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19081915
  1. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 579

    579 zusammenzustellen, die sich zum Versand in« Feld eignen und die vielleicht geeignet sind, unseren Söhnen und Brüdern in den Schützengräben manche öde Stunde zu einer Quelle der Erhebung und inneren Stärkung zu gestalten. Für die jüdisch…

  2. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 580

    580 nahmen zur Sicherung der Volksernährung. Zunächst erachteten wir es als unsere Aufgabe die Bemühungen der Regierung, die;a im ersten Stadium an die Freiwilligkeit appellierten, durch auf- Närende Rundschreiben kräftig zu unterstützen, w…

  3. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 581

    581 der unterwegs befindlichen Transporte nicht möglich sein, annähernd soviel Ware ins Land zu bekommen, wie in normalen Zeiten. Der äußerst schwierige und zeitraubende Landtransport hat die Spesen erheblich erhöht, so daß mit einem ziemli…

  4. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 582

    582 Me jüdischen Jesttage und der Krieg. Ein volles Jahr ist es her, seitdem der „Volksbote" seine Freunde nicht mehr besuchte. Er hat Bedenken getragen in dieser furchtbaren Zeit die verständnisvolle Aufnahme zu finden, deren er sich sonst…

  5. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 583

    583 Wer ein freudvolles, wer ein schmerzliches Dasein fristen soll. Wer erhoben, wer erniedrigt, Wer arm, wer reich sein soll. Kein blind würfelnder Zufall ist es, der über unser Geschick entscheidet, sondern nach göttlicher Bestimmung voll…

  6. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 584

    584 gang von der Zeitlichkeit in die Ewigkeit ist. An dieser Tatsache werden alle Erwägungen nichts ändern. Vertiefen wir uns jedoch in das Bild einer Lämnierherde, die einzelne Teile durch Tod oder Raub verloren hak, so werden wir, wenn wi…

  7. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 585

    585 und Verkehr, wenn er militärische Zwecke und Ziele, kurz alle diejenigen Anliegen zum Gegenstände hätte, die heute die Voraussetzung aller staatlichen Vereinbarungen bilden. An Stelle des Völkerkrieges würde dann der noch grausamere Bür…

  8. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 586

    586 Aufforderung nicht ungehört und unerhört verhallen. Dann wird es in aller Welt erkannt, daß es ein und dasselbe Hochziel ist, dem unsere Feste und der Krieg dienen. Zu G'tt zurückgekehrt wird die Menschheit ihre Versöhnung finden, und F…

  9. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 587

    587 Was ist Seele der Wcltkultur? Unsere Schrift lehrt es und die Gebete sprechen es in den schönsten Wortbildern aus: Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit, in friedlicher Arbeit gewahrtes Menschcnglück. Es ist die Hoffnung des Tages: „Daß sie al…

  10. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 588

    588 Stadt Posen kann als Musterbeispiel für den rapiden Schwund der jüdischen Bevölkerung in den Ostprovinzen dienen. Vor vierzig, fünfzig Jahren noch machten die Juden in der Stadt Posen 20 vom Hundert der Bevölkerung aus, heute sind es ka…

  11. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 589

    …tgehabten ostdeutschen Bezirkstag auch äußerlich in Erscheinung trat. Nachdem Rabb. Dr. de Haas nach der isr. Geineiude Kattowitz als zweiter Rabbiner berufen wurde, übernahm ich die Wohlfahrtsarbeit in den Ostmarken. Die Wohlfahrtsarbeit hat unter …

  12. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 590

    590 wird nur schwer sich wieder erholen und zur alten Blüte wieder gelangen, wenn wir nicht rechtzeitig dafür Sorge tragen, daß arbeitsfreudige, tatkräftige Menschen wieder dorthin gelangen. Bor Jahresfrist hat die „Freie Vereinigung", die …

  13. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 591

    591 werden als Schutzmittel gegen „das böse Verhängnis" die Rückkehr zu G'tt. nawn. So mahnt uns der Schanfarton, zurückzukehren zu G'tt, das Weh und Leid, das uns gettoffen, nicht als blinde Willkür, als Naturnotwendigkeit aufzufassen, son…

  14. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 592

    592 sammenhang mit der Gesamtheit soll auch äußerlich zmil Ausdruck kommen durch •na* n>*n, durch Beten mit Minjan. Haben wir alle Zeit unsere Pflicht getan, na* nSen zu ermöglichen. Hand aufs Herz, ist im Laufe der Kriegszeit der anfangs s…

  15. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 593

    593 eine tun, das andere nicht lassen. Mancher, der in Friedenszeiten zu den frommen Werken beigetragen hat, ist jetzt an der Front oder ist nicht mehr, springen wir hinter der Front für die Fehlenden ein und sorgen wir dafür, daß sich an u…

  16. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 594

    594 frntett. Ein Unternehmen mit dem Ziele: „Hilfsvorbeter auszuleihen!" könnte in dieser Zeit wohl auf seine Kosten kommen. Während früher, noch^wr 2V bis 30 Jahren, fast jedes Gemeinde- Mitglied, besonders auf dem Lande, fast ohne Vorbere…

  17. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 595

    595 f” gelten, sondern seine Aufgabe ist eher mit der des Dirigenten einer Musikkapelle zu vergleichen, der die Musik nicht selbst macht, sondern die musizierenden Instrumente nur leitet und fuhrt. wn p imS»3. Aber höher noch als das Angene…

  18. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 596

    596 - i Ziele, die herrlichsten Ideale» leuchten aber auch hinab und.hinein in J bie Tiefen des Menschentums, in die Irrwege des Menschenherzens, übergehen keine Schmach und Sünde, zeigen G'ttes Thron nnd Macht, i Schöpfung, Leitung und Vol…

  19. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 597

    597 vV.i sich über die o'Zw erbarmen wert und ein Beistand für die Mäuler der mrn sei und sollen nit gestrauchelt wer» in ihr pipb, was sie bbono sein." Akibcl.) Ö i ft o r i f rf) t Erzühiunu Don Rabbiner T>r. M. Lehmann. - (Fortsetzung). …

  20. 1915-09-01 · 37 (9.1915) · p. Seite 598

    …ur verdient oder veranlaßt haben, daß solch eine Anklage gegen mich hat Glauben finden können!" — „Mein Lehrer," sprach Rabbi Akiba, „erlaube mir, etwas zu erwähnen, was Du mich gelehrt hast." — „Rede," sagte der Rabbi. — „Vielleicht," sagte Rabbi Aki…