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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 337

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 337 (sequence 341)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644301--0342-2644683
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337 Deputierte" erteilt. 1. Abraham Aron,25) Fürstl. Niedersachs. Hofjude und „geschwohrener" Landesdeputierter, 2. Stiasny S i ß - k i n d von Jung Bunzel, 3. Elya Rödisch von Münchengraetz, 4. Elias Götzel von Lochowitz, 5. Berl Lazarus von Tabor,26) 6. Isak Sekele von Schüttenhofen, 7. Wolf Spin von Raudnitz. Dies sind, soviel bis jetzt bekannt ist, die ersten Vertreter der Landesjudenschaft. Nach den am 16. VI. 1693 in Brandeis verfaßten Statuten der Landesjudenschaft gab es 5 Delegierte, deren erster P r i - m a s oder P r i m a t o r27) genannt wurde, der aber „keine mehrere Gewalt noch Praeminenz" als die „nachgehenden" vier hatte, und 5 Beisitzer. Da außer der Reparation die übrigen Gemeinschaftsangelegenheiten durchzuführen waren, die Vertreter aber nicht allezeit nach Prag kommen konnten, wurde ein bezahlter Sollizitator, der ständig in Prag verbleiben sollte, aufgenommen. Für diesen Zweck erwarb die Landesjudenschaft in Prag 1693 ein Zimmer, 1712 ein Teilhaus und 1732 ein ganzes Haus.28) Später wählte die Judenschaft in jedem der zwölf Kreise, in die Böhmen eingeteilt war (Kreis Bechin, Beraun, Bunzlau. Chrudim, Caslau, Kaufim, Königgrätz, Leitmeritz, Saaz, Pilsen, Prachin und Rakonitz) in die Landesjudenschaft einen Vertreter, die teils Delegierte, teils Beisitzer waren. Primator zu dieser Zeit war der Deputierte des Pilsner Kreises Falk Lederer. Auf einem Koliner Aktenstück vom 12. II. 1767 sind folgende Vertreter der Landesjudenschaft unterschrieben. Falk Lederer Radnitzer, Wolf Popper Bfeznitzer, Pincus Samson Polnauer. Joachim Cantor, Jacob Kohn, David Marcus Horotitz, Jonas Löbl Budweiser, Salomon Altschul Cepper, Hersehl Bezno, Nathan Arnstein Wotitzer, Simon Wolf Liebnauer. Am 12. XI. 1767 ist an Stelle des verstorbenen Wolf Popper sein Sohn Joachim Popper unterschrieben. Sollizitator der Landesjudenschaft war Jontof Bunze l29) aus Prag, Landschreiber seit 1763 Israel Popper und Landesjüdischer Kassier war Ignatz Finger. Die Landesjudenschaft hatte ihren Sitz in Prag,30) ihre Agenda umfaßte alle das Leben des Einzelnen und der Gemeinden betreffende Angelegenheiten, wie Steuer-, Heirats-, Rechts-, Religions-, Beamten- und Wirtschaftssachen. Diese sind ihr vom Landes-Gubernium in Prag zur Untersuchung, Berichterstattung oder Begutachtung jeweilig zugewiesen worden, die Entscheidung in allen diesen Fragen hat immer nur das Gubernium selbst getroffen. Obwohl das Gubernium eine eigene „in Judensachen allergnädigst aufgestellte Kommission", die sogenannte „Judenkommission", hatte, wurden dennoch alle Judensachen der Landesjudenschaft zur Berichterstattung übergeben, weil die Judenkommission die hebräische Schrift, welche die Juden

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