Mannheim
Compact Memory
1,340 pages · page 31Sort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
228
18981904
  1. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 4

    4 Strick zugeworfen hätte, an dem er sich festhielt und der ihm zur Rettung wurde. — Nun beginnt eine Paraphrase: Wie jener Mann sind wir in das Meer des Lebens hinausgeworfen und wir wären hilflos verloren, wenn uns nicht in der Lehre Gott…

  2. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 5

    5 Tode ihres Mannes, der ihr ein treuer Hüter und Schützer war, und der ״um ihrer grossen Sünden willen“ von ihr genommen wurde, zum Schreiben ihre Zuflucht nahm. Und sie beginnt ihre Er־ Zahlung bei ihrer Geburt. Sie ist eine Hamburgerin, …

  3. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 6

    …ist die berühmte Halbschwester der Glückei, die schon als Kind französisch und Klavier gekannt hat und von der Prof. Dr David Kaufmann sagt: ״Die feinere Sitte hatte darin (in Glückeis Vaterhaus) längst eine Heimstätte; eine Halbschwester Glückeis war al…

  4. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 7

    …nd eine Tochter waren bereits verheiratet, da kam die schreckliche Pest, die niemanden verschonte, auch vor dem reichen Chajjim Fürst nicht zurückwich, und tötete Nathan Mehlreich und einige seiner Kinder. Als die Seuche endlich erlosch, blieb Mat…

  5. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 8

    8 Die Glückei war noch nicht 12 Jahre alt, als sie verlobt wurde; zwei Jahre drauf war Hochzeit. Nun berichtet sie, wie sie mit ihrem Vater, ihrer Mutter und 20 Leuten nach Hameln zur Hochzeit ^gezogen“ ist. Damals gab es noch keine Post zw…

  6. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 9

    …ienstleuten mit freundlicher Anerkennung und sie scheint ihnen eine teilnehmende, gute Herrin gewesen zu sein. Ihr Mann Chajjim Hameln war ein tüchtiger Geschäftsmann, der sich in die ungewohnten Hamburger Verhältnisse bald hinein fand. Glückei er…

  7. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 10

    10 keiten, in das Mühen um das tägliche Brot, in das Geschrei der Kinder, in das Gezänk der Grossen, in all das Hasten und Jagen und das karge Herddämmerglück mischt sich zuweilen ein seitsamer Ton, ein Widerhall von dem gewaltigen Chore, d…

  8. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 11

    …er, dieser grundgescheite, liebenswürdige Mann sandte sie und sie enthielten ausser dem verschiedensten Leinenzeug auch allerhand Lebensmittel, wie Erbsen, Bohnen, gedörrtes Fleisch, Aepfelschnitze u. s. w., Proviant für die grosse Reise, die morgen…

  9. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 12

    …ie ganze Welt, die auch noch heute unvergessen sind. Nur ״Grin Mosche“, ihr Geschäftsreisender und Compagnon, schreibt, Chajjim möge nach Hamburg kommen, die Seuche sei erloschen, das Geschäft erfordere es. Und als Chajjim nicht kommt, da tritt er…

  10. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 13

    … Wie weisse Baumblüten beim Gewittersturm, so flattert alles Glück und aller Frohsinn mit einemmale aus Glückeis Hause. Chajjim Hameln stirbt. Sie nennt das folgende fünfte Buch ״das Buch der Klage14, sie findet erschütternde Worte in dem Jammer u…

  11. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 14

    …ische Chirurg Lopez und der berühmte Abraham de Fonseca, aber alle Hilfe war vergeblich, nach jammervollem Leiden starb Chajjim Hameln und der letzte Wunsch, den er aussprach, war: ״Tröstet mein Glückelchen!“ Und nun erzählt Glückei, wie unendlich…

  12. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 15

    …e Wertheimers aus Bamberg einging. Glückei sollte nämlich damals nach Wien zu dem Onkel der Braut ziehen, dem berühmten Samson Wertheimer, der ihr bereits einen Pass versorgt und zwei Zimmer seiner Wohnung eingeräumt hatte. Glückei war auch bereit, des gros…

  13. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 16

    16 fand im Jahre 1687 statt und in einem Anhänge wird noch eine zweite Aufzeichnung darüber, die des Samuel b. Meir Hekscher, mitgeteilt. Glückei selbst erzählt alle diese und ähnliche Geschichten nur nebenher, die Hauptsache bildet für sie…

  14. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 17

    17 und das erzwungene, übereilte Verlöbnis rückgängig zu machen, vermählte er sich mit dem geliebten Mädchen und nach einem Jahre wurde ihm ein Söhnchen geboren. So schien alles gut und erfreulich, da starb einer der Zeugen eines plötzliche…

  15. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 18

    18 ist nicht so betrübend, dass die Glückei ihr Geld verlor, aber dass sie dadurch arm wurde, das ist traurig. Ihre Geschäfte und ihr Geschäft in Hamburg gingen also schlechter, sie fühlte, dass sie nicht mehr lange imstande sein werde, all…

  16. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 19

    19 Dazu kommt noch der Verlust ihrer beiden Söhne Lob und Samuel, die als junge Leute rasch und plötzlich sterben. Und dann erfolgt die grosse Katastrophe, der geschäftliche Untergang Hirz Levi’s. Zehn Jahre überlebt er den Verlust seines V…

  17. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 20

    …ache der Memoiren Glückeis von Hameln. Als im Jahre 1896 ״die Memoiren der Glückei von Hameln“, herausgegeben von Prof. David Kaufmann, erschienen, mussten sie namentlich von allen, denen die Erforschung des Jüdischdeutschen am Herzen lag, auf das freudi…

  18. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 21

    21 Varianten“ sind, wie die Ausgabe zeigt, — nicht vom Herausgeber, der, wie aus der etwas unklaren Fassung des Vorwortes hervorzugehen scheint, die zweite Handschrift gar nicht selbst eingesehen bat, sondern von demjenigen, der die Handsch…

  19. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 22

    203, 208, 220, 226, 304, 330. Wir können daher dem Schreiber der vom Herausgeber als .־״vortreff lieh“ bezeichneten HS. den Vorwurf der Flüchtigkeit nicht ersparen. S. 74 und 304 sind solche übersehene Sätze nachträglich, aber an unrichtige…

  20. 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 23

    …kommt noch, dass Moses Hamei bereits als Kind nach Frankfurt in die ,,Klaus“ gekommen und ungefähr sechszehnjährig nach Baiersdorf verheiratet, den grössten Teil seines Lebens fern von der nd. Heimat seiner Mutter verbracht hat In einer mundartlich g…