Mannheim
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  1. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 190

    180 Wert wird auf mindestens 50000 frcs. beziffert. Schon dies äusserliche Moment weist darauf, dass sein einstiger Besitzer ein Mann in hervorragender socialer Stellung gewesen ist. Über die früher bekannten Siegelsteine mit hebräischen, a…

  2. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 191

    187 solche Kurzformen kommen in der Bibel sowohl שגע i in Pausa שמע), als 1) שמע Chr. 11, 44) vor. Der Siegelbesitzer שמע nennt sich einen D i e n e r J e r 0 b e a m s (עבד ירבעם). Schon oben ist gesagt, dass ein Mann, der einen Siegel von…

  3. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 192

    188 Molokram auf einem Elfenbeingefäss in Ninive, Kautzsch auf den gleichen Namen eines Königs von Edom zu Sanheribs Zeiten (auf dem Taylor־ Cylinder Sanheribs) verwiesen, ebenso wie er zu dem erstgenannten פדאל auf den gleichzeitigen Ammon…

  4. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 193

    189 dass יהו am Ende des Namens zu יי zusammengezogen ist, was sonst gewöhnlich nur im Wortanfang (ימיך ,ייאש und zahlreichen anderen Fällen) üblich ist. Aber auch in 2 אחיו Sam. 6, 3. 4, 1 Ohr. 13, 7; 8, 31; 9, 37 findet sich dieselbe Oont…

  5. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 194

    __190 _ Linien zwischen beiden Zeilen finden sich mehrfach auf hebräisehen Siegelinschriften. Die Fundstätte ist nach Vincent Jerusalem. Trotz des gleichen Namens des Besitzers mit dem in No. I und der Bezeichnung auch dieses Mannes als עבד…

  6. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 195

    Die Entwickelung des Königtums im alten Israel• Ein Vortrag, gehalten von Abr. Biberfel Rabbiner am Beth Hamidrasch zu Berlin. Der erste König* in Israel war, wie ein Midraschwort in Anlehnung an V. Mos. 335ל lehrt, Moscheh. Er erhielt lang…

  7. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 196

    192 noch den heftigen Widerspruch des damals in Israel wirkenden Propheten Samuel zu überwinden hatte (vgl. I Sam. 9); einen Widerspruch, der wenigstens prinzipiell die Billigung Gottes findet und nur durch Gottes Entscheidung zu Gunsten de…

  8. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 197

    …lange gewertet habe, gänzlich unbeantwortet. Und unter demselben Mangel leidet auch eine zweite Auffassung, zu der auch Maimonides sich bekennt. Sie hört aus den von dem Volke gesprochenen Worten ״ גם אנחנוauch wir“ den leisen Unterton eines auf die …

  9. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 198

    194 rum hier angeführt sei, weil sie einem der geistvollsten jüdischen Exegeten, Don Isak Abrabanel Gelegenheit zu einer treffenden Ausführung gibt. Paulus Burgensis unterscheidet zwischen der constitutioneilen Monarchie, in der auch der He…

  10. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 199

    195 Torheit des Volkes in der ganzen Breite ihrer möglichen ( on- Sequenzen schilderte! Don Isak Abrabanel hat sich denn auch diese Beweisführung nicht entgehen lassen. Mit satirischer Schärfe spottet er über den ihm nur allzu verächtlich e…

  11. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 200

    196 körpert uml dessen Wohl und Wehe von dem seinigen abhängig. Eine natürliche und notwendige Consequenz dieser Auffassung ist die, dass die königliche Gewalt nur von einer Persönlichkeit geübt werden kann, die unwandelbar, unbeschränkt un…

  12. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 201

    deruni trügerisch ist. Denn bei der Erziehung, welche Thronerben gemessen, und unter dem Einflüsse der Umgebung, in der sie leben, nehmen sie meistens die Lebens׳ und Pflichtauffassung ihrer Vorgänger in sich auf. Aber wozu philosophieren, …

  13. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 202

    198 und Strenge. Für keinen dieser Zwecke braucht Israel einen König. Sein oberster Kriegsherr war Gott; denn so spricht Moscheh kurz vor seinem Tode: ״Heil dir, Israel, wer ist gleich dir, Volk im Heil durch Gott, den Schild deines Beistan…

  14. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 203

    199 erkennen. Von vornherein darf und muss man aber derselben schon darum Skepsis entgegenbringen, weil sie sicher ab irato geführt wird. Man vergegenwärtige sich nur kurz die Lebens- Schicksale Abrabanels: Unter Affonso V als Diplomat und …

  15. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 204

    …ung des Landes erst recht gestattet sein. Die Auffassung Abrabanels trifft aber vor allem der Vorwurf. dass sie die von Maimonides kodifizierte Ansicht unserer Weisen, wonach die Errichtung des Königtums in Israel ein Gebot ist, ganz achtlos verwirft…

  16. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 205

    _201 _ Man wird nach allem festzuhalten haben, dass V. Mos. 17,15 nicht ein falkultatives, sondern obligatorisches Recht schalft, dass die Bestimmungen des Anfangsteiles vom Verse 15 nicht subsidiären, sondern essentiellen Charakter tragen,…

  17. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 206

    202 ohne ihm gerecht zu weiden: erster Bürger des Staats zu sein, nicht mehr und nicht weniger. Diese Auffassung trägt allen Fragen, die oben aufgeworfen wurden, Rechnung; sie allein scheint geeignet, diese Aufgabe zu erfüllen. Der Grund, w…

  18. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 207

    Historisches aus den Responsen des R. Joäl Serkes (ב״ה) Von Dr. Isak Unna, Rabbiner in Mannheim. Die Besponsenliteratur ist bekanntlich für die Erforschung der jüdischen Geschichte von hervorragender Bedeutung. Das Bestreben, der Lehre, die…

  19. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 208

    …Geschichtsforscher von grossem Interesse sind. Wenn wir aus der unübersehbaren Reihe von Gutachtensammlungen die des R. Joel Serkes zu näherer Betrachtung herausgreifen, so rechtfertigt sich dies dadurch, dass R. Joel, einer der hervorragenden Talmudg…

  20. 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 209

    _!205 nach Kürze (II. 99). Allerdings ist diese Tendenz nicht immer gewahrt; namentlich wo es sich um שאלות עגינות, um Entscheidungen über die Wiederverehelichung von Frauen verschollener und tot geglaubter Männer handelt, veranlasst ihn di…