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  1. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 166 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    …nder Natur sei. Sein Hauptlehrer R. Schalom pflegte die Frucht zuerst in kaltes Wasser zu tauchen und dann zu genießen. Moses Heß (Orient 1842 S. 685) hält diese Stelle für interpolirt, weil sie einen Anachronismus hinsichtlich der Erdäpfel, die He…

  2. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 167 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    167 Im Maharil gestattet Jacob Levi für die aramäisch abgefaßte Formel KjPDrri XT»n bl in deutscher Uebertragung zu sagen: sirr «emix bn. Urhab bezeichnet nach Schmidts schwäbischem Wörterbuch so viel als Sauerteig. Demnach ist (nach talmud…

  3. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 168 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    168 einem Verlöbniß vor Zeugen aus dem Laienstand. Der von Jsserlein angeführte Sprachgebrauch läßt vermuthen, daß noch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Steyermark, der Heimath Jsserleins, die christliche Ehe von der Mitwissensc…

  4. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 169 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    169 wird darin mitgetheilt, daß in einer Streitsache zwischen R. Tobia und R. Friedet der Elftere darauf bestand, daß die Verhandlungen in deutscher Sprache abgefaßt werden, während Letzterer behauptete, daß sein Anwalt deutsch zu schreiben…

  5. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 170 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    170 Die angeführten Beispiele und Nachweisungen für diedeutsche Sprache können vermehrt werden. Sie mögen aber für dieses Mal genügen, da ich nunmehr dazu übergehen rciÜ,. die sprachlichen Elemente bei den Juden in Littauen und darüber hina…

  6. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 171 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    …Leben am Feste angelegte Kittel gemeint sei. Erst aus den von den Schülern des R. Meier Rothenburg gesammelten Noten zu Maimonides*") hört man: Wer am Sabbath und Feste die Kleidung der Werktage nicht wechseln kann, weil er ein zweites Gewand nicht b…

  7. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 172 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    172 zur Zeit des Verfassers des Maharil scheint der zweite so nebenher gehende Grund noch nicht maßgebend gewesen zu sein. Denn außer öem, was oben bei der Braut erwähnt ist, führt er in seinem Buche noch den Brauch rother Leichengewänder a…

  8. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 173 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    173 friedigung, die im Laufe des Vortrages sich immer mehr steigert, den inneren Widerspruch auseinander, welchen die beiden Stellen bei näherer Vergleichung enthalten. Um einen Ausgleich herbeizusühren, wirft er Fragen auf, zu deren Lösung…

  9. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 174 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    … hört die Worte von meinen Lefzen. Ich will euch meine Noch entplecken; vielleicht wird sich enkerHarz derbarmen." Wäre Jacob Grimm Zeuge dieses Gespräches, er würde nicht wenig erstaunen, bei diesem Sohne des Ostens die ächte deutsche Sprache des Mit…

  10. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 175 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    175 13. Jahrhunderts finden wir den Namen Lais nicht blos von jenen epischen Liedern oder erzählenden Gedichten, sondern in der ganz allgemeinen Bedeutung von Lied, Weise, Gesang, Ton überhaupt gebraucht. Es ist das anglo-normandische urd a…

  11. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 176 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    …scharf, zornig und böse (siehe Schmeller I, S. 1158). ' In der hebräischen Discussion bezeichnet es einen Ausspruch des Maimonides im Jad hachasaka, der durch einen gegen ihn erwiesenen Widerspruch nicht zur klaren Lösung gebracht werden kann. Man sa…

  12. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 177 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    177 z. B. Zöchen für Docht gebrauchen und der elfjährige Knabe legte sich die Etymologie zurecht, daß es vom hebräischen pin, das Innere (des Lichtes nämlich) herzuleiten fei. Natürlich konnte er nicht ahnen, daß bereits die alte Aventiner …

  13. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 178 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    178 „Gottwilche, Gottwilkem, gotticum skolcoum" heute noch erhalten, wobei weder Grimm noch Schweller ahnen konnten, daß noch heute unter den Juden des Ostens zum großen Theile diese Begrüßungsformel, welche ,,s' Gott soll kommen" bedeutet,…

  14. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 179 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    179 zu stehen, > um einen Vorübergehenden zu erhaschen und ihn nach Neuigkeiten auszufragen, während Weinhold in seinem klassischen Buche „Die deutschen Frauen im Mittelalter" schreibt (II S. 193): „Eine liebe Unterhaltung der Frauen, auf d…

  15. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 180 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    180 der Rede der Freidenker wie der Strenggläubigen, der Gebildeten wie der Ungebildeten bemerkt. Denn das Berufen oder Beschreien gehört zu weitverbreitetem Aberglauben: durch das laute Reden < namentlich über den erfreulichen Zustand oder…

  16. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 181 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    … Eommentar in der Münchener Handschrift noch hinzufügt ]U£62 pHNb was correcter in Or Sarua II, S. 180 prw n"S2 (vergl. Raschi zu Sabbat 77 b., Schlagw. niTüS wo ebenfalls so, statt pH Zu lesen ist) lautet. Dies ist das altdeutsche 8arroch oder s…

  17. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 182 · Die mittelhochdeutsche Sprache bei den Juden

    182 nicht so fremdartig zu klingen, wenn man an viele andere Wörter denkt, welche in gleicher Weise hebräisirt wurden, oder wie hebräische Wörter deutsche Flexionen erhalten haben. 13) Derselbe absolvirte in 7 Zähren den Cursus der Elementa…

  18. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 183 · Zwei amerikanische Frauengestalten

    …ftliche Leben einen sehr wesentlichen Einfluß. Weit früher als die reichen und schönen Jüdinnen in Berlin und Wien, die Henriette Herz und Rahel Levin, die Frau von. Arnstein und von Eskeles, ihre Salons eröffneten und Diplomaten und Fürsten, Künstler un…

  19. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 184 · Zwei amerikanische Frauengestalten

    …s, wurde im Jahre 1688 in Deutschland, wie wir vermuthen, in Hannover geboren; sein Vater Naphtali oder Aron Franks war Hofjude und Freund des Kurfürsten Georg, des spätem Königs Georg I. von England. Als junger Mann begab sich Jakob, der ein tüch…

  20. 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 185 · Zwei amerikanische Frauengestalten

    185 Parker Zeitung nach feinem Hinscheiden von ihm rühmte, ein Gentleman von liebenswürdigem Charakter, ein zärtlicher Vater, ein streng redlicher und gewissenhafter Kaufmann, ein hülsreicher Freund den Armen, leutselig und freundlich gegen…