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234 Gelegenheit genug von Zeit zu Zeit den Wohnort zu verlassen und in anderen Städten einzukehren, und derartige Reisen Rabbi Elieser's galten in den interessirten Kreisen für Ereignisse. In jenen Tagen war das Reisen noch mit großen Umstä…
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235 häufte — nicht um seinetwillen, sondern um der Idee willen, die er im Judenthum verkörperte. Es hört sich wie ein Märchen an, was die Chronik über eine seiner Reisen nach Warschau zur Hochzeit seines jüngsten Sohnes berichtet, und unser…
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236 lebenskräftigen Stammes eigen ist, dessen Entwicklung man unterdrückte und dessen Interessen einseitig sich nur auf den engsten Gesichtskreis beschränkten. So erschien Rabbi Elieser für fie als eine besondere Erscheinung und sie wallfah…
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237 ein mechanischer Ausdruck gewisser Lustgefühle fest während Josua Heilpern aus Ungarisch-Brod behauptete: Lachen sei ein rein physischer Vorgang, der durch einen Kitzel hervorgerufen würde. „Wer kitzelt Dich? Wo kitzelt man Dich?" hatte…
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238 „Du lachst, weil Du ein Rindvieh bist . . .", eine schallende Ohrfeige begleitete diese Worte, „und ob Du nun Naturwissenschaften oder Gemore lernst, aus Dir wir Dein Lebtag nichts anderes werden als ein Ochs. Denn wer kein Gehirn hat —…
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239 das sie trennte. Instinktiv empfanden sie, daß in dieses jungen Menschen Seele manches sich regte, was als sündhaft und freventlich dem Geiste der Israeliten fern bleiben sollte. Zweifel vielleicht und noch Schlimmeres — was sie kaum zu…
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240 seines Lehrers eintrug. Einige Monate später hatte dieser ihm die Hatorah gegeben und gleichzeitig hatte er noch den Triumph, Moses Freund die Jeschiwe verlassen zu sehen. Rabbi Elieser hatte ihn, als zum erweiterten Studium nicht besäh…
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241 die ihr einen so besonderen Reiz verliehen. Jeder kannte sie nur mit holdlächelndem Antlitz und hörte das kleine, zwitschernde Lachen und Kichern, das oft an Stelle der Worte, der Ausdruck ihrer zusriedenen, heimlich-stolzen, heiteren S…
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242 im Hausflur begegnete, gerade als er sich zu ihrem Vater begeben wollte, hielt sie ihn an. Erröthend über das Ungewöhnliche dieses Schrittes stand sie ein Weilchen vor ihm, verlegen lächelnd, ehe sie die Frage vorbrachte, was am vorherg…
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243 Aber bis die „Jomtowim" vorüber waren, wollte er warten. Der Jude der damaligen Zeit gehörte bis nach dem „Jom Kippur" nur seinem Gotte. Er war in diesen Wochen der religiösen Vorbereitungen und Weihen sür das Neujahrs¬ und Versöhnungsf…
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244 von jener Stunde an, wo sie Mitgefühl und Güte in seinen Blicken begegnete, als er ihr von dem Bachurimstreit erzählt hatte. So waren sie Mann und Weib geworden und in einen glücklichen, gesegneten Ehe hatten sie ihr Leben in Frömmigkei…
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245 heim, wenn die Sabbathlichte erstrahlten, um inmitten der Seinigen, nach mühseligem Tagewerk des Sabbaths, Friede und Ruhe zu genießen. Dann war um ihn der Glanz und die Würde der altpatriarchalischen jüdischen „Schabbes"- Gebräuche aus…
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246 stellten Hof, gelegenen Zimmern war das Heim der jungen Leute eingerichtet. In der größeren der beiden Stuben saß Salomon bei seinen Folianten, die kleinere bildete das Ehegemach. Die Malzeiten nahmen sie mit den Eltern gemeinsam in der…
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247 arglosen Täuschung wurden sie nur durch die thörichten, grausamen Verfolgungen und Ungerechtigkeiten gezwungen, die man über sie verhängte. Zur Zeit aber als Rebekka Gins in das Haus ihrer Schwiegereltern kam, hatten die Juden verhältni…
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248 Gemara, während sie die feinsten und letzten Einzelheilten der ritualen Gebräuche überwachte und den heiligen Frieden eines gottgefälligen Hauses schützte und erhielt. Als sie einige Jahre so gelebt hatten und sie ihm mehrere Kinder geb…
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… die Gräber seiner Eltern. Auf „Kewer owaus" könne er auch von Breslau aus fahren, mit der Post käme man über Posen und Rawitsch in 3—4 Tagen hin. Im übrigen aber glaube sie, es sei besser für ihn, wenn er in einem Orte lebe, wo es große „Lamdonim"…
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250 dort? Hier leben wir doch so ruhig und „bekowet" und zufrieden." „Wir werden dort nicht anders leben. Alles, wie es geht und steht, nehm' ich dorthin mit. Und führen werd ich das Haus dort wie hier und wie Du es gewohnt bist in zweiundz…
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251 von der Straße ab, die in den weiten, schönen Königsplatz mündete. Aus den kleinscheibigen Fenstern der Wohnung sah man nach dem Platz hinüber, wie von einer einsamen Insel nach dem großen, brandenden Ocean. Und wer diesen Platz übersch…
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252 Breslau kamen, regte sich bald das Bedürsniß, neben den am Seminar vorgeschriebenen Studien ihr reifes Können in erweiterten Uebungen auszubauen. Das führte sie zu Reb Schlaume Herzberg. Der Ruf seiner Talmudgelehrsamkeit war ein bedeut…
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253 fromme, abgeschlossene Welt. Für das Leben der Bachurim hatte sie die wärmste Theilnahme und stand ihnen mit Rath und That bei. Wenn einer der oft sehr früh der eigenen Familie entfremdeten zu ihr kam, so durfte er sicher sein, jeder Ze…