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Jüdischer Almanach · 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5696 (1935-1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 104 (sequence 106)
Language
German
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104 Dr. Hans Lichtwitj werk und vieles andere mehr. Man spricht fast nichts von den eigenen Leistungen, es ist doch alles so selbstverständlich. Um drei Uhr früh steht man zur Arbeit auf, die Wiesen und Felder der jüdischen Bauern ziehen sich kilometerweit bis in die Berge hinauf und zur Grenze. Tagsüber wird schwer geschuftet und spät abends kommt man müde heim. Und findet noch immer Zeit zur Lektüre der Zeitungen, Rundschreiben und vor allem der Briefe, eilt in das »Heim« zu einer Besprechung, organisiert die Jugend, kümmert sich um die zionistische Arbeit in dem fast eine Stunde entfernten nächsten Dorfe und fällt dann totmüde ins Bett. Einige Familien sind schon nach Palästina ausgewandert, viele der jungen Generation befinden sich auf Hachscharah. Das schmiedet diese zionistische Gemeinschaft noch fester zusammen. Eine alte, abgearbeitete Frau holt einen Stoß Briefe, die wie ein Heiligtum aufbewahrt werden: Von ihren drei Kindern aus Palästina. »Und alle drei sind iin Dorf, sind jüdische Bauern geblieben. Das freut mich am meisten.«

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