Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1915
- Issue
- 37 (9.1915)
- Date
- 1915-09-01
- Page
- Seite 581 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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581 der unterwegs befindlichen Transporte nicht möglich sein, annähernd soviel Ware ins Land zu bekommen, wie in normalen Zeiten. Der äußerst schwierige und zeitraubende Landtransport hat die Spesen erheblich erhöht, so daß mit einem ziemlich hohen Preis für Arba minim gerechnet werden muß. Wir sind bemüht, aus dem von ucks selbst angekauften und zum Teil dem Handel zur Verfügung gestellten Quantum eine gewiße Reserve zurückzuhalten, aus der wir kleinen Gemeinden, die sonst ohne Arba minim bleiben könnten, wenn nötig, zum normalen Marktpreise aushelfen zu können hoffen. In mannigfacher Form hat auch die eigentliche Kriegsnot unsere Hilfstätigkeit beansprucht. Abgesehen von einer mithelfenden und ergänzenden Tätigkeit, die wir neben anderen Organisationen für Zivilgefangene, für Galizien und Polen entfalteten, war es insbesondere das heilige Land, das unsere ganze Aufmerksamkeit erforderte. Es war nicht leicht, unser eigenes Schulwerk unter den schwierigen Verhältnissen aufrecht zu erhallen, trotzdem gerade dieses Werk heule mehr als je einen Faktor von unaussprechlich großer Bedeutung für die ganze Zukunft des palästinensischen Judentums bildet. Wir erfreuten uns dabei wie stets der Unterstützung-der mit uns eng verknüpften „Deutsch-Holländischen Palästina-Verwaltung", die auf mannigfachen Wegen, insbesondere durch den großzügig angelegten „Palästinalag der jüdischen Gemeinden Deutschlands" vie Opferfreudigkeit unserer deutschen Glaubensgenossen zu Gunsten der schwer geprüften Brüder im heiligen Lande erfolgreich zu wecken verstand. Auch für die „Freie Vereinigung" war das .Kriegsjahr eine Prüfung und ein Ansporn zur Weckung schlummernder Kräfte. Hoffen wir, daß dieses Jahr, das auch uns leider so manchen treuen Freundes und Mitarbeiters beraubt, so manche Hoffnung auf heranreifende junge Streiter für die G'ltessache geknickt tmt, die Zurückbleibenden mit um so regerem Eifer beseelen, um so inniger um die alte Fahne sammeln und damit das Leid zum Quell des Segens gestalten wird: -i'iv ,i2V2.ivLp .12221. In diesem Sinne ruft die „Freie Vereinigung" ihren Mitgliedern und Freunden, ihren Vertretern und Mitarbeitern aus vollem Herzen den alten jüdischen Gruß zu: .W21l2 1V71NN1 12N2N