Mannheim
Compact Memory
1,405 pages · page 51Sort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
486
19261929
  1. 1929-01-01 · Heft 1 · page 33

    Phänomenologie und Ontologie des Thomismus sehr nahe. Er berührt sich im Negativen und Positiven auch sehr stark mit dem russischen Denker Leo Schestow, dessen Kampf gegen die Schlüsselgewalt des Idealismus ebenfalls alle Beachtung in Deuts…

  2. 1929-01-01 · Heft 1 · page 34

    darüber hinwegtäuschen, daß es sich bei solcher Behauptung um eine prinzipielle Erkenntnisweise handelt, die Sein und Schauen identifiziert, auch wenn sie die Beziehung beider und damit die Entscheidung über die Wirklichkeit offen zu lassen…

  3. 1929-01-01 · Heft 1 · page 35

    Zweifellos drängt auch Herrigel zu diesem Problem der Existenz hin. Er hat alles, was er sagt, auch „gesagt, um zur Wirklichkeit Mut zu machen". Sein Angriff gegen das prinzipielle Denken verdient Beachtung; aber auch sein Sehen, sein dynam…

  4. 1929-01-01 · Heft 1 · page 36

    neue Denken als in Frage gestellt angesehen werden muß. Das kritische Denken als ein altes, dem spekulativen Denken immer widersprechendes Denken, kann nur die eine technische Aufgabe haben, alle positiven Ansprüche der Spekulation auf Exis…

  5. 1929-01-01 · Heft 1 · page 37

    macht wie jede dialektische Theologie des Katholizismus und des Protestantismus, da sie sich nur auf diese Weise gegen jeden theoretischen Einspruch zu sichern vermögen. Da nun der Vorbehalt solchen offenen dialektischen Denkens jedenfalls …

  6. 1929-01-01 · Heft 1 · page 38

    HERMANN HERRIGEL DAS VERHÄLTNIS DER BEIDEN WELTEN Bemerkungen zu Eberhard Grisebachs Buch „Gegenwart. Eine kritische Ethik"*) Grisebachs Weg ging von der Philosophie zur Pädagogik, von der Pädagogik zur Ethik, nicht im Sinne eines Weitersch…

  7. 1929-01-01 · Heft 1 · page 39

    uns, dem Anspruch auszuweichen, statt ihm standzuhalten. Das ist eine Banalität, von der jedermann spricht, die aber keiner ernst nimmt. Hier wird sie jedoch unerbittlich ernst genommen. „Ein Abgrund tut sich auf zwischen der erkannten Gege…

  8. 1929-01-01 · Heft 1 · page 40

    Grisebach bekämpft diese Systeme nicht, um ihnen auf ihrem Boden ein neues System gegenüberzustellen, denn damit würde die Trennung von Denken und Sein keine vollkommene sein. „Das ethische Problem liegt nicht mehr im Bereich der selbstisch…

  9. 1929-01-01 · Heft 1 · page 41

    wichtigen Kapitel „Satanie und Humanität" und schließt mit einer Zeitlehre, die sich insbesondere mit Heidegger auseinandersetzt. Wir beschränken uns im folgenden auf das zentrale Problem des Buches, nämlich die Möglichkeit der vollkommenen…

  10. 1929-01-01 · Heft 1 · page 42

    humanistische Welt an sich anzugreifen oder abzulehnen oder wegzustreichen, vielmehr bleibt sie ausdrücklich als eine Welt sui generis, als autonome Welt unbedingter Werte, an ihrem Orte bestehen. Es gilt nur, sie nicht zu verwechseln mit d…

  11. 1929-01-01 · Heft 1 · page 43

    Die Satanie des Selbst Es ist nun zu fragen, wie Grisebach zu dieser völligen Spaltung der Sphären kommt, so daß es innerhalb der Erkenntniswelt unmöglich ist, auch nur hinweisend - erst die kritische Terminologie gestattet einen Hinweis - …

  12. 1929-01-01 · Heft 1 · page 44

    Herrschaftsansprüche stellt und ihre Grenzen überschreitet. „Wie ein Herrscher nach Verlust seines Thrones nur den einen Gedanken noch hegt, ob er wohl wieder zur Herrschaft kommen könnte, so erkundet die Erkenntnis alle Möglichkeiten, um d…

  13. 1929-01-01 · Heft 1 · page 45

    und alle Ansprüche, die darauf gerichtet sind, als Grenz Überschreitungen aufzudecken. „Wir müssen uns nach der kritischen Einsicht in die Wesensart der Innenwelten für das Problem des Außen offen halten, denn ohne seine Berücksichtigung ko…

  14. 1929-01-01 · Heft 1 · page 46

    Totalität. Wir beteiligen uns also hier nicht an ihrem verdienstlichen Ausbau, sondern wir unterziehen sie der Kritik von einer Position aus, die wir mit allen Erkennenden teilen. Wir wollen die Welt der Erinnerung in ihrer eigentümlichen W…

  15. 1929-01-01 · Heft 1 · page 47

    keine zeitlose, absolute, prinzipielle Gültigkeit beizumessen, sondern sie, soweit das überhaupt möglich ist, zeitlich zu differenzieren. Wenn dagegen Erinnerung und Gegenwart einander prinzipiell als sich ausschließende Totalitäten gegenüb…

  16. 1929-01-01 · Heft 1 · page 48

    und menschlichen Tugenden, aber in ethischer Hinsicht leer und ohne Wirklichkeit. Wahrheit, Schönheit, Tugend haben lediglich formale, technische Bedeutung für diese humanistische Welt selber, aber nicht über sie hinaus. Diese ganze Welt st…

  17. 1929-01-01 · Heft 1 · page 49

    fahrung des Außen. Die Kritik geht also der Erfahrung voran. Das ist für das Verständnis des Ganzen wichtig. Es ist also einmal nach den Voraussetzungen Grisebachs das satanische Selbst, das in die Selbstkritik eintritt, auf der andern Seit…

  18. 1929-01-01 · Heft 1 · page 50

    Sie warnt vor Selbstbetrug und Selbstüberschätzung aller auf den wesentlichen Sachverhalt sich gründenden und aus ihm schöpfenden Erkenntnisse. Sie lehnt die Zuständigkeit aller theoretischen Bemühungen für die ethische Wirklichkeit ab, sel…

  19. 1929-01-01 · Heft 1 · page 51

    den Grisebach nicht mit allen Erkennenden teilt. Dieser Satz hat einen Sinn, der „für das kritische Ohr durchaus nicht allgemeinverständlich sein kann, denn hier ist etwas als entscheidend in das allgemeine Wesen hineingelegt, das der allge…

  20. 1929-01-01 · Heft 1 · page 52

    gebnis nicht auf die prinzipielle Erkenntnis beschränkt, sondern nun selber prinzipiell auf die Erkenntnis überhaupt ausdehnt und mit dem prinzipiellen Anspruch der Erkenntnis auch schon ihre Möglichkeit bestreitet. Wirklichkeitserkenntnis …