Mannheim
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  1. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 186 · Zwei amerikanische Frauengestalten

    186 Hohe Ehre genoß die schöne Rebekka bei dem glänzenden Feste, das dem General Howe, als Oberbefehlshaber der englischen Truppen durch Clinton ersetzt, bei seiner Abreise von Philadelphia gegeben wurde. Dieses Fest, „Maschianza" genannt, …

  2. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 187 · Zwei amerikanische Frauengestalten

    187 als einer der reichsten Kaufherren und der größten Grundbesitzer in Pennsylvanien und den westlichen Territorien in hohem Ansehen stand. Nach Beendigung des Freiheitskrieges zog er sich vom Geschäfte zurück und widmete sich ausschließli…

  3. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 188 · Zwei amerikanische Frauengestalten

    — 188 — zu verehren. Der folgende Brief, durch welchen er einen jungen Künstler bei ihr einführte, drückt seine Hochachtung und Freundschaft für sie aus. New-Nork, den 4. November 1807. Zch habe kaum nöthig, Ihnen den Ueberbringer, Mr. Sull…

  4. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 189 · Zwei amerikanische Frauengestalten

    189 davon tief ergriffen. Sein Entschluß war schnell gefaßt, diese edle Frauengeftalt nach der von Irving erhaltenen Schilderung in Jvanhoe zu verewigen. Ob Irving auch der schönen Rebekka Franks in seinen Gesprächen mit Scott gedachte? In …

  5. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 190 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    Die jüdische Gesellschaft Keriins im 18. Jahrhundert. ' Von Ludwig Geiger. von einer jüdischen Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert spricht, muß von vornherein sich eine Beschränkung auferle…

  6. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 191 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    191 durch ihren Glauben, selbst nachdem sie ihn verlassen hatten, mitbestimmt war. Mendelssohn war im Jahre 1743 nach Berlin gekommen. Er kannte damals kein deutsches Buch und wurde, als er später ein solches benutzte, von den Vorstehern de…

  7. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 192 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    192 „Heber das Vorgefallene zwischen uns wollen wir einen Schleier ziehen und es der Vergessenheit übergeben. Ich werde Euch beide nicht aufhören zu lieben und das Mögliche thun, wenn wir auch in Rücksicht der Religion nicht einerlei Meinun…

  8. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 193 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    193 Dorothea fand ihren Verführer in Friedrich Schlegel. Sie ward ihrem Gatten untreu, ging zum Christenthum über und lebte mit ihrem zweiten Mann in einer überaus glücklichen Ehe. Sie war eine geistreiche Frau, deren Roman „Florentin" die …

  9. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 194 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    194 was gewöhnlich nur dann geschah, wenn ich über leichten Scherz empfindlich ward — dann sagte er wohl: ,,Sie sollen das doch vertragen können". Einer der späteren Gäste ihres Hauses, der lieber lobte als tadelte, hat in einer erst jüngst…

  10. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 195 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    195 «ine der ersten Schriftstellerinnen werden können. Sie begnügte sich damit,. Aphorismen zu schreiben und Briefe zu verfassen: „sie schrieb ihre Briefe, wie ich meine Werke schreibe", hat mir der große Historiker Ranke einmal über sie ge…

  11. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 196 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    196 mit ihrer Philosophie im Leben ein; ihr Denken wurde zur That, und wie sie mit ihrem Geiste in anderen Seelen unermüdlich Geistesfunken weckte, wie sie das Kleinliche in allen Herzen zu vernichten suchte, wie sie ohne aus ihrer Weiblich…

  12. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 197 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    197 Jüdinnen gegenüber mehr seinen Sinn für Schönheit als seinen religiösen Standpunkt geltend machte, hegte für Marianne zeitweilig zartere Gefühle und ließ sich von ihr und Sara Huldigungen und Geschenke gern gefallen. Aus den Briefen bei…

  13. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 198 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    198 Genie Goethe ist, das weiß ich, ich habe immer gesagt, ich gäbe 10 Jahre von meinem Leben, wenn ich Sternen's Lebenslauf um ein Jahr hätte verlängern können, aber Goethe tröstet mich einigermaßen über seinen Verlust, ich kann das Gewäsc…

  14. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 199 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    …ng erlangten, können hier charakterisirt werden. Zwei wie Isaak Euchel, der Wiederhersteller der hebräischen Prosa, und Hartwig Wessely, ein Meister der hebräischen Poesie, der aber auch gelegentlich in großen Zeitfragen schöne prosaische Worte zu sagen w…

  15. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 200 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    200 manden schonte. Er gerieth in großes Elend und wurde von dem Selbstmord nur durch seinen moralischen Muth zurückgehalten. Vor dem Uebergang zum Christenthum, zu dem Viele ihm riethen, hielt ihn seine unbeugsame Wahrheitsliebe zurück. De…

  16. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 201 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    …nie die alte Glaubenscocarde ändern, schon der Schein einer solchen Verleugnung erfüllte ihn mit Widerwillen und Ekel." Marcus Herz, der dritte aus diesem Kreise, stand auf demselben philosophischen Standpunkte wie Bendavid. Auch er war Kantianer wie …

  17. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 202 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    202 entweder den Kampf des Lebens mit großer Energie und geringem Gewinn führen oder brachten es höchstens zu mäßigem Wohlstände; Friedländer dagegen war ein reicher Mann, der feine Schätze mehrte. Fanden Jene, außer Herz, nur in den Kreise…

  18. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 203 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    203 des treuen Dieners seiner Kirche war es zu danken, daß Friedländer die verhängnißvollen Folgen seines zwar nicht unbedachten, aber unklaren Schrittes nicht zu ziehen brauchte. Friedländer blieb Zeitlebens seinem Glauben treu, aber er ge…

  19. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 204 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    204 deutsche Bücher las, und dem Manne, dessen edel gehaltene, weisheitsvolle Schriften bei den Deutschen, die er nun als sein Volk betrachten konnte, allgemeine Theilnahme und Bewunderung erregten und dessen gesammtes Wirken bei seinen Gla…

  20. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 205 · Die jüdische Gesellschaft Berlins im 18. Jahrhundert

    205 nisten in Mendelssohn's Schriften, ihm die gebührende geschichtliche Stellung anweisen, so muß er mancherlei bedenken.-Zunächst, daß Mendelssohn kein unabhängiger Schriftsteller, sondern ein vielbeschäftigter Kaufmann war, der seinem Be…