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  1. 1916-10-25 · Heft 2 (25.10.1916) · p. Seite 56 · Geschichtsphilosophie und Judentum [Rezension]

    …end war, ist in andern Völkern aufgegangen .... . Dies und noch manch anderer Gedanke über Juden und Judentum steht bei Ricarda Huch zu lesen. Wir weisen darauf hin, aber wir versuchen keine Kritik. Wer möchte Weltanschauung gedanklich widerlegen? Hier…

  2. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. [Seite] · Königreich Polen

    …litik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Erscheint zweimal im Monot unter Mitwirkung von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann Cohen / Alexander Eüasberg Dr. Adolf Friedemann / Geh. Justizrat Dr. Eugen Fuchs Dr. Franz Oppenheimer iiiiiimiiiiiitiimiimii…

  3. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 58 · Königreich Polen

    55 diesen auch die Befreiung von dem russischen Joch verbürgt, so liegt doch ihre Zukunft noch unsicher in der Hand eines Volkes, das zwar viele Beweise hochherziger und ritterlicher Gesinnung gegeben hat, das sich aber doch nicht immer fre…

  4. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 59 · Wir und die Ostjuden

    59 finden einer kompakten jüdischen Volksmasse mit ausgesprochener Eigenart in Tracht, Sprache und Lebensführung eine Entdeckung bedeutete. Eine Entdeckung, die um so widerstreitendere Gefühle auslöste, als sie mit einem Zustande gesteigert…

  5. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 60 · Wir und die Ostjuden

    60 folgern des Sektenstifters „Baal Schern", der zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Wolhynien lehrte, hat zwar Wunderglauben und Abschließimg gegen weltliche Kulturneuerungen mit sich gebracht, ist aber doch auch nicht ohne erfreulichere Fol…

  6. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 61 · Wir und die Ostjuden

    61 deutschen Juden die doppelte Pflicht, der Entwicklung mit der größten Aufmerksamkeit zu folgen und alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um dem jüdischen Elemönt drüben die Entwicklung seiner Eigenart und die Erhaltung der jüdische…

  7. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 62 · Wir und die Ostjuden

    62 für das Erreichbare und jeder Wirklichkeitssinn, — auch das eine Folge langwährender Unmöglichkeit, irgendwie an der Selbstbestimmung des eigenen Schicksals mitzuarbeiten. Dazu kommt, daß Völker, von denen ein starker äußerer Druck genom…

  8. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 63 · Wir und die Ostjuden

    63 Natürlich bedarf es bei allen Schritten, die von Außenstehenden unternommen werden, vielen Takts und großer Vorsicht, wenn nicht statt des Guten Schaden gestiftet werden soll. Zunächst schon deshalb, weil die Zukunft dunkel vor uns liegt…

  9. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 64 · Wir und die Ostjuden

    64 Gegebene, sind doch auch bisher die Kinder in den religiösen Schulen — den Chedarim — im Jargon unterrichtet worden. Polen war auch zur Zeit seiner früheren Selbständigkeit nie ein Nationalstaat, sondern stets ein Nationalitätengebilde. …

  10. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 65 · Wir und die Ostjuden

    65 nur große Mittel, sondern auch Verständnis für die Psyche, die religiöse und volkliche Eigenart des jüdischen Stammes gehört. Der polnische Beamte kann beides nur in seltenen Fällen besitzen und dem gebildeten Juden Polens fehlt es oft a…

  11. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 66 · Wir und die Ostjuden

    66 bination gefordert werden kann und muß. Auf diesen Punkt allein aber beziehen sich die abweichenden^Meinungen, soweit ich sie kenne. Jüdische Politik ist ein schweres Ding. Ohne tatsächliche Machtmittel, abhängig von der Gunst Dritter, u…

  12. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 67 · Eine Erklärung der polnisch-jüdischen Assimilanten

    67 garantierten Obersten Nationalen Kulturrates grundsätzlich annehmbar ist, also eines Orgahes, welches die Erziehung und kulturelle Ent Wickelung der jüdischen Jugend auf der sprachlichen Selbstbestimmung und auf diesbezüglicher Matrikuli…

  13. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 68 · Wege der Gemeindepolitik

    68 nisses44; die Juden gaben sich damit zufrieden. So entstanden in Preußen ebenso wie in anderen Ländern mit ähnlicher Emanzipation die heute als „WestjudenM bezeichneten, entnationalisierten Juden mit einem nur zum Glaubensbekenntnis verb…

  14. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 69 · Wege der Gemeindepolitik

    69 Verwaltung, die Gemeinden, in ihrer Bedeutung immer mehr zusammenschrumpften, während anderseits der Kreis der jüdischen Aufgaben wuchs? Wie kam es, daß die Gemeinden nicht selbst nach der notwendig gewordenen jüdischen Arbeit griffen, s…

  15. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 70 · Wege der Gemeindepolitik

    70 eine umfangreiche Wirksamkeit entfaltet, sondern auch nach außen den Regierungen und Behörden gegenüber sich einen großen Einfluß gesichert hat; so hat die Einseitige Kultustätigkeit die Gemeinden inhaltsleer und einflußlos gemacht, Sind…

  16. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 71 · Wege der Gemeindepolitik

    71 vertretenen Standpunkt im Prinzip angenommen, in dem er einer von Herrn Justizrat Friedmann-Glogau vorgeschlagenen Resolution zugestimmt hat, nach welcher Verbände von Gemeinden zur Erfüllung finanzwirtschaftlicher Aufgaben gebildet werd…

  17. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 72 · Wege der Gemeindepolitik

    72 und Ritus sich befaßt, wird über innere Kämpfe und Gegensätze nicht hinauskommen: sie wird unter ihren Mitgliedern Mißtrauen züchten und nicht gegenseitiges Vertrauen erwecken. Sie legt ihre Tätigkeit lahm und kommt nicht zur Erfüllung i…

  18. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 73 · Über die Stellung des Salomonischen Tempels in der Weltarchitektur

    73 völlig müßig und überflüssig zu sein und sind es auch meistens. Wenn man aber einmal näher darüber nachdenkt, so zeigt sich doch, von welch' entscheidendem Einfluß die geographische Lage für ein Kulturzentrum sein kann, wenn es sich um d…

  19. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 74 · Über die Stellung des Salomonischen Tempels in der Weltarchitektur

    74 sich rechts und links der dunkle Raum ausdehnte! Jede architektonische Wirkung desselben ging dadurch vollkommen verloren. Diese durchaus unbefriedigende, aber einmal als sakral anerkannte und deshalb mit dem allen religiösen Dingen eige…

  20. 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. Seite 75 · Über die Stellung des Salomonischen Tempels in der Weltarchitektur

    75 wegen der Vergänglichkeit des Materials nicht erhalten sind, während dieses bei den aus dem lebenden Fels gearbeiteten Grotten viel besser der Fall ist, müssen dem Baumeister die Anregung gegeben haben. Die Ägypter waren viel zu selbstbe…