Mannheim
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  1. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 138

    … über ihre Wirkung könnte der Berliner Zugendbund Bände schreiben. Lin Bild davon geben auch die Ausführungen des Herrn Hans Goslar, der als Delegierter des Berliner Vereins den „Züdisch-liberalen Zugendverein" angriss, „weil er einen Keil in die einh…

  2. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 139

    Adolf Philippsbsrn: Mir jungen liberalen Juden 139 bundes nicht! Aus seinen Worten geht deutlich hervor, wozu er — und nicht er allein! — diese ganze Bewegung mißbrauchen will: für den Zionismus gegen das liberale Judentum! Oder ist das noc…

  3. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 140

    140 Adolf PHUippsbsrn: Mir jungen liberalen Inden Zudenfrage bringen. Je weiter die Menschheit vorschreitet, um so mehr wird dos Rechtsbewußtsein wachsen, um so gerechter wird sie werden. Aus diesen Gründen kommen wir liberalen Juden zu ein…

  4. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 141

    … Reformjudentums nicht nur Juden dem Namen nach sind, sondern sich im Dienste der jüdischen Allgemeinheit bewähren, wie Ludwig Geiger, Martin P>hilippson, Franz philippson, Lmil G. pirsch, Franz Oppenheimer und andere. Ich könnte als besonders bedeutend…

  5. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 142

    …ie Reformation hervorgerufen 'war, und in den Reihen beider christlichen Bekenntnisse gab es zahlreiche Uebergetretene. Johannes Pfefferkorn, der ehemalige Fleischer und der Dominikanermönch und Führer Rabbi Victor von Rarben waren es, die einen Angriff auf di…

  6. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 143

    …tutio Thristianae Religionis" auf feine Kosten in 30,000 Exemplaren abdrucken und verbreitete sie kostenlos in Spanien. Antonius Margaritha, der Sohn des Rabbi Jacob Margalit in Regensburg, war ein anderer Schützling Luther's und wurde zum Verleumder des Jude…

  7. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 144

    …amals keine Reform und in diesem Teile der Lrde gibt es auch heute noch keine Reform! Zankel Frank ist sicher nicht von Moses Mendelssohn beeinflußt worden, denn dieser war ein konservativer Zude, der nie für eine Reform eintrat, außer für eine weltliche Er…

  8. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 145

    …e das ganze Missionswesen für einen Betrug. Er lebt fetzt zurückgezogen in sehr bescheidenen Verhältnissen. Der zweite: Max Wertheimer erlitt Schiffbruch als Mann der christlichen Wissenschaft und wurde Geistlicher der Baptisten. Der dritte: Jerusalem Mo…

  9. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 146

    …aben wir, wie ich teilweise schon oben ausgeführt habe, einen Julius Maria Lowe, Lnkel von Mordechai Benet, Urenkel von Akiba Eger, k)eimann Tiktin, Urenkel von Abraham, Enkel von Salomon, Sohn von Gedaliah Tiktin, Abkömmlinge derer, die den Hamburge…

  10. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 147

    …e Taufe bietet. leopold Läw. Zu Erinnerung an feinen hundertjährigen Geburtstag. nr 22. Mai waren es hundert Jahre, daß Leopold Löw, einer der größten unter den großen jüdischen Theologen und Vorkämpfern des liberalen Judentums zu Tzernahora in Mähren…

  11. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 148

    …senden literarischen Schaffen ein Vorkämpfer des liberalen Judentums, gleich Abraham Geiger. hervorragenden Anteil nahm Leopold Löw an den Verhandlungen der beiden Synoden zu Leipzig und Augsburg (1869 und 1871). Im Auftrag der ersten israelitischen S…

  12. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 149

    …hl einzelnen zweifelhaft, ob auch dem Aaronidischen Katan die herkömmliche Priorität bei der Thoralektion gebühre; aber Hai Gaon gab sein entscheidendes Votum zu Gunsten der Priorität ab. Bei den Germanofranken ging der Katan schon im dreizehnten J…

  13. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 150

    150 Zum hundertjährigen Geburtstag von Leopold Föw Air Konfirmation. Auf traurige Irrwege war nicht nur die jüdische, sondern auch die christliche, namentlich auch 'die protestantische predigt geraten. Geläutertem Geschmacke waren die Pfort…

  14. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 151

    Zum hundertjährigen Geburtstag von Leopold Föw 151 Hunderten einheimisch, als sie in der protestantischen Kirche durch die Konfirmation zum Ausdrucke gelangte. Lin größeres oder geringeres Maß von Aktivität hatte auch das Herkommen dem Bar-…

  15. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 152

    152 Zum hundertjährigen Geburtstag von Fespold Föw Quellen hielten, ohne den Bedürfnissen und Anforderungen ihrer Zeit Rechnung zu tragen. Lin großer Teil der halachischen Literatur läßt aber im Gegenteil erkennen, daß die hervorragendsten …

  16. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 153

    i5a Zum hundertjährigen Geburtstag VSN Leopold Föw Es handelte sich dabei nicht um einen besonderen, mit der Fahrt verbundenen gottesdienstlichen, wohltätigen oder sonst verdienstlichen Zweck, sondern einfach darum, ob der im Wagen sitzende…

  17. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 154

    …r Sußmann aus Glogau nahm Anstoß an dem Gebrauche dieses Transportmittels und wendete sich, Belehrung verlangend, an H. Ezechiel Landau. Dieser erklärte, wenn auch nicht unbedingt, daß der Dresdener Usus im Gesetze seine Berechtigung hat. II. Die Frage, o…

  18. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 155

    Mas Wiener: Zur Geschichte der religiösen Aufklärung 155 Zur Gefdiichfe der religiösen Aufklärung. Von ITlax Wiener-Düffeldorf. II. Spinozas Stellung zur Religion in der Offenbarung. 'escartesH war in ängstlicher Scheu jedem offenen Konflik…

  19. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 156

    156 0 O Mar Wiener: Zur Geschichte der religiösen Aufklärung In diese rationalistische Grundstimmung müssen wir uns einfühlen, um die Punkte zu erkennen, an denen sich Spinozas Lehre von der Religion unterscheidet, wie sie im Gerzen des sch…

  20. 1911-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1911) · p. Seite 157

    …ualistische Stimmung trägt wohl die Hauptschuld an dem tausendjährigen Irrtum, daß die heiligen Schriften den Gläubigen allerhand theoretische Lehren über die Entstehung und Einrichtung des Weltgebäudes und seiner Teile schenken wollten. Spinoza suc…