Mannheim
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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 319

    319 Informationen. Am 9. März erschien bei ihm, einer im Wege der Statthalterei an die Judenausweisungskommission unterm 4. März ergangenen Einladung Folge leistend, der Praeses derselben Graf Philipp Kolowrat selbst, erteilte ihm auf eine …

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 320

    320 billigung einer dreijährigen Kontributionsfreiheit übergeben werden, so wäre ihnen die Möglichkeit geboten, an deren Stelle industrielle Betriebe zu errichten und solche derart gewinnbringend zu gestalten, daß der Ausfall des jüdischen …

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 321

    …mir Freiherrn Netolitzky von Eisenberg, der Ritterstand den Landrechtsbeisitzer und Burggrafen des Königgrätzer Kreises Joseph Joachim Wanczura von Rzehnitz, und die königlichen Städte den Primator der Präger Altstadt Johann Wenzel Weywoda von Stromberg.…

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 322

    322 Schaffung derer Juden der Preis deren Waren zu Prag wirklich gestiegen seie, einholen und allerhöchst Deroselben den alleruntertänigsten Bericht, ob einige jüdische Familien und in was für einer Anzahl außer Prag beibehalten und wie hoc…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 323

    323 wann auch hierzu einige und in specie die Städte Budweis, Pilsen. Czaslau, Kuttenberg, Leutmeritz und andere mehr in Vorschlag gebracht werden wollten, so ist doch ganz sicher und gewiß, daß diese Oerter z…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 324

    324 hen, der Kaiserin zu empfehlen, ihren bisherigen undurchführbaren Standpunkt aufzugeben und zu gestatten, daß von der emigrierten Prager Judenschaft ungefähr 500—600 bemittelte Familien unter der Bedingung zurückkehren dürfen, daß eine …

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 325

    325 zurück und überreichten zu Händen Maria Theresias in der Hofkanzlei eine „Remonstration", in welcher sie darauf hinwiesen, daß das angeforderte Kontributionsquantum ohne Zubilligung anderweitiger Erleichterungen fast unerschwinglich sei…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 326

    326 noch die Zustimmung der Stände zur Einführung des neuen Militärsystems ab 1. November 1748 und zur Errichtung der „Deputation", eines landesfürstlichen Amtes in Prag, das alle das Finanz-, Steuer-. Münz- und Bergwesen betreffenden Angel…

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 327

    327 erhielt Salomon Koref vom Grafen Kolowrat die Verständigung über den Erfolg der jüdischen Sache in Wien und zugleich den Rat, die Entsendung von Bevollmächtigten raschestens zu bewirken, da sonst die mährischen und schlesischen Juden be…

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 328

    328 Mit einem anderen Reskripte vom gleichen Tage gestattete die Kaisierin auf Bitten der Deputierten der böhmischen Judenschaft, daß 40—50 Juden, jedoch ohne Familien, unverweilt in die Prager Judenstadt eingelassen werden, damit sie darin…

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 329

    329 Fensterrahmen, Balken, hölzerne Treppen, Öfen, nahezu alle Eisenbestandteile fehlten. Furchtbar war der Zustand der Synagogen. Am ärgsten hatten die Räuber und Zerstörer in der Altneuschule gehaust. Die dort verborgen gewesenen Bücher w…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 330

    …. Juni 1745 noch Juden ins Ausland abgewandert wären. 4) Über die holländische Intervention zu Gunsten der Juden siehe: David Kaufmann, Barthold Dowe Burmania und die Vertreibung der Juden aus Böhmen (Jubelschrift zum 70. Geburtstag des Prof. Dr. H. Grao…

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 331

    331 10) Als jüdische Vorgestellte unterzeichnen: Salomon Koref, David Simon Fränkl, Arje Fanta, Effraim Jütteles, Hersehl Löbl Wiener, Löbl Kassowitz, Samuel Simles, Mayer Fischl Buntzel. i°a) Staatsarchiv Wien, A. K. A. fsc. 25 (mitgeteilt…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 332

    332 Jüdisches Gemeindeleben in Kolin (1763—1768), Von Dr. Tobias Jakobovits (Prag). Die nachfolgende Darstellung beruht auf einer Handschrift1) der Bibliothek der israelitischen Kultusgemeinde in Prag und auf dem einschlägigen Aktenmaterial…

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 333

    333 ältesten nicht berechtigt waren, das Amt eines Monatshalters zu versehen. Die Stellung des Primators kam hauptsächlich nach Außen hin zur Geltung, indem er durch seine Persönlichkeit den Vorstand und die Gemeinde repräsentierte; überdie…

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 334

    …klopfer waren, Moses Löbl Würzburger und Moses SaJomon Flammerschein.13) Als Approbant fungierte der vormalige Primator Joseph Joachim Saudek. Er wurde in Anerkennung seiner Dienste, die er 13 Jahre lang als Ältester und Primator der Gemeinde geleistet h…

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 335

    335 Schlüsse Mißverständnis und Verbitterung unter den Individuen gegen den vorgesetzten Vorstand hervorgerufen." Das Gubernium gab diesem Ansuchen statt,18) verwies aber mit Nachdruck darauf, daß „die Oberaufsicht in judicialibus der Appel…

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 336

    336 die drückenden Steuern kaum zu erschwingen. Unter solchen Verhältnissen hatte auch der Gemeindevorstand Schwierigkeiten, die großen Summen für die Kontribution hereinzubringen, ganz besonders da noch eine alte Darlehensschuld beglichen …

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 337

    337 Deputierte" erteilt. 1. Abraham Aron,25) Fürstl. Niedersachs. Hofjude und „geschwohrener" Landesdeputierter, 2. Stiasny S i ß - k i n d von Jung Bunzel, 3. Elya Rödisch von Münchengraetz, 4…

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 338

    338 gebrauchten, nicht lesen und auch die Sprache und das Wesen der Juden nicht recht verstehen konnte. Es mutet eigenartig an, wenn in deutschen Gesuchen an das Gubernium, ja sogar an die Kaiserin, der Gemeindevorstand in hebräischer Schri…