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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands. Nr. Ii 1 November 1920 1 Jahrg. II Inhalt: Ansprache auf Zur Sabbathfrage. — Deutschland. — Der gemeinden, (Schluß.) der außerordentlichen Generalversammlung…
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— 218 — Hier muß geholfen werden! Aber wir sind nicht an das Krankenbett mit dem Mikroskop des Mediziners herangetreten, sondern mit dem Heilwillen des Arztes. Wir haben keine Studien gemacht, wir haben nicht Diagnosen.gestellt, sondern wir…
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— 219 — man in andere nicht will, weil einem die soziale Querschichtung gerade paßt, weil man gedenkt, ein familiäres Leben in erweitertem Kreise fortzusetzen, sozusagen Licht, Heizung und kaltes Büfett sich dazu stellen zu lassen. Es ist d…
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— 220 - Und nun zum Wort Verein. Was für eine Art von Ver~ ein wir nicht mehr sein wollen, darüber sind wir uns klar. Wir können nur dadurch etwas Lebendiges sein, wenn wir nicht mehr Verein sind, sondern Gemeinschaft. Um rlas Wort Gemeinsc…
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— 221 — Wie nun das erlösende Wort heißt, das wissen wir alle: Arbeitsgemeinschaft. Ich wünschte mir Arbeitsgemeinschaften, die entstehen, weil ihnen nur irgendein Gesicht gefällt. Irgendein Mensch kommt Ihnen entgegen, ganz von selbst, — g…
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— 222 - Sie nicht, daß es bei der Arbeitsgemeinschaft sein Bewenden haben soll. Wir müssen auch Vorträge halten. Sollen wir nun aber akademische Bonzen verschreiben und uns von diesen Weisheit verzapfen lassen? Können wir nicht aus den Arbe…
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— 223 — werden darf, halte ich die von ihm angegebene Lösung nicht gerade für glücklich. Dies hat folgende Gründe: Der christliche Sonntag ist nicht dazu geeignet, jüdischer Sabbath zu werden. Denn abgesehen von der verhältnismäßig geringen…
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— 224 — überlegt, wie er mit möglichst wenigen Worten in einer Depesche alles Notwendige ausdrücken kann. Unsere Zeit ist schnelle biger geworden, wir können uns nicht mit der Ruhe und in der Ausgedehntheit mit irgend einer Sache wirklich e…
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— 225 — Den Menschen allwöchentlich einmal diese. Gelegenheit zu geben, das gerade ist der tiefste Sinn der Sabbathfeier! Ihm nahe zu kommen, kann nach meiner Meinung der Freitag Abend am besten und schönsten erfüllen.*> Die großen jüdische…
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— 226 — Magdeburg, Jellinek in Wien und Jost in Frankfurt a. M. gegründete „Institut zur Förderung der israelitischen Literatur" wurden die Zustände nur ein klein wenig gebessert, weil sich in ganz Deutschland nur einige hundert Männer fand…
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— 227 — selbst, in Gemeinschaft mit Sir Moses Montefiore, zum Vicekönig Mehemet Ali nach Egypten, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens durchzusetzen. Der Zweck wurde erreicht,…
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— 228 — seminare mit 40 Hörern. Die Ausgaben für dieses Schulwerk betrugen rund 2 Millionen Francs das Jahr. In Rußland und Rumänien wurde die Gründung von Schulen nicht erlaubt. Die Alliance unterstützt deshalb junge Leute, die im Auslande…
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…re Ausbildung nach deutscher Art, in deutscher Sprache. Die Krönung des Schulwerkes im Orient war aber das Technikum in Haifa, dessen Errichtung einen Kostenaufwand von über 1 Million Mark erforderte. Hand in Hand mit dem Hilfsverein, speziell i…
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— 230 — die reinsten Grundsätze der Menschenliebe, der Ehre und des Patriotismus einzuprägen; Wissenschaft und Kunst zu unterstützen; die Not der Armen und Dürftigen zu lindern; die Kranken zu besuchen; den Opfern der Verfolgung zu Hilfe zu…
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— 231 — Als drittes Ziel setzt sich der Bund die Schaffung von Einrichtungen, welche die Altersversorgung der Gemeindebeamten und deren Hinterbliebenen bezwecken. Dieser Aufgabe dienen die Philippson-Stiftung und besonders die im Jahre 1883…
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— 232 — stelle für jüdische Wanderarmenfürsorge'' ins Leben gerufen,, eine Organisation, die sich über ganz Deutschland erstreckt. In allen Provinzen und Bundesstaaten sind Provinzialkassen und an den größern Landesgrenzorten Grenzkassen er…
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— 233 — per. Hirn und Glieder. Der erstere wirkt in der Stille, besonders im Verkehr mit Regierungen und Behörden, der Centraiverein in breitester Oeffentlichkeit. Lange Zeit, seit Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts, hatten die de…
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— 234 — Selbstvertrauen, Selbstbewußtsein und Selbstachtung sind wieder bei uns eingekehrt, diese Eigenschaften zu fördern ist Ehrensache eines jeden deutschen Juden! Alle diese großen Vereine waren und sind im Interesse der Gesamtheit der …
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— 235 — Verhältnisse die Rechte einer juristischen Person. Sie hatte auch kraft ausdrücklicher gesetzlicher Bestimmung wenigstens eine öffentlich rechtliche und sehr wichtige Befugnis, nämlich das der Steuererhebung. Dennoch war sie bisher,…
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…ten vind Statutenänderungen bis auf Aveiteres dem Oberpräsidenten zur Genehmigung vorzulegen. Literatur Tohu-Wabohu von Sammy Gronemann. Welt- Verlag, Berlin, 1920. Der Verfasser, ein bekannter zionistischer Rechtsanwalt, hat die Mußestunden Kownoer Krieg…