Mannheim
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  1. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 44

    REM BRANDT UND ISRAELS empfindung ein und malt unmittelbar wie ein Realist — allerdings auch das Instinktleben dieses Judenkreises. Und er erreicht nun durch beides, durch die Zurückhaltung des Mitgefühls und durch die Bloßlegung der Instin…

  2. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 45

    A J I BIBLISCHE ERZÄHLUNG VON ERNST MÜLLER N Stammt aus einem k'feinen StädtaSen 5üdtttäßrens, wo er 188o geßoren tourde. Es er" sSienen von Ernst Milffer Bis nun: die Übertragung von Cß. N. BiafißsGediaSten (#. Löwi:=Verfag, Wien)j Mr. ißn…

  3. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 46

    KAJIN wort. Dann sagte er: »Weißt dus, mein Bruder, daß alles von den Gottesmächten kommt, der Ertrag des Feldes wie das Geworfene der Rinder und der Schafe?« Hebel erstaunte. Dann fuhr er fort: »Bringt man darum Gaben den Gottesmäditen, da…

  4. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 47

    KAJ1N Und was ist es mit Kajin? Wahrlich, er hat keine Antwort begehrt. Sein Opfer war vollkommen, nur wenn ihm kein Lohn ward. Aber weiter. Ist dieses das große Opfer des Erstgeborenen, das Opfer des /Mannes'? Kajin sollte Größeres bringen…

  5. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 48

    KÄJIN getötet, als er sein Opfer brachte.« Aber die Stimme des Herrn rief donnernd aus seinem Herzen selber: »In seiner Unschuld hat jener ein Tier getötet, du aber menschliche Seele. Ein Opfer den Gottes^ mäditen meinte Hebel, als er eines…

  6. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 49

    KAJIN Sohn und herzte ihn und sprach: »Ich will ihn großziehen zu einem Manne, auf dem nicht Gottes Fluch ist, und ihn erziehen, daß er fürchte und erkenne die Werke der Gottesmächte« und nannte seinen Namen »Chanoch«, das ist: »Erzogener«.…

  7. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 50

    TISCHERLIEDER VOM SEE KINNERE TH feste Stadt baute und Geschlechter zeugte von Menschen, Geschlechter des Lebens. Und siehe! Hebel, der Mann des tadellosen Wandels, hat keinen Sproß auf der Erde — und so sind die Menschenkinder, Kinder Adam…

  8. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 51

    …tenes, also als etwas Verpöntes, so konnte man hingegen nicht nur in jüdischen Wohnungen, sondern auch in den Synagogen allerhand aus Papier geschnittene oder auf Papier gezeichnete und mit bunten Farben bemalte Pflanzen- und Tiermotive sehen. Ich b…

  9. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 52

    JÜDISCHE POLKSKUNS1 Moses und Aron darstellt. Ich kann mir diesen, wie ähnliche — freilich nur äußerst seltene! — Fälle wieder nur so erklären, daß man diesen als Volkse belustigung aufgefaßten Spielereien so wenig Ernst beimaß, daß man sie…

  10. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 53

    JÜDISCHE VOLKSKUNST ORNAMENTE SCHERENSCHNITT daß dem aufgehängten Haman die Vögel das Fleisch weggefressen haben). Nicht mehr ganz hiehergehörend, aber interessant und bezeichnend für den Schönheits^ und Formensinn der Juden sind alle für d…

  11. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 54

    JÜDISCHE VOLKSKUNST REISALECH Sdiawuoth heißt das »Fest der Offenbarung« und der »Tag der Erstlinge«. Ein Doppelname, ähnlidi wie die zweifache Bezeichnung des Pessachfestes als »Qberschreitungsfest« und »Fest der ungesäuerten Brote«. Der e…

  12. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 55

    BRI TH MILAH IDYLLE AUS DEM LEBEN DER JUDEN IN TAURIEN VON SAUL TSCHERNICHOWSKI Sauf Tscßernicßowsßi, geBoren 1875 in der Krim, ist der Soßn des na turnaßen, freudig=>einfa<6en Lebens der Juden in de…

  13. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 56

    BRITH MJLAH So wie ein Topf ist die Mütze geformt, nur ein gutes Stück länger: Sieben Hand lang, einen Finger hinzu gibt, wer etwa pedantisch. Wie diese Mütze entstand, wird in folgendem treulich berichtet: Braucht eine Mütze der Landmann, …

  14. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 57

    BRITH MILÄH Gellende Rufe erhoben da Sorka, Devorka und Tscharna, Aber Chone war furchtlos und rührte sich nicht von der Stelle, Hob die Faust gegen den »Goj« wie ein Mann, der zum Kampfe sich rüstet. Schweigend starrte bestürzt auf den Kna…

  15. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 58

    BRITH MILAN Von den Grenzen des Budschak zum großen Kaspischen Meere. Furchtbare Völker zelteten dort an den Ufern der Flüsse, Zähmten die Wildheit der Rosse auf ihren unendlichen Weiden. Nur noch die Gräber sind da! Erhabene einsame Höhen!…

  16. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 59

    …, wer weiß, was aus ihm nur noch folget? Fremd sind die Dinge gar sehr, es gibt keinen Führer zur Zukunft »Z'irim« und »Achad Haam« *, Begriffe und Wünsche voll Wunder . . . Weh! Und das Alte! — das Alte! es wankt und stürzt vor dem Neuen! Noch steht…

  17. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 60

    GEORG EHRLICH STUDIENKOPF GEORG EHRLICH NIDDy IMPEKOVEN GEORG EHRLICH VON WILLI WOLFRADT Es ist nicht die äußere Eigenart, irgendein überraschender Zuschnitt oder irgendeine stilistische Kühnheit, die den Betrachter der Werke Georg Ehrlichs…

  18. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 61

    GEORG EHRLICH GEORG EHRLICH FRAUENBILDNIS <ÖL> dasein und einzuschwingen scheinen in den Zephir der Ewigkeit. Ehrlichs Kunst ist fast ganz den Narren und den Mädchen gewidmet, ihrer sanften Melancholie, der Heiligkeit ihrer stummen, schmerz…

  19. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 62

    GEORG EHRLICH GEORG EHRLICH NARREN (RADIERUNG) neben ganz transparent und kindlich gesehenen Mädchenköpfen <etwa der Niddy Impekoven) durch die Kraft der Benervung auf, die sich von diesem Naturvorbild Ehrlichs gesamtem Graphikstil, der son…

  20. 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 63

    NACKTHEITEN redlichen Hingegebenheit des Persönlichen. Sie ist Psalm, ohne zu psalmodieren. Sie ist fromm ohne Pietismus. Sie ist von Jahr zu Jahr gewachsen, dichter geworden, reifer. Die Technik kam von selbst mit und gewährt dem Künstler …