Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1869
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 93)
- Language
- German
- Belongs to
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Er wendet sich gegen die Anhänger der Staatshülfe für die Arbeiter und erklärt: Es giebt kein schlimmeres Zeichen der Zeit, keine confusere. Vorstellung ist in den Kopf des Arbeiters gegangen, als die von der Staatshülfe, von einem Geschenk, wofür er keine Gegenleistung giebt ... Es ist ein Widerspruch, wenn derselbe Arbeiter, der an den höchsten politischen Rechten mit seinen Bürgern Theil nimmt, in den übrigen Beziehungen seines Lebens heruntergedrückt wird, wenn er nicht auch sittlich auf dieselbe Stufe mir den anderen Bürgern gehoben wird ... Der Arbeiter hat jetzt thatsächlich nicht dieselbe Freiheil wie der Arbeitgeber, sich zusammen zuthun, um mit vereinter Kraft auf die Herstellung des wirklichen Lohnes seiner Arbeit hinzuwirken. Diese Freiheit wollen wir herstellen: Das ist das Coalitionsrecht. Dies Coalitionsrecht wird aber nur eine Wahrheit, wenn wir auch die Beschränkungen aufheben, welche gegenwärtig bestehen in der Wahl des Arbeitgebers und in der Wahl des Arbeitnehmers." Er beleuchtet vom höchsten Gesichtspunkte aus das Prinzip, welches dem Gesetzentwürfe zu Grunde liegt und fährt dann zur Begründung seines dazu eingebrachten Amendements fort: „Mit Herstellung der Coalirionsfreiheit ist Gefahr vorhanden, daß in einer Stunde der Erregung die Arbeitgeber oder Arbeitnehmer sich bei schweren Geldstrafen verpflichten, von ihrer zu gewissen Zwecken geschlossenen Vereinigung nicht zurückzutreten. Deswegen haben wir die Bestimmung aufgenommen, daß solche Verträge civilrechtlich ungültig sind und nicht eingeklagt werden können." Der Gesetzentwurf wurde angenommen und verdankt dies nicht zu geringem Theil dem Lasker scheu Amendement; indeß ist bis jetzt die Zustimmung des Bundesrathes noch nicht erfolgt. Bei der Berathung über die Petition, betreffend die möglichst baldige Aufhebung aller öffentlichen Spielbanken innerhalb des norddeutschen Bundes, am 16. Oktober, spricht er sich mit Entschiedenheit für die sofortige Schließung der-