Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 128)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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d- 24>ל schiedene Weise das Ritual bei unserm Opfer zu erklären. Er giebt hierfür vier Gründe an. Erstens mußte das Opfer in einem Thale getödtet werden, weil die Aeltesten zuweilen von dem Tempel zu weit entfernt waren, indem aber das Opfer nach dem Gesetze weder auf Anhöhen, noch in Gebüschen dargebracht werden durfte , so wählte man das Thal, wo Heiden niemals zu opferten pflegten. — Allein wäre alsdann nicht rathsaurer das Opfer bis zum nächsten Feste zu verschieben, wo doch das ganze Volk, oder besten größter Theil in Jerusalem versammelt war? War ja dies der Fall bei dem Verbrecher selbst (?), besten Hinrichtung bis dahin ver> schoben wurde (Synhedrin 89 ji) *), damit eine größere Publicität bewerkstelligt wurde. — War ja ohne dies die Localität' des rituellen Actes an ein wüstes Thal, oder nach unserer Erklärung (§. 48) an einen Fluß geknüpft, die mehr, oder weniger von dem Schauplatz der Mordthat entfernt sein konnte. — Zweitens wählte man aus dem Grunde ein Thal, weil man damit einem irrigen, heidnischen Glauben entgegen treten wollte. Es galt im Heidenthume nämlich der Glaube: Gott liebe besonders die Anhöhen, indem diese dem Himmel näher find, und Ar am sagt geradezu: Der Ewige ist ein Galt der Berge und nicht Gott der Thäler 0 flön. 20, 28); diesem sowie auch drittens dem Glauben an de«8 superos et inferos überhaupt sollte durch den gedachte« Ritus unseres Opfers begegnet werden. Allein da sollte man sonst selbst auf Anhöhen opfern dürfen, um der Einheit und Allgegenwart Gottes Genüge zu thun; inan sollte ferner dieses Opfer nicht auf eine ungewöhnliche *) Die Stelle im Talmud ist mißverstanden, da dort nur von \מסיח, זקן ססרא, ערים זוםטץ und סורר p וטורה die Rede ist. Kodak.