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19161920
  1. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 674 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    674 wöhnlich unterschätzt werde; denn für die Religion sei das orthodoxe östliche Judentum ein unerschöpflicher und unersetzbarer Jungbrunnen1). Der „Cheder" ist seinem Wesen nach durchaus eine hebräische Schule; in ihm werden ausschließlic…

  2. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 675 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    675 ligionsschulo — unbeschadet ihrer religiösen Grundlage, die unbedingt erhalten werden muß — zu einer Lebenschule, zu einem Bildungsträger und zu einein Fundament für die wirtschaftliche Daseinsmöglichkeifc werde; daß ferner die einfachs…

  3. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 676 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    yj6 _^___ jChedarim das Hebräische die alleinige Umgangssprache werden. Der i;Lehrplan wurde dahin erweitert, daß zu den Teligiös-nationalen Fächern ein systematischer hebräischer Sprach- und Literaturunterricht hinzukam, und auch die nachb…

  4. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 677 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    677 ein geläuterter Kulturgeschmack — oder sagen wir: der deutsche Geist — in der Erziehung von Volk und Jugend allerlei Verordnungen, wie z. B. feste Lehrplannormen, schulhygienische Vorschriften usw. notwendig machen, die süßen Gewohnheit…

  5. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 678 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    678 zulernen, den diese bereits Ende 1915 zur Schulfrage eingenommen und in der „Hazefira"' als Beschluß veröffentlicht haben. Dieser Beschluß lautet: „Ausgehend von den folgenden Prinzipien: a) Hebräisch ist die einzige nationale Sprache d…

  6. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 679 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    679 vom 6. August 1916 läßt den Weg zu einer sachgemäßen Würdigung noch offen, da man von „Bedürfnissen" für die jüdische Unterrichtssprache weiß; aber sollte je der vorhin gezeichnete Standpunkt ausgesprochen oder unausgesprochen hinter de…

  7. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 680 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    680 christlicher Judenfreund, .einmal von dem Hebräischen gesagt hat: „Immer noch steht es so, daß, wer des Hebräischen mächtig ist, keiner anderen Sprache bedürfte, um die jüdische Diaspora von Spanien bis Kaukasien, von England bis Innera…

  8. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 681 · Zur Schulfrage der Ostjuden

    661 das unwägbar ist nach seinen Wirkungen und das wir dort im Osten öfter schmerzlich zu vermissen haben: die Erkenntlichkeit und Dankbarkeit. Denn die Judenschule — genauer die jüdische Volksschule —, die die guten Eigenschaften der alten…

  9. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 682 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    682 In Posen haben das aktive Wahlrecht nur die amtierenden Kahalsmitglieder, die 21 Zettel in die Urne hineinwerfen; aus ihnen werden 7 Wähler gelost. In 0 p a 16 w haben auoh die höchstbesteuerten neben den amtierenden Kahalsmitgliedern d…

  10. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 683 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    663 Stunden, daß kein Jude ein Kahalsamt anzunehmen sich entschließen kann; so müssen im Jahre 1771 in Posen reiche Juden vom Wojewoden gezwungen werden, das Amt anzunehmen, damit die Gläubiger des Kanals sich an irgend jemand mit ihren For…

  11. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 684 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    … fl. vierteljährlich. 5. Dem Senior der Schule zum Hl. Geist 2 fl. vierteljährlich. 6. Dem Konvent der Augustinianer in Bochnia vom Judenfriedhof in Krakau 15 fl. jährlich. Außerdem zahlte der Kahal der Stadtkassa verschiedene Abgaben für die Hand…

  12. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 685 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    … der 891 Seelen (mit den Dörfern 2418 Seelen) zählte, war im Jahre 1765 3S1999 fl., Lissa 535493 fl., Wronke 200000 fh, Inowrazlaw 194907 fl. schuldig. Im Jahre 1785 (12 Jahre nach der österreichischen Okkupation) waren alle galizischen Kanäle (ohne …

  13. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 686 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    686 Jahre 1665 lesen: „Von jeder gekauften Ware zahlt der Käufer von 100 fl. 20 Groschen; bei Warenwechsel 10 Groschen von 100 fl. Wenn einer Ware kauft und sie an einem andern Orte — sogar nach einer halben Stunde — verkauft, zahlt er auch…

  14. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 687 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    …separat besteuert; Kaufleute mit „offenen44 Geschäften zahlen „nach alter Bestimmung14 300 fl., diejenigen, welche nach Breslau, Frankfurt oder Danzig fahren, 500 fl. jährlich. § 10. Zur Einschätzung der Zensoren wird eine zweite Schätzungskommiss…

  15. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 688 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    …en mit rein contemplativen Zweck waren auch andere, die „tätige* Nächstenliebe" auf das Banner schrieben. So besteht in Ostrog (Wolhynien) eine Wohltätigkeits- Brüderschaft, welche den Rabbinern für die Predigten Zuschüsse und fremden Predigern U…

  16. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 689 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    669 Kassier und zugleich Sekretär (Neeman) wird in den Statuten erwähnt, wogegen wir aus denselben über die Zahl und die Funktionen der Appellanten nicht unterrichtet sind46). Die Talmud-Tora-Brüderschaft in Krakau hatte — laut ihrem Statut…

  17. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 690 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    690 zweige (Schneider, Kürschner usw.) innerhalb der Zunft und des Vorstandes. Die 4 Vorsteher und 3 Kassiere (zusammen sieben) bilden den eigentlichen Vorstand und werden landläufig „die Sieben" genannt. § 12. Vor dem Schreiten zur Wahl mü…

  18. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 691 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    …igkeit anerkannt. So sehen wir rings um den Lemberger Kahal einen Kranz von Filialgemeinden (Böbrka,' Buczacz, Zolkiew, Tarnopol), die — wie es scheint — aus einstigen Lemberger Bürgern zusammengesetzt sind. Die Stadt Zolkiew wurde gegen Ende des X…

  19. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 692 · Der Kahal in Polen im XVI. bis XVIII. Jahrhundert

    692 Filialkahal in Moöciska vor, „als dort gerichtet und hingerichtet wurde der Jude Abraham, weil ihm ein Kinder* (Ritual-) Mord angedichtet wurde." Dafür erhielt der Kahal von Przemyäl vom Judenreichstage inJaroslau (am 14. November 1722)…

  20. 1917-09-10 · Heft 23-24 (10.9.1917) · p. Seite 693 · Königin Sabbat

    693 Beim Flackern eines armseligen Lichtes hockte ich einsam auf meinem Lager. Meine Tränen strömten. Wie ein erschrockenes Kind war meine Seele. Auf einmal ward der Lichtschein golden wie ein holder Tag und danach blau. Der Sturm jagte die…