Mannheim
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  1. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 90

    90 Dr. Karl Schwarz zu wenig Parallelstraßen bestehen, urn den Verkehr zu regulieren, daß es an Plänen und Grünflächen fehlt, und es wird noch harte Kämpfe und große Geldopfer kosten, um hier Wandlung zu schaffen. Es sind dies aber nicht nu…

  2. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 91

    Kunst pflege iu Tel-Aviv 91 miken usw. sehen, sämtlich Dinge, die hier produziert werden. Es sei auch vermerkt, daß sich mehrere Kunstgewerbeläden mit Erfolg durchzusetzen beginnen und man neuerdings auch gutes europäisches Kunstgewerbe zu …

  3. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 92

    92 Dr. Karl ScIi w ar die besten Solisten, die während des Winters Gastspiele geben. Das Orchester erhält keinerlei Subvention und das ganze Unternehmen schwebt ziemlich in der Luft. Eine wichtige Kulturstätte ist das Museum, das vor wenige…

  4. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 93

    Kunst pflege in Tel-Aviv aus ihrem isolierten Einzeldasein herauskommen, müssen ihre Kunst entfalten und zeigen können. Palästina ist heute kein kunstarmes Land mehr. Viele tüchtige Künstler lehen ud scharfen hier, aber man kennt sie kaum. …

  5. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 94

    94 Martha Hofmann: Das uralte Meer und das Schiff Das uralte Meer lauert grau, da die bergende Küste entgleitet. Der Himmel ist sturmgelb gebreitet. Ganz hoch tröstet flatterndes Blau. Das uralte Meer nimmt den Bau des Meuschenschiffs stump…

  6. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 95

    <>r> Gabriele Tergit: Synagogen und Fe sie in Palästina Es gibt keinen Tempel mehr in Jerusalem und es darf auch kein Tempel mehr sein bis zur großen Rückkehr der Juden nach Erez Israel, zur Erde Israels. Die Zeit ist nicht da für den Tempe…

  7. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 96

    <><, Gabriele Tergit Durchschnittsarbeiter, erst im Alter bekommen ihre Gesichter das Große. Die Mädchen sind schmalhüftig und rehhaft. Oben in den Synagogen gibt es Bänke vor einem dichten Holzgitter, zwanzig Plätje für die Frauen, wo es u…

  8. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 97

    Synagogen und Feste in Palästina 97 Drei Häuser davon ist eine Talmud-Thoraschule, in der Gottesdienst abgehalten wird. So durch ganz Jerusalem. Nur in den neuen Geschäftsvierteln findet man keine Bethäuser, sonst überall, in allen Straßen …

  9. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 98

    08 Synagogen und Feste in Palästin wiederholende gelbe Minora darauf. Einer trägt einen rosa Mantel mit sandfarbenen Streifen und die Frauen tragen bunte seidene Gewänder wie lange weite Hemden und Stirnbänder, die hinten gebunden herabfall…

  10. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 99

    …ht etwas holprig scheinende Rhythmus der Übertragung ist der Tanzmelodie angepaßt und wirkt erst beim Singen natürlich. Paul Engelmann, (Tel-Aviv ) Niehl um Lohn ziehn wir unsre Bahnen, nicht nach Ruhm geht unser Gang, wehn uns voran des Geistes Fahnen, …

  11. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 100

    100 AUS DEM LEBEN DES JÜDISCHEN VOLKES C/i. N. Bialik: Fürwahr, auch dies ist Gottes Strafe (Aus dem Hebräischen übersetzt von Otto Spitz, Lednice.) Fürwahr, auch dies ist Gottes Straf und schwere Züchtigung, Daß ihr vor euern Herzen euch v…

  12. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 101

    Karpathorussische Rhapsodie 101 Und nimmer einen Labetropfen spendet, Der Herz lind dnrst'ge Seele neuen Kräften einew Den Ofen tastet ab ihr — — kalt die Steine, In der verglomm'nen Asche heult die Katj' voll Trauer. Und tief bekümmert sit…

  13. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 102

    102 Dr. II a 11 s Licti t wi tj Die Straße gabelt sieh: ein Teil nach Volove, der andere über Majdan nach Torun. Auf den ersten Blick ein Dorf, wie alle anderen in der Vrebovina. An der langgestreckteil Straße knapp am Ufer der Rika die Häu…

  14. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 103

    Karpathorussischc Rhapsodie 103 man in Torun. 50 Kilometer von der nächsten Bahnstation, man ist mehr als anderswo vom Lehen abgeschnitten und spürt doch im ersten Moment: Hier pulsiert eine echte zionistische Wirklichkeit. Hier findest du …

  15. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 104

    104 Dr. Hans Lichtwitj werk und vieles andere mehr. Man spricht fast nichts von den eigenen Leistungen, es ist doch alles so selbstverständlich. Um drei Uhr früh steht man zur Arbeit auf, die Wiesen und Felder der jüdischen Bauern ziehen si…

  16. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 105

    K ii r p a t h o r u s s i s c h e Rhapsodie 105 Vor diesen wenigen Worten einer jüdischen Mutter in Torun, die nicht Nationalökonomie und zionistische Ideologie und Kolonisationsgeschichte studiert hat, scheint mir in diesem Moment die gan…

  17. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 106

    106 Dr. Hans Lichtwig von der polnischen Seite her auch ein Rabhi mit seinein Gefolge nach Sinovir. Und für den war die Fahrt wahrlich lohnend, nicht nur vom Standpunkt des Landschaftsbetrachters. Es war eine jener üblichen Reisen, die von …

  18. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 107

    Karpatliortissische Rhapsodie 107 Wittin, ihr Sohn habe es unterlassen, dem Rabbi »ein Bier zu stellen«. Die arme Frau versucht ihm klarzumachen, daß ihr Sohn schon seit Monaten ohne Arbeit sei und nichts verdiene. Dabei müsse man schon gen…

  19. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 108

    108 0 r. Hans Lieh tw iß Meter Höhe, kann man Studien über ein schwelendes karpathorussisches Schulproblem treiben. Als das Land nach dem Umstürze der tschechoslowakischen Republik einverleibt wurde, gehörte es wohl zu den kulturell rückstä…

  20. 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 109

    Karpathorussische Rhapsodie 109 vorgestellt haben. Und man schert sich ebensowenig um die Meinung der übrigen Dorfbevölkerung, der Ruthenen, die mit Mißtrauen und immer stärkerer Abneigung zusehen, wie im Lande ein weitverzweigtes, oft ziem…