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Neue jüdische Monatshefte · 1916-11-10 · Heft 3 (10.11.1916) · p. [Seite]

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1916-1917
Issue
Heft 3 (10.11.1916)
Article
Königreich Polen
Date
1916-11-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Erscheint zweimal im Monot unter Mitwirkung von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann Cohen / Alexander Eüasberg Dr. Adolf Friedemann / Geh. Justizrat Dr. Eugen Fuchs Dr. Franz Oppenheimer iiiiiimiiiiiitiimiimiimmimiiiiriiiiimimiiiiiim I. Jahrgang 10. November 1916 Heft 3 uiitmiitHiiiiimiiimmimiimiiiiiiiiiiiimiiiu Diese Zeitschrift ist ein offener Sprechsaal für Jedermann, Für den Inhalt der Artikel übernehmen die Autoren selbst die Verantwortung Königreich Polen Als die verbündeten Heere der Mittelmächte in Polen einrückten, erging eine Proklamation der kommandierenden Generale, welche alle Polen zur Erkämpfung ihrer Selbständigkeit aufforderte. Späterhin hat der deutsche Reichskanzler dem Weichsellande versprochen, man werde es nicht wieder der russischen Bedrängerherrschaft ausliefern, und schon seit längerem war bekannt, daß man die Wiederherstellung des Königreichs Polen plane. Nun wird verkündet, daß Deutschland und Österreich übereingekommen sind, einen selbständigen Staat mit erblicher Monarchie und konstitutioneller Verfassung zu bilden, der in enger Verbindung mit den Mittelmächten stehen soll. Somit ist der alte Traum des aus seiner Erniedrigung neu erstehenden Polens zur Wirklichkeit geworden, und der weiße Adler hebt wieder seine Schwingen. Ruhmvolle und große Erinnerungen sollen in einem eigenen Heere weiterleben, und die '„Mittelmächte hoffen, einen freien, glücklichen und seines nationalen Lebens frohen Staat neu erstehen und aufleben zu sehen44. Wir schließen uns diesen Hoffnungen aufrichtigen Herzens an, weil wir diesen gewichtigen politischen Schritt als einen Sieg der Freiheit und des nationalen Gedankens begrüßen, und weil er uns zeigt, daß es eine historische Gerechtigkeit gibt. Ein jedes Volk hat ein wohlbegründetes Recht auf eigene politische und kulturelle Selbstbestimmung. So auch die Polen, denen man sie so lange vorenthalten hat. In der begleitenden halbamtlichen Erklärung heißt , es, daß es sich um einen kühnen Schritt handele, dem nicht ein jeder ohne Bedenken und mit ganz freudigem Herzen zustimmen könne. Auch unter uns Juden lasen viele mit klopfendem Herzen von diesem weltgeschichtlichen Geschehen, das über die Zukunft von Millionen unserer Glaubens- und Stammesbrüder entscheidet. Wenn es

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