Mannheim
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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 198

    198 fenden geldern hienwiederumb denen hereinkommenden frembden Juden die allmosen und zwar denen schlechteren 17 bies 20 kr. gereichet, anderen aber vornehmeren, oder von Jerusalem ankommenden, wie auch denenjenigen Juden, welche umb ihre …

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 199

    199 6. Kapitel. Das Elaborat der jüdischen Reduktionskommission v. J. 1715. Die antijüdische Orientierung der merkantilistischen Bestrebungen des angehenden XVIII. Jahrhunderts. — Die Kontinuität des Reduktionsprogrammes. — Errichtung einer…

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 200

    200 ding* zurückging. Ebenso hemmte auch der teure Kredit jegliche Handels- und Industrieunternehmung, da ihr auch von staatlicher Seite lange Zeit keine ausgiebige Unterstützung zuteil wurde, sondern im Gegenteil eher Schwierigkeiten durch…

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 201

    201 daß der judenfeindliche Standpunkt der christlichen Erzeuger und Handelsleute bis auf die böhmische und die Hofkanzlei auch in amtlichen Kreisen überhandnahm. So bezeichneten gleich zu Beginn der Regierungsbestrebungen um Hebung des böh…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 202

    202 definitive Lösung der jüdischen Frage neuerdings aufgenommen wurden. Der seit Anfang des XVIII. Jahrhunderts von den erwähnten Bestrebungen um Hebung des Handels und der Industrie in Böhmen beeinflußte Kampf gegen die Juden war nur eine…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 203

    203 oder sonst hinsichtlich der Juden verfügt worden, was für Projekte zu ihrer Reduktion ausgearbeitet und inwiefern sie durchgeführt worden seien. Dieser Abriß einer Geschichte der Prager Juden sollte dann von einigen Anträgen begleitet s…

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 204

    204 machten, starben 315 Personen. So sank zu Beginn des Jahres 1714 die Bevölkerung der Prager Judenstadt auf 7.832 Personen.6) Gegen die Errichtung einer neuen Reduktionskommission hatte merkwürdigerweise die Hofkammer nichts einzuwenden;…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 205

    205 läßliche Grundlage betrachtete. Die neue Konskription sollte unter Kerkerstrafe in der kurzen Zeitspanne einer Woche fertig sein und sollte nicht bloß alle in Prag anwesende jüdische Bevölkerung umfassen, sondern auch die etwa vor der P…

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 206

    206 als ersten Versuch einer auf aktenmäßiger Grundlage ausgearbeiteten Geschichte des Prager Ghettos bezeichnen, der seiner Unzulänglichkeit und Unvollständigkeit zum Trotz und unbeschadet seiner durch die Fragestellung des Reskripts vom 8…

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 207

    207 nisten des XVI. Jahrhunderts Wenzel Hajek von Libotschan beruft: Hajek ist in Wirklichkeit völlig unzuverlässig und fabelt auch in dei Judengeschichte. Seit Anfang des XVI. Jahrhunderts lehnt sie sich an den Chronisten Beckovsky an und …

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 208

    … es wurde ihnen einfach abgesprochen. Es war dies jedenfalls eine inhaltsschwere Behauptung, doch durch das Privilegium Leopolds I. vom Jahre 1703 war ihr der Weg gewiesen. Im dritten Abschnitt dieses historischen Teils des Memorandums waren die wich…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 209

    209 hendere Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Die Kommission sah sieh freilich gezwungen einzugestehen, daß die Arbeiten sämtlicher Reduktionskommissionen bisher erfolglos verlaufen seien.21) Damit hatte die Reduktionskommission das umfassend …

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 210

    210 Die Kommission stellte ausdrücklich fest, daß sich das Programm des Klauserschen Planes nicht in vollem Umfange verwirklichen lasse; sie verfehlte nicht anzumerken, daß die Schuld daran die Hofkammer treffe, auf deren Einschreiten den J…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 211

    211 seres Äquivalent bekämen. Sie beantragte noch, die Enteignung der Judenhäuser sofort durchzuführen und die Juden daraus zu delogieren ohne Rücksicht darauf, ob sie schon verkauft wären oder nicht. Die Räume in den nichtverkauften Häuser…

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 212

    212 Ghetto auch am Sonntag und an Feiertagen bis zur IL Stunde vormittags geschlossen bleiben. Solange die Judenstadt geschlossen wäre, dürfte unter strenger Strafe niemand dieselbe verlassen und niemand hineingelassen werden, sei es Christ…

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 213

    213 neuen territorialen Expansion keine höhere Bevölkerungsziffer ertrage, als die bisherige im Durchschnitt betrug, die sich zwischen 10.000— 12.000 Personen bewegte und sogar für ein so anspruchsloses Völkchen wie es die Bevölkerung der P…

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 214

    214 lediglich 620 genau stabilisierte Familien wohnen sollten. Die Kommission verwarf ausdrücklich jene älteren Reduktionsanträge, denen die Einteilung der jüdischen Population nach ihrer Kontribution zu Grunde lag, sie war aber freilich da…

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 215

    215 zwecken ausgegeben werden sollte, beantragte die Konimission die Einhebung einer Taxe von sechs Kreuzern; für die Ausfertigung einer verlorenen Palete — bei ihrer Ausfertigung sollte die Personsidentität durch zwei Judenälteste bezeugt …

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 216

    216 werden, eine legitime Ehe einzugehen.28) Eine Kontrolle dieses Standes sollte durch die Vorschrift gesichert werden, daß jeder Todesfall im Ghetto durch den Judenquartiermeister in der Altstädter Kanzlei angemeldet und durch Zurücklegun…

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 217

    217 Altstädter Hauptmann ausgegebenen Legitimationen versehen sein, und ihre Namen sollten bei ihrem jedesmaligen Eintritt nach Prag durch die Stadttorschreiber verzeichnet werden. Sollte irgendeiner dieser Juden auf die Nacht Prag nicht ve…