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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1862-01-01 · 1862 · p. Seite 8

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1862
Date
1862-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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IRI
…/9643703-7658177--318-7658185
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Bedeutung anweist. Die zweite Epoche hingegen ist diejenige, in welcher das verstandesmäßige Denken beginnt und vorherrscht. Sie umfaßt dasjenige Lebensalter in welchem der Unterricht seine Hauptwirksamkeit findet und zwar durch ordnende Verbindung und Gruppirung gleichartiger Erscheinungen und Eindrücke der Außenwelt, durch Auffindung und Darlegung von Ursache und Wirkung, von Grund und Absicht, in einer Reihe zusammenhängender Vorgänge, durch stufenmäßige Erweiterung des Gesichtskreises über die Grenze der unmittelbaren Anschauung durch Anführung, Mittheilung und Einprägung von Thatsachen aus dem Gebiet der Natur, der Geschichte, der Sprache und überhaupt der materiellen und geistigen Thätigkeit des Menschen. Es ist die Zeit, in welcher der Zögling innerhalb der Schule das reichste Material des positiven Wissens empfängt, und nach Maßgabe der aufgestellten Ordnung in sein Gedächtniß aufnimmt, in welcher aber auch sein Urtheil durch Aufstellung und Anwendung von Regeln für das Verständniß der Thatsachen wie für die Uebung seiner eignen Thätigkeit gebildet und geschärft wird. Aber das Wissen von der Welt und vom Leben, das er sich in den beiden ersten Lebensepochen durch Anschauung und Belehrung angeeignet, muß nun zum Gegenstand seines selbstthätigen vernunftmäßigen Denkens, das heißt zu einem geistigen Besitzthum erhoben werden, das ihm zur Richtschnur und Triebfeder seines bewußten Wollens dient; und dazu soll er in der dritten Epoche seiner Entwickelung sowohl an der Hand seiner Erzieher und Bildner als auch an der Hand des Lebens geleitet werden. In dieser Epoche soll er die Erscheinungen und Thatsachen begreifen, d. h. nach ihrem sittlichen und materiellen Werth würdigen lernen. Die Natur und das Menschenleben, die Geschichte und die Sprache, die Raum- und Zahlenverhältnisse können hier erst als große Ganze und als Ein großes Ganzes erfaßt und dargestellt werden. Der innere Zusammenhang der Dinge und Erscheinungen, das Zusammenwirken der Natur- und Menschenkräfte, des sittlichen Strebens mit dem materiellen Wirken des Menschen, der Vergangenheit mit der Gegenwart,

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