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19261927
  1. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 71

    …eine Wege, spricht der Ewige; denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so entfernt sind meine Wege von euren Wegen." (Jesaja 55, 8 ff.) Dieser begrenzte, aber doch zugleich unendliche Weg, er ist gezeichnet und gewiesen durch das Gebot, durch d…

  2. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 72

    …st, genau so ist es auch von seinen Worten und seinen Satzungen gesagt. „Das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit." (Jeremia 40, 8.) Aus dem „ewigen Gesetze" (u. a. Exodus 12, 14), diesem „ewigen Wege" (Psalm 139, 24), spricht zu uns Menschen S…

  3. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 73

    Israelitisches Familienblatt jüdische Ethik - u. dieser Anzeigenteil? bie ihm su folgen uns aber <jana fceftitmnte Stotfteüunsen von ber SBefensati unb Serantmoiiung jübtj^et s#uMt* mixt l)inbern. S&t merben uns bos SRc^t niä)t nehmen Milio…

  4. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 74

    Eros und Sexus im Judentum von Otto Wolfgang Obgleich sich das Christentum aus den Vorstellungen des alten Hebräervolkes herzuleiten liebt, bestehen zwischen beiden Anschauungen Unterschiede, die nicht immer zum Vorteil des jüngeren Dogmas …

  5. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 75

    das gänzlich unfaßbar ist, die Kraft des Eros genannt: ... der Weg des Mannes zu dem Mädchen. Und man findet nichts darin, das Verhältnis zwischen Gott und Gemeinde mehrfach als das zweier Liebenden zu symbolisieren, wo Gott der Mann, Israe…

  6. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 76

    (vgl. noch Stellen wie Rosch-haschana 4 a, Berachoth 57 a, Nedarim 50 a, Sota 17 b, Jebamoth 82 b. In Berachoth 57 b wird der Geschlechtsverkehr zusammen mit Sonne und Sabbath genannt als die drei Dinge, die etwas vom Jenseits an sich haben…

  7. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 77

    Emil Simonsohn Inh.: Martin Simonsohn Kirdistraße Nr. 7 * Fernruf: Hansa 528 lliiUlMfllHIUillHIUinMIIJIIIHMIHIlilllliMllllllillllilllllllllilHIIIllllllilHllin Kartoffel en gros iiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii…

  8. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 78

    … und noch heute dürfte es in der Türkei einige Ueberreste geben. Einer der letzten großen Messiasse dieser Bewegung war Jakob Frank (1726—1816), der seine schöne Tochter Eva als „Heilige Jungfrau" aufstellte und, nach dem Islam, dem die meisten angehö…

  9. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 79

    … Liebesdrama zwischen Schelomo Molcho und David Reubeni; wiewohl seine Liebe fast gar nicht erwidert wurde, nahm Molcho allerhand Leiden auf sich und wurde endlich auf Befehl Kaiser Karls V. in Padua verbrannt. Wurde also einerseits das Naturgesetz:…

  10. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 80

    RomS Sendbote PahSel von Theodor Kappstein Der aus dem Protestantismus zur Kirche Roms übergetretene jugendliche Kaplan Fahsel nimmt seine Wintervorträge auf. Vor wenig Monaten saß er bei uns, trank Tee und rauchte und sprach von seinem Leb…

  11. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 81

    … ein doppeltes, es bleibt natürlich den allermeisten seiner vielen Hörer verborgen: Die Dogmatik und Ethik des heiligen Thomas von Aquin; die Schulung in Dialektik im theologischen Seminar. Aus dieser Schatzkammer und Rüsthalle stammt das Beste. In dieser …

  12. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 82

    throposophie, Rittelmeyer mit seiner Christengemeinschaft und der ihm „offenbarten" Messe. Ich selber habe dort oben die Festrede auf Schiller 1905 gehalten. Wir alle sahen den überfüllten Saal. Und jedem von uns ging es um seine gewisseste…

  13. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 83

    Vernunft zu erkennen suchen und sie so bejahen: Plato bemüht sich um den Ursprung der subjektiven Ideen im Menschengeist wie um die außerhalb des Menschen waltenden objektiven Ideen. Der jüdische Theologe Jesus Sirach beschreibt Ausgang und…

  14. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 84

    keit, Glück und Lust als Triebfeder der menschlichen Handlungen, die Moralprinzipien, Kants kategorischer Imperativ, die sittlichen Hemmungen und ihre Begründung, Tugend und moralische Typen, der Zusammenhang der Laster, Sanktion und religi…

  15. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 85

    selber in schöner Bescheidenheit indgibt, „intelligent genug, um Wortwitze für den Hausgebrauch zu fabrizieren4', und in der Tat ist das zitierte erhabene Wort „Indegredienzien", das er für den Hausgebrauch fabriziert hat, beinah' so eine G…

  16. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 86

    gibt, um darin aus „teutsch" „d e u t s c h" und aus „Chochem" „C h o c h o m" zu machen. Immerhin bleibt mein so entstellter Satz der einzige des ganzen Wochenblatts, der in deutscher Sprache geschrieben ist. Weshalb Herr Simon ihn „gemaus…

  17. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 87

    …g. Max Kellner jun. und Frau Juwel., Goldu. Silberwaren. Das Brautpaar läßt den Goldwaren hierdurch danken. * Professor Heinrich Loewe, der Berliner Repräsentant und Universitätsbibliothekar, kommt aus Amerika, wo er vergebens um Gelder für den Zionismus…

  18. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 88

    Es war in jener ewig denkwürdigen Sitzung, im Zimmer des Vorsitzenden der Berliner Jüdischen Gemeinde, da wir über die Herzlosigkeit dieses Wohlfahrtsamts und alle seine Casparlys herzerfrischend zu Gericht saßen (auf jenen Tag datieren die…

  19. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 89

    …nd gegen die jüdische Tradition und den jüdischen Pazifismus verstoßen würde. Auf die Initiative von Dr. Magnes und Dr. Hans Kohn, dem Mitglied des Internationalen Ausschusses der I. d. K., wurde vor kurzem eine interkonfessionelle und international…

  20. 1927-01-15 · 3 (15.1.1927) · p. Seite 90

    Fluche wurde Segen. Ausgestoßen von beschränkten Nationalisten, fanden die besten unter den Juden ihr Vaterland in der Welt, ihren Patriotismus in der Humanität. Die Weltmission dieser Juden ist Wiederaufbau der zerschlagenen Weltgemeinscha…