Mannheim
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  1. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 122

    irr' aber die Sühne in dreifacher Abstufung herror. Der Mörder beging das wirkliche Verbrechen und konnte die Sühne) welche er im höchsten Grade bedurfte^ durch da» Opfer nicht erlangen; er mußte, wenn er entdeckt wurde, stsrben. Deut. 2>, …

  2. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 123

    123<׳ Strom (Deut. S, 2)0״) und die Asche der zerstörten Altäre in den Fluß Kidron <2. Ahn. 23, 12) geschüttot. Das gesammte Volk wurde.durch die Gegenwart der Priester repräsentirt. Diese hatten zwar bei'dem Opfer selbst keine eigene Funct…

  3. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 124

    d- 24>ל schiedene Weise das Ritual bei unserm Opfer zu erklären. Er giebt hierfür vier Gründe an. Erstens mußte das Opfer in einem Thale getödtet werden, weil die Aeltesten zuweilen von dem Tempel zu weit entfernt waren, indem aber das Opfe…

  4. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 125

    Weise tödten, damit es nicht den Charakter eines wirklichen Opfers verliere: man sollte aber endlich den Tebrauch des ThaleS nicht auf einen einzigen und seltenen Fall einestattgehabten Mordes beschränken. — BiertenS endlich vermuthet Spenc…

  5. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 126

    IM Loose, von welchen auf dem einen das Wort: יהוה, aus dem andern das Wort עזאזל geschrieben stand, legte st eins auf den Kopf jedes der zwei Böcke, und dasjenige Thier, welches das Loos עזאזל erhielt, ward zum Asasel׳ opfer bestimmt. Hier…

  6. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 127

    157 §. 52. Natur des Asaselopfers. Das Hauptcharakteristische unseres Opfers bestand im Folgenden. 1) Der Hohepriester legte die Hände auf den Kopf des Thieres und legte gleichzeitig ein Eündenbekenntniß ab. Der Ritus des Handauflegen« fand…

  7. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 128

    m die Bedeutung hatte, da- Thier zum Opfer zu bestimmen; eS ist daher erklärlich, daß zuweilm dieser Ritus gänzlich fehlen durfte, da ja die Bestimmung deS Objects zum Opfer entweder durch mündliche Aeußerung (z. B. 11 הד נובה und ähnliche …

  8. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 129

    m 4, 15 ausgenommen sind; nach der gewöhnlichen Ansicht aber wäre lein Grund, diesen wichtigen Ritus in gewissen Fällen auSzujchließen. 3) Konnte ein Weib, nach Ansicht der Rabbinen 176), selbst bei einem oorgeschriebenen Opfer (קרק חובה), …

  9. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 130

    ISO I 7) Ist selbst nach den Rabbinen der ganze Ritu« des HandaustegenS insofern unwichtig als die Bewirkung der Sühne, wie sie sagen, von demselben unabhängig ist (Sedaekim 6, a), was sich nur dadurch erklären läßt, daß er nach dem oben an…

  10. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 131

    «81 1) Ist der Erstgeborene ein männliches Wesen und zwar ein männliches Kind'-'), so mußte es, nachdem es dreißig (nach den Rabbtnen: volle) Tage alt ge« worden, mit fünf Sekel ausgelöst werden, und dieses Geld gehörte alsdann dem Priester…

  11. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 132

    I m (Jore Dea §. 321, 1). Nach Anderen (Jurieu a. a. 0,' p. 302) galt das Gesetz auch für Pferde, Kameele u. f. n>. Wir kommen nun zum Haupttheil des Gesetzes. 3) Zu der Erstgeburt von reinen Thieren. — Vom Rind», Schaf- und Ziegengeschlech…

  12. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 133

    183' geborenen männlichen Geschlechts stattfand, konnte'das' Opfer ebenfalls nur aus diesem Geschlechte bestehest. — Wie wir früher (§. 52) nachgewiesen, hytte der Ritus, des Handauflegens bei den Opfern die Bedeutung ‘ der Bestimmung des O…

  13. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 134

    134 U, 13 unb 15, 20. — ES find daher die verschiedenartigsten Hypothesen aufgestellt worden, wovon wir die plqufibelsten hier erwähnen wollen. Jbn Esra, welcher der rabbinischen, später zu erwähnenden Ansicht sich anschließt, waS auch von …

  14. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 135

    Jerusalem geopfert werden, woßü itür Fett tmd Blut auf den Altar kämm, alles Uebrige hingegm den Eisintthümern anheimfiel: ist es dagegen feblertzast, ^o kontite es auch außerhalb Jerusalems verzehrt werden, worauf die Stelle Deut. 15, 20—2…

  15. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 136

    186 den Bibelstellen des veuterouomü לא חובל, ואכלחם rc. auf Priester specialifirt werden, und obige traditionelle Ansicht kann auS sprachlichen Gründen nicht beanstandet, und aus sachlichen vollkommen empfohlen werden. §. 56. Das Zehntopfe…

  16. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 137

    197 betreffenden Bibelstellen. Die außerordentlich verschiedenen Auffassungen anderer Archäologen übergehen wir hier gänzlich, da, wie gesagt, diese Zehntart nicht specieller Gegenstand unserer Untersuchung ist; wir wollen bloß die traditio…

  17. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 138

    m einander Hinausgetrieben werden; je das zehnte Stück wird dann mittelst einer rothgesärbten Nuthr^MHMj" wobei der Eigenthüwer jedesmal laut spricht: הד זה מעשר ״die» sei der Zehnte." Dieses Stück ist alsdann M Opfer bestimmt, gleichviel o…

  18. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 139

    des Opfers von dem Eigenthümer und allen zur Mahl« —zeit geladenen Angehörigen, oder fremden Personen verzehrt; der Priester erhielt keinen Theil des Opfers׳«). S. Krüger (inStein'sIsraelitischem Volkslehrer 10- Jahrg. S. 227) einzig und al…

  19. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 140

    140 §. 57. Bedeutung des Zehntopfers. Daß gerade die Zehnzahl bei den im vorhergehenden Abschnitt erwähnten Abgaben von Cerealien und Ammalien gewählt wurde, hat sicherlich seinen Grund in der schon im frühesten Alterthum der Dekadenzahl zu…

  20. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 141

    m 8<beutusa der Zehuzahl beruht, so! ist doch gewiß, daß es eine uralt« Sitte bei alle» Völker» war» deUMhutm rheil von LandeSproducten, von gewerbliche« Gemiu, »nL von Kriegsbrnte de, Botlheit z» widme»; «L holt« hierdurch nicht bloß ein D…