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  1. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 2

    Beginn der Verhandlungen: 13,20 Uhr. Rabbiner Dr. Emil Levh: Meine Damen und meine Herren! ES ist mir der ehrenvolle Auftrag zuteil geworden, zur Eröffnung der vierten Tagung unsere- Landesverbandes einig« Willkommens- Worte an Sie zu richt…

  2. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 3

    Der Präsident: Mein« Damen und Herren! Der viert« DerbandStag de< Preußischen Landerverbander jüdischer Gemeinden ist eröffnet. Bevor ich in die Tagesordnung «intrete, geziemt «r mir, leider auch dieser Wal, wie zu jeder Eröffnung» die Blic…

  3. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 4

    teilen wollen, dann ziehen di« Gemeinden, wenn drei» oder viermal Mahnungen an sie ergangen sind, di« Konsequenzen und sagen: Für diesen Lande-verband haben wir kein« Mittel und an ihm kein Interesse; wir erklären den Austritt. Mein« Damen …

  4. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 5

    5 hat. Nichtsdestoweniger hoffen wir, daS gleich« auch in Ankunft durchzusetzen. Der praktisch« Erfolg ist, daß, während bisher von der GtaatSbeihilf« für di« Rabbiner, dt« der Staat verteilt, nicht «in Pfennig zur Ausschüttung gelangt ist,…

  5. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 6

    6 muß ich feststellen, daß unser« Bemühungen bisher gescheitert sind an den Widerständen der Gemeinden, vor allem am Widerstand der Lehrer. Auch in bezug auf di« Erlangung van Staatsbeihilfen für diesen Zweck ergeben sich znrzest Schwierigk…

  6. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 7

    geschärft werden muß all bisher. ES wird ja schön sein» meine Damen und Herren!, wen» jeder von Ihne» sein guteS Mische« Herz für irgendeinen besonderen gn'en Zweck nachher entdeckt nnd dafür plädiert, daß dies« oder jene Position erhöht we…

  7. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 8

    8 Engeren Rat aufgestellten Richtlinien Wester auszuüben. Wir würden dies« Erklärung, daß wir über die Vergangenheit den Mantel der Lieb« bretten wollen, nicht abgeben, und wir wären genötigt, zu Feststellungen anderer Art zu kommen, wenn w…

  8. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 9

    9 treten hat, di« uni jum Nachdenken Anlaß gegeben hat. Es heißt in der Vorlaae 3,. erst« Abschnitt: „Im Lauf, .des letzten Geschäftsjahres hat der Preußisch« Landesverband jüdischer Gemeinden mit s>chr erheblichen finanziellen Schwierigkei…

  9. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 10

    — 10 — dadurch nicht di« Möglichkeit, sich ganz aktiv für jüdisch« Interessen einzusttze». Wir deutschen Juden stellen zwar in der deutschen Kunst und Wissenschaft zahlreich« namhaft« Vertreter, aber unser Einfluß auf die modern« geistige E…

  10. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 11

    — 11 — etwa sogar vor Le« Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband zurückweichen. (Bravorufe.) ES handelt sich hier um «in« Grundfrage des Judentums. Der Sabbach ist für den modernen Juden di« einzig« Gelegenheit, wirklich« WirtschaftSeth…

  11. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 12

    — 12 — Gleich bedeutungsvoll ist für unS die religiös« und di« sozial« Tätigkeit. Ach brauche nicht zu betonen: Jeder, der eineder Bücher Mol«S auffchläqt, weiß, daß für den wahrhaft gläubigen Juden di« Arbeit im Sinn« der Sozialgesetzgebun…

  12. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 13

    Zu erreichen, di« eS jedem Unbemittelten ermöglicht,' seinem Gewissen folgend, religiös« Vorschriften ohne besonder« und wirtschaftlich schwer zumutbar« Leistungen zu erfüllen. Mit Recht ist gesagt worden, daS ganze deutsche jüdisch« Leben …

  13. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 14

    — 14 - können, wo es sich hier nur um Nuancen handelt, mit solcher Schärf« und Gereiztheit gegenüberstehen. Wenn heut« der Landesverband dies« Stellung innehat, wenn der Große Rat doch im allgemeinen, so glaube ich wenigstens, zu unserer Zu…

  14. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 15

    - 16 - wir in »p»ser« Wirtschaft gesondert sind und durch wirtschaftlich« Erscheinungen im WirtSvolk bedroht werden, daß dies« Erdomtni« auch de« Lenttal-Berein vorgetragen wird. Diebedeutet, daß Professor Hirsch mit und zu der Erkenntnis k…

  15. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 16

    16 - Rahmen hinaus vorgehalten hat. Hierauf werde ich nachher noch mit einem Wort zurückkommen müssen. Mein« Damen und Herren! Wir all« im Rat« haben die größte Genugtuung empfunden, daß «S unS vergönnt war, für. die Sache d«S preußischen J…

  16. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 17

    Händen, weil nach der Geschäftsordnung d«S RateS dl« Dezernat« nur von Mitgliedern deengeren RateS verwaltet werden können. Aber ein« Geschäftsordnung ist natürlich nicht sakrosankt, und wir werden «nS im Rat di« Frag« vorlegen müsse», ob d…

  17. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 18

    - 18 — religiös« Gemeinschaft handelt; «£ ist klar ausgesprochen worden, welches sein« Aufgaben sind, daß insbesondere für leistungsschwach« Verbände etwas geschehen muß durch Schaffung eines Ausgleichfonds: es sind besonders die sozialreli…

  18. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 19

    …s Preußischen Landesverbandes und der Kölner Gemeinde unwürdig ist. (Sehr richtig.) Wenn auch andere Groß-Gemeinden wie Breslau und Frankfurt sich durch Nichtbezahlung ihrer Beiträge auszeichnen, so sind daS Zustände, di« meiner Ansicht nach vom V…

  19. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 20

    … es in dem klassischen Deutsch der E.-D.-R«solution heißt. Prophet« rechts, Prophet« links, das Welllind in der Mtttenl Friedrich Wilhelm IV. hatte einen befferen Instinkt, als er in einem Erlaß aus dem Jahre 1841 sagte, daß Religion und Nattonalttät im Judent…

  20. 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 21

    …t erteilt werden. (Widerspruch erfolgt nicht.) Abg.R.-A- Bruno Weil (lib.): Mein« Damen und Herren! Herr Ministerialrat Goslar hat in seiner ausgezeichneten und von mtt in sehr großen Teilen gebilligten Rede auSgeführt, daß di« Arbeit dttfeS Verb…