Mannheim
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  1. 1912-01-01 · Heft 1 (Januar 1912) · p. Seite 18

    …lst das Böcklein nicht kochen, dieweil es an seiner Mutter Milch ist". * Wir persönlich neigen übrigens der Ansicht des Maimonides zu, der das verbot in dem gewöhnlichen Sinne nimmt und vermutet, daß es sich gegen eine heidnische Unsitte richte. Noch…

  2. 1912-02-01 · Heft 2 (Februar 1912) · p. Seite 26

    …r, die Halachisten des neunzehnten Jahrhunderts zu sein. Der gelehrteste und geistreichste unter diesen Halachisten ist Immanuel Löw gewesen, — man verwischt an ihm das Charakteristische, wenn man ihn, wie es bei seinem hundertsten Geburtstag meist ges…

  3. 1912-02-01 · Heft 2 (Februar 1912) · p. Seite 29

    …en viel zu sehr von einander ab, um zu einheitlichen Beschlüssen zu kommen. Die Meinungen innerhalb dieses Kreises, von Zacharias Frankel bis zu Holdheim, waren dazu nicht genügend geklärt. Möglich, daß es heute darum besser steht; ich wage es nicht zu ents…

  4. 1912-02-01 · Heft 2 (Februar 1912) · p. Seite 34

    …erschönern sucht, darum kein guter Jude sei. .Der Begriff der „Frömmigkeit" ist heute ein anderer geworden. So sagt Dr. Max Freudenthal in einem Aufsatz über „Frömmigkeit" in der Monatsschrift für liberaels Judentum: „Die religiöse Dienstleistung soll nic…

  5. 1912-02-01 · Heft 2 (Februar 1912) · p. Seite 35

    …gebührt, wenn es in deiner Macht steht, sie zu erfüllen." Und als nach der Zerstörung des Tempels die Schüler des Rabbi Jochanan ben Sakkai über den Verlust des Tempels und des Opferaltars klagten, rief ihnen der Meister tröstend zu: „Betrübt euch nicht, noch…

  6. 1912-02-01 · Heft 2 (Februar 1912) · p. Seite 36

    …t- Jude, ob Fremdling oder Feind ist." „Als die beste und höchste Art der Wohltätigkeit," so sagt der große Lehrer Mose Maimonides, „gilt diejenige, welche den Armen in die Lage versetzt, daß er späterhin die Wohltätigkeit nicht mehr in Anspruch zu n…

  7. 1912-02-01 · Heft 2 (Februar 1912) · p. Seite 47

    …ere sieht im Sabbat die beste Beglaubigung für einen höheren Ursprung des Zudentums; die Dichter — em^Zehuda palevi und Abraham ibn Esra — flochten ihm die schönsten Kränze. Der Kabbala ist der Sabbat willkommen zur Versenkung in die göttlichen Geheimnisse…

  8. 1912-03-01 · Heft 3 (März 1912) · p. Seite 58

    …n, daß wir uns entschließen, lauter jüdische Schulen, jüdische Realschulen und Gymnasien, jüdische Mädchenschulen 3, 1a Samson Raphael Hirsch zu gründen. Das wird aber nicht geschehen, weil wir nicht in das Ghetto zurückwollen. So werden also unsere Rinder so v…

  9. 1912-03-01 · Heft 3 (März 1912) · p. Seite 60

    …u fein. Sehen 'Sie doch nur hier in Frankfurt: wie haben sich 'die Frankfurter und andere orthodoxen Gemeinden um ihren Samson Raphael Hirsch geschart, wie Rabbiner Horovitz gefeiert und verehrt! wenn er in die Loge kommt, stehen fast alle auf; das macht nicht …

  10. 1912-03-01 · Heft 3 (März 1912) · p. Seite 63

    …ischen Charakter des Versöhnungstages verwischende Abweichung von der überall sonst gebräuchlichen Jomkippurfeier. Auch Abraham Geiger spricht sich von diesem Gesichtspunkt aus entschieden gegen die Pause am versöhnungsfeste aus, indem er sagt: „Die Bede…

  11. 1912-04-01 · Heft 4 (April 1912) · p. Seite 83

    O 0 c o MaX Wiener: Indische Denker des Mittelalters 83 Anders liegt das Verhältnis, wenn wir gewisse andere Ausschnitte aus dem Geistesle…

  12. 1912-04-01 · Heft 4 (April 1912) · p. Seite 85

    MaX Wiener: Jüdische Denker des Mittelalters 85 der Gffenbarungsglauben den Menschen die Achtung vor dem unvergleichlichen Wert de…

  13. 1912-04-01 · Heft 4 (April 1912) · p. Seite 88

    …t zurückgehen muß, aber weiter nicht erklärt werden kann?) von ihrer strengen Befolgung machte man offenbar den *) Auch Maimonides (More nebuchim, Abschnitt 48) hat schon erkannt, daß es keine Erklärung für das Verbot des gleichzeitigen Fleisch- und …

  14. 1912-04-01 · Heft 4 (April 1912) · p. Seite 96

    …st ihr Urheber? wo findet sich darüber etwas gedruckt? Für eine aufklärende Mitteilung würde ich sehr dankbar sein. Dr. Felix Goldmann, Rabbiner, Oppeln. Herausgegeben von der Vereinigung für das liberale Judentum Berlin W. 8, Mauerstraße 49. Für die Red…

  15. 1912-05-01 · Heft 5 (Mai 1912) · p. Seite 101

    …ir sein, eine Gesellschaft unter Ordensregel sind wir geworden! Die \5 Regeln des Rabbi Ismael, die Deutungsmethode des Rabbi Akiba brachten Leib und Geist hinter Kerkermauern und die geistigen Nachkom.men der Zaunbauer haben jede gebliebene Lücke und…

  16. 1912-05-01 · Heft 5 (Mai 1912) · p. Seite 118

    … bei den Orthodoxen und bei den Liberalen. Einer der energischsten Führer der Orthodoxie in den letzten Jahrzehnten war Samson Raphael Hirsch, einer der verdienstvollsten Bahnbrecher des Liberalismus Heinemann vogelstein. Nunmehr schilderte der Redner Vogelstei…

  17. 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. Seite 123

    …gemäß der Ansicht der Erklärer zu entscheiden ist. So ist z. B. in Polen und Ostdeutschland der meist noch erschwerende Moses Isserles maßgebend. Auch der Schulchan aruch weicht in vielen Punkten von den früher geltenden Bestimmungen ab. Er ist eben nur …

  18. 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. Seite 124

    …gion; höher als das Religions-Gesetz steht die Religion. . <Es mag genügen, die Worte eines so konservativen Mannes wie Zacharias Frankel anzuführen: „Wir halten uns nur an das Faktum, daß das Judentum selbst viele Veränderungen legitimiert, daß die frühere…

  19. 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. Seite 132

    … Zeit kennen zu lernen, da er auf einem Fuße stehen könne. Kurz vorher hatte der Heide dasselbe verlangen an den weisen Schammai gestellt, der der strengeren Richtung angehörte, von Schammai war er schroff abgewiesen worden, Hillel aber antwortete …

  20. 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. Seite 141

    …rlosch das Gaonat; WO starb (nach Rosenthal, Berlin WO, vgl. Graetz 5. Bd. ed. Eppenstein 5. 382) R. Gerschom; W° wurde Raschi geboren; gegen (0^0 verfaßte Bachja ibn pakuda das moralphilosophische Werk „Thoboth Ha-Lebaboth" (Herzenspflichten). D…