Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1915
- Issue
- 37 (9.1915)
- Date
- 1915-09-01
- Page
- Seite 593 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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593 eine tun, das andere nicht lassen. Mancher, der in Friedenszeiten zu den frommen Werken beigetragen hat, ist jetzt an der Front oder ist nicht mehr, springen wir hinter der Front für die Fehlenden ein und sorgen wir dafür, daß sich an uns erfülle: na sonn npnc. Im Machsor steht über jedem der durch großen Druck hervorgehobenen Worte npnn nSem naram je ein Wörtchen in viel kleinerem Drucke, m» deutet das Mittel zu nawr, Kp das Mittel zu ntan ]ion das Mittel zu np-ra an. Bettachten wir den Zahlenwert dieser Wöttchen, dann finden wir, daß er für jedes derselben gleich ist. ara - 136, Kp-136, ptao - 136. Addieren wir die Zahlenwerte, dann erhalten wir die Zahl 408, die dem Wette von vw entspricht, na* J1NTenpn Mit dem Ausdruck dieses Wettes von. npna nWi naien, mtt diesem ■* rmayn 7yi rmrn 7y tdi * cjjyn onai twtz ~ry onon mTDJ „Auf drei Dingen steht die Welt: auf der Thora, auf dem G'ttesdienst und : auf Liebestättgkeit" — in uns anklingen läßt, wollen wir wie einstens jvu« am naa an vor G'tt tttten, um mea und nv« zu erlangen, daß die Folgen unserer Sünden ausgelöscht und wir wieder empfänglich und fähig für das Gute werden, um ein neues Leben beginnen zu können. „Air den Dorbeier." Von I. P. in W . . . r. Allgemach ist die Zeit wieder herangenaht, da man die Jomim noroim in greifbare Nähe gerückt sieht, der scheidende Sommer, der beginnende Herbst führen diese hohen, würdigen und doch gefürchteten Gäste uns entgegen, deren Erscheinen auch bei dem noch einigermaßen religiös Gesinnten etliche Unruhe erzeugt. Bei den Gemeinde-Gewaltigen aber, allerdings weniger aus persönlichen, im eigenen Ich liegenden Gründen, als aus der Erfordernis der Zeit, nunmehr an einen geeigneten Hilfsvorbeter zu denken, der aber schon vielfach den gesamten G'ttesdienst an den hohen Feiertagen zu übernehmen hat. Besonders in diesem Jahre, dem Vorläufer eines Schaltjahres, erscheinen die Feiertage zu einem frühen Termin. Scho» um Schewuaus herum erscheinen die ersten Anzeigen vorsichtiger Gemeinde-Verwaltungen in der Presse: „Hilfsvorbeter für die hohen Feiertage gesucht", teils mit fixiertem Honorar, dann ist an der Vergütung nicht mehr zu rütteln, teils aber sind die Gehaltsansprüche anzugeben, wobei der Minvestfordernde der Glückliche sein wird. Allerdings ist dann die zuhörende Gemeinde, wenn der Tag der Leistung gekommen ist, um so weniger glücklich. Das Gros der Anzeigen stellt sich dann bald nach 'v ein, während die nachlässigen und verspäteten Gesuche noch unniittelbar vor Roschhaschono verzweifelt nach einem „Hilfs"chasan rufen (der ihnen aus der Not hilft.) Mit der Nachfrage steigt der Kurs der Hilfsvorbeter, um nach Jom Kippur wieder auf ein Jahr in Vergessenheit zurückzu-