der Unterricht seine Hauptwirksamkeit findet und zwar durch ordnende Ve…
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9 mit einem Wort das Erfassen der Idee, die uns erst den Werth und die Bedentnng der Dinge in ihrem Verhältniß zu einander nnd zu nns selbst kennen und würdigen lehrt, ist erst in diesem Lebensalter möglich. Wer daher schon an der Pforte di…
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deZ noch kein Verständniß hat. Man möge es vielmehr in seiner Hingabe an die natürlichen scheinbar zufälligen Einwirkungen und Anregungen, die es von außen empfängt nur in so weit überwachen und leiten, als es selbst ein Bedürfniß darnach f…
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11 Erst hier kann freudige Hingebung und Begeisterung für die ergriffene Lebensaufgabe eintreten, die dem reifenden Jüngling die Kraft verleiht, alle Hindernisse und Schwierigkeiten zu überwinden, welche sich der Erreichung des selbstgewähl…
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12 lung der gesammten geistigen und sittlichen Kraft des Menschen zu ihrer Aufgabe hat; daß aber während dieser ganzen Epoche die Wirksamkeit für diese Bildung von der sogenannten praktischen Berufsthätigkeit nicht ganz erdrückt werden darf…
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13 sind, wohl aber durch unser ungeschicktes, unzeitiges Eingreifen ihr Werk gar leicht zu stören und zu verwirren vermögen. Das Kind aber baut sich aus den Eindrücken, die es in diesen ersten Lebensjahren empfängt und in sich aufnimmt, nic…
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14 Kind Eindrücke in sich aufnimmt, ja nicht auf dem Wege der Betrachtung, der reflektirenden Vermahnung, für die es kein Verständniß hat. Die Wirkung des Beispiels geht in diesem Lebensalter über Alles und auch die Erzählung nachahmenswert…
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15 Wissens- und kennenswerthen Dinge oder aller nachahmungswerthen Handlungen, und wäre ihre Ordnung und Stufenfolge auch noch so sehr dem natürlichen Entwickelungsgange des Kindes abgelauscht und angepaßt, kann den Werth und die Wirkung di…
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16 kehr mit der Außenwelt gelangt, jedem andern Wege vorziehen, den die pädagogische Kunst vorzeichnet, wenn ihre Methode auch noch so vollendet wäre. — Die Natur muß ihre Zeit haben, um aus dem ganz inhaltlosen Dasein des ersten Lebensjahr…
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17 und in seiner eigenen Sprachthätigkeit anwenden. Es lernt aus den äußern Merkmalen der Dinge die Wärme und Schwere, die Wirkung des Scharfen und Spitzen kennen und sogar das Maß der eigenen Kraft mit der Schwerkraft der Dinge vergleichen…
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18 Anschauungstrieb unbewußt geleitet, sich in jedem Augenblick zu einem Aufschwung erhebt, der sein Auge ein weites Gebiet überschauen und mit einem Male in sich aufnehmen läßt. Und mit dieser Kraft der unmittelbaren Anschauung entwickelt …
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19 her träumerisch zu horchen gewohnt war. In gleicher Weise belebt der Knabe sein Bilderbuch, das seine kleine Welt in sich schließt, die Stadt, die er sich aus der Spielschachtel aufbaut, den Stock, auf dem er reitet, den Kramladen, in de…
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20 Empfindens in den Boden hinein lebt, dem es entsprungen und auf dem es gewachsen ist, wie die Pflanze nicht minder in die Tiefe wie in die Höhe wächst und mit ihren Wnrzelfasern sich um so fester in den mütterlichen Schooß der Erde eingr…
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n ■ -- — — 21 — eures Kindes, die ihr aus seiner ungetheilten Hingabe an euch selbst zu schöpfen vermögt, indem ihr dies Wachsen und Werden vor der Zeit auf einen andern Boden verpstanzt, aus dem es nun seine Nahrung schöpfen soll und mit d…
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22 wonnene Anschauungen zum Gegenstand seiner Betrachtung zu machen: den Gegenstand in seine Theile und Eigenschaften, das Wort in seine Laute, die Menge in ihre Einheiten zu zerlegen, und diese so erkannten Elemente seiner ursprünglichen G…
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23 Denn je strenger und unnachsichtiger die Schule mit ihren für die Leistungsfähigkeit solcher Kinder zu schweren Forderungen an sie herantritt, um so weniger sind sie auf der ersten Schulstufe im Stande, die Versäumnisse der Kindheit, auf…