Mannheim
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  1. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 51

    o o Herr Ar. Wshlgeumth und die Richtlinien 51 ganzen Heidentum hatte es die Opfer, die schon der Midrasche) und vor allem Maitnonides^) als Anpassung an heidnische Sitten 3) s. Vt idrasch Wajikra r a b b a zu 3/M os. 17, 3: Es .war einmal …

  2. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 52

    …s und nicht Opfer."") Rein einziger Prophet der älteren Zeit dringt auf Beobachtung der Zeremonialgesetze. Amos, Hosea, Jesaja reden mehr als geringschätzig von dem zeremonialen Rultus.'6 7 8 * 10) Ieremia hält auf Zeremonien ebensowenig wie sein…

  3. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 53

    …ird .auch in Deutero-Jesaja (56, 2; 58, 13) hervorgehoben. 19) f. Jer. 17, 26; 33, 10, 18. — Jes. 56, 7.. -°) f. Talmud babli Menachoth 45a: Wäre nicht Chananja Len Chiskia gewesen, so hätte man das Buch Ezechiel ausgeschlossen, weil seine Worte…

  4. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 54

    …en .Gebote (der sieben noachidischen Gebote) aber nichts Zeremonielles verlangten. Die letztere Ansicht vertreten u. a. Jehuda halevi (Knsari III, 10), R. Mose aus Couch (in der Vorrede zu 8. M. G.), die Midraschstelle (Bemidbar rabba zu 4. M. 15, 39): …

  5. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 55

    …ieser Beschuldigung getroffen? Hat Herr Dr. wohlgemuth nicht bedacht, wie er die Propheten Hosea und Amos und Micha und Jesaja und Jeremia lästert? Wie er sie zu Ketzern macht und zu Zerstörern des Iudentums? Denn in ihren „Richtlinien" ist nicht…

  6. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 56

    56 Herr Ar. Mshlgrnmth und dir Richtlinien o o 0 o Und nun wage es Herr Dr. wohlgemuth noch einmal, „das Rleine groß und das Große klein zu nennen"*»), die Zeremonialgesetze zum wesentlichen des Judentums zu machen und uns zu schmähen, daß …

  7. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 57

    o o o o Herr Ar. MshLgrumth und die Nichtlinien 57 Aber wir denken nicht daran, auf die durch einen dreitausendjährigen Läuterungsprozeß geadelten Formen des Judentums, auf den wunderbaren Kultus, auf die sinnige Weihe der Sabbate und Feste…

  8. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 58

    58 Herr Ar. Wohlgemuth und die Richtlinien o o o o sprechen. Zweitens in solche, welche den Bedingungen in keiner Weise entsprechen und durum abzulehnen sind. Drittens in solche, bei denen das subjektive religiöse Empfinden, Erziehung und a…

  9. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 59

    o o o o Herr Ar. Wohlgemutst und die Richtlinien 59 nach die völlige Verwerfung des Religionsgesetzes gewesen." L)ier ist es an der Zeit, einmal ein ernstes Wort über den verpflichtungs- 2 rund des Religionsgesetzes zu reden, denn das ist d…

  10. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 60

    …f äußerer Bindung, Religion auf innerer Gesinnung und Stimmung. Religiöse Tat ohne entsprechende Gesinnung ist, so sagt Moses Mendelssohn,33) „ein leeres Puppenspiel". „Religiöse Handlungen," so fährt dieser fromme weise fort, „müssen aus dem Geiste kommen …

  11. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 61

    o o o o Herr Ar. MohLgernuth und die Richtlinien 61 © weh, Herr Dr., das haben Sie zu böser Stunde gesagt, warum haben Sie sich auch eine solche Blöße gegeben? Das ist es ja, weshalb so Vielen gerade aus dem orthodoxen Lager ihr ganzes Jude…

  12. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 62

    -62 Herr Ar. Mshlgemuth und die Richtlinien 0 O O O Unter dem Hauptverbot: Schreiben und Auslöschen der Schrift), Buchstaben zerstören aus Torten, wenn die Buchstaben nicht aus der Ruchenmasse, sondern aus dem Zuckeraufguß hergestellt sind!…

  13. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 63

    Ar. Norden: „Nu sollst deinem Kinde erzählen" 63 men umgangenen Satzungen und Bestimmungen in einem unheilbaren Widerspruch. Am Tage der Ruhe soll man „keine Lasten tragen". Wenn aber der Blinde seinen leitenden Stab nicht tragen darf (usw.…

  14. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 64

    64 Ar. Norden: „An sollst deinem Kinde erzählen" selbständig zu fragen versteht, wenn ihm die Frage zwar auf den Lippen schwebt, ihm aber die Gewandtheit abgeht, sie in die geeignete Form zu kleiden: so beginne d u mit ihm zu reden, lies ih…

  15. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 65

    o o O o Gedichte eines deutschen Inden 65 müssen, weil er Ausflüchte suchte, wo er der Jugend sein Herz hätte öffnen müssen, weil er einen Riegel vorgeschoben, wo er das Tor weit hätte auftun müssen. Sollte ein solcher Zustand etwa den wüns…

  16. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 66

    66 Gedichte eines deutschen Juden Mit Rettung ihrer selbst beschäftigt, Verkennen sie den Gang der Zeit, Zndes die Menschheit, neu gekräftigt, Sich ihrem neuen Gotte weiht. Dem Gotte, der zum Menschen nimmer, Nur durch den Menschen zu uns s…

  17. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 67

    Rundschau : Elberfeld 67 Rundfchau. Elberfeld, 23. Febr. \913. Am Sonntag, den \<5. Februar, fand im roten Saale der Stadthalle eine öffentliche Versammlung unserer (Ortsgruppe statt, in welcher Herr Rabbiner Dr. Loblenz aus Bielefeld das T…

  18. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 68

    …ubjektivismus" und der „öden Negation" vertrete. An der Hand der Geschichte — wies er nach, daß man zu allen Zeiten von Jeremia bis Moses Mendelssohn die Träger des fortschrittlichen Gedankens mit solchen Mitteln bekämpft habe. Sie wurden wegen de…

  19. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 69

    0 0 0 o Rundschau: Ratibor 69 der Sabbate und Festtage gefordert, das schlichte biblische Arbeitsverbot in seine Rechte eingesetzt und die Maßlosigkeit in der Auslegung und Ausdehnung dieses Verbots zurückgewiesen. Dem Zusammenhang des Einz…

  20. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 70

    70 Rundschau: Bonn — Hamburg o o o o Richtlinienstreit ein sehr zu begrüßendes Zeichen frischen religiösen Lebens sei. An das Referat, das 'frei von jeglicher polemischer Schärfe war, schloß sich eine zum Teil sehr erregte Debatte an, in de…