Mannheim
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  1. 1869-01-01 · Heft 1 · page 76

    76 nen wir, resullirt zweierlei: Weder genügt immer für den Vollgenuß der bürgerlichen Rechte Seitens der Juden die allgemeine Fassung eines Verfassungs - Paragraphen über religiöse Gleichberechtigung, noch ist es ersprießlich, für die Jude…

  2. 1869-01-01 · Heft 1 · page 77

    77 ihre Petition im berathenden Reichstage sich negirend und später im gesetzgebenden schweigend verhielt. Der Zug der Geschichte geht indeß über die Völker hin, und was die Berufenen als selbstverständlich erachten, ihre Zuversicht auf die…

  3. 1869-01-01 · Heft 1 · page 78

    78 tages oder über Theile derselben sind unter keinerlei Umständen strafbar". Zum allgemeinen Wahlrecht, bemerkt er, gehöre ganz nothwendig, daß die Wähler von dem unterrichtet werden, was hier vorgeht und was ihre Vertreter leisten; das ab…

  4. 1869-01-01 · Heft 1 · page 79

    79 diesem Amendemenl befindet, folgendermaßen: „Ich will die Vergangenheit friedlich abschließen, ich will die Gegenwart reichlich sicher stellen, aber ich will die Zukunft nicht compromittiren. Den Abschluß der Vergangenheit finde ich in d…

  5. 1869-01-01 · Heft 1 · page 80

    80 habe, so würde ich der erste sein, dies anzuerkennen. Ich habe damals schon vor meinen Wählern diese Sprache geführt, und ich urtheile nun nach dem Resultate. Diese Resultate sind der Art, daß die bestehende Armee die ruhmwürdigsten That…

  6. 1869-01-01 · Heft 1 · page 81

    81 saunte feine Nachgiebigkeit. So erklärt er in der Discussion über den Abschnitt XII „Bundessinanzen" sich am 9. April für das Amendement Miguel, wonach alle Einnahmen und Ausgäben des Bundes für jedes Jahr veranschlagt und auf den Bundes…

  7. 1869-01-01 · Heft 1 · page 82

    82 Meinung, die Wählbarkeit der Beamten zu streichen, da auf die Bewilligung von Diäten für dieselben keine Aussicht fei, denn es könnten sonst gerade Beamte in den Reichstag kommen, von denen er es nicht wünsche. Als in derselben Sitzung d…

  8. 1869-01-01 · Heft 1 · page 83

    83 tage der übrigen norddeutschen Sraaten — die aus den Berathungen des ersten Reichstages hervorgegangene Verfassung seiner Beschlußfassung zu unterstellen und zu genehmigen. Je größere Verdienste Lasker unstreitig um das Zustandekommen di…

  9. 1869-01-01 · Heft 1 · page 84

    84 dem Zweifel, der sich erhoben hat, nicht unwirksam die Thatsache entgegenzustellen, daß Männer, die ergraut sind im Kampfe gegen die Regierung und während desselben keine Opfer zu groß gehalten haben, das sie zu bringen gezwungen waren, …

  10. 1869-01-01 · Heft 1 · page 85

    85 dieses Zeugniß beruft er sich jetzt. „Wo es sich unr die Zukunft des Vaterlandes handelt, werde ich immer auf der Seite stehen, welche nach meiner Ueberzeugung die Interessen desselben fördert. Und selbst wenn der Strom der Gegenwart geg…

  11. 1869-01-01 · Heft 1 · page 86

    86 Spannung erwarte, erwiederte der Präsident, daß das Herrenhaus darüber noch keine Mittheilung gemacht habe. Am folgenden Tage den 1. Juni wird die Session geschlossen, und die Discussion über das Für und Wider der angenommenen norddeutsc…

  12. 1869-01-01 · Heft 1 · page 87

    87 t)te indireclen Steuern unterzogen waren; endlich der Wegfall des Herrenhauses, mit welchem der Bundesrath keineswegs zu vergleichen ist. Allerdings beruht das Heerwesen in der Bundesverfassung auf der Armee-Reorganisation, die Gegenstan…

  13. 1869-01-01 · Heft 1 · page 88

    Partei in den Reichstag ein, der am 10. September eröffnet wurde. Reichstag. Die große Arbeitskraft Lasters, die in seiner ganzen bisherigen parlamentarischen Thätigkeit bewundernswürdig war, erreichte in dem nunmehrigen ersten legislatoris…

  14. 1869-01-01 · Heft 1 · page 89

    89 anstrebte, um von ihr aus die Entwickelung des deutschen Bundes, die Einheit Deutschlands zu fördern, und er ohne dieselbe keinen festen Punkt erkannte, von welchem aus die Hebel zur nationalen Erweiternng und Vollendung erfolgreich in B…

  15. 1869-01-01 · Heft 1 · page 90

    90 Batifert mit dem seinigen, betreffend die Aufhebung der Zinsbeschränkungen, die Bereits dnrch frühere parlamentarische Verhandlungen und Erörterungen in der Presse spruchreif sei. Am 4. Oktober Bemängelt er in viermaligen Ausführungen da…

  16. 1869-01-01 · Heft 1 · page 91

    91 werde, für einzelne Fälle der Gesetzgebung im Bundesrathe und Zollparlament an den Verhandlungen der Beschlüsse des Norddeutschen Bundesraths und Reichsrathes Theil nehmen zu lassen. Lasker bezeichnet diesen Antrag als den Weg, den man z…

  17. 1869-01-01 · Heft 1 · page 92

    92 als auch darthut, daß sein Antrag ein Bedürfniß des Volkes ausspreche und im Herzen der Nation seiner Erfüllung ent-- gegenharre, lehnt gleichzeitig an die Aeußerungen des Bundeskanzlers an, exemplifizirt dieselben im Sinne der Bestrebun…

  18. 1869-01-01 · Heft 1 · page 93

    Er wendet sich gegen die Anhänger der Staatshülfe für die Arbeiter und erklärt: Es giebt kein schlimmeres Zeichen der Zeit, keine confusere. Vorstellung ist in den Kopf des Arbeiters gegangen, als die von der Staatshülfe, von einem Geschenk…

  19. 1869-01-01 · Heft 1 · page 94

    94 selben aus, weil sie die schlechteste Eroberung wären, welche mit den neuen Provinzen gemacht sei, und als am 18. Oktober der Gesetzentwurf betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienste berathen wird, führt er in langer und eindringlich…

  20. 1869-01-01 · Heft 1 · page 95

    95 grundsätzliche Garantie des Briefgeheimnisses in dies Gesetz hineinbringen." Mit diesem nunmehr in der Verfassung gewährleisteten Gesetze kam, wie sich Laster später einmal darüber ausläßtz wiederum ein Grundrecht des Volkes zur Geltung,…