Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 11 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands. Nr. Ii 1 November 1920 1 Jahrg. II Inhalt: Ansprache auf Zur Sabbathfrage. — Deutschland. — Der gemeinden, (Schluß.) der außerordentlichen Generalversammlung der Frankfurter Iii. — Die großen jüdischen Wohlfahrts- und Wohltätigkeitsvereine in Einfluß der Reichsverfassung auf die Statuten der Synagogen- — Literatur, — Spender-Liste. — Verbandsu. Vereinsnachrichten. Ansprache auf der außerordentlichen Generalversammlung der . Frankfurter Iii. Von Dr. Eduard Strauß. (Nach dem Stenogramm.) Meine Damen und Herren! Wenn ich Ihnen sagen würde, es ist unmöglich, daß Sie jetzt hier aus dem Fenster springen, dann habe ich damit keineswegs behauptet, daß Sie das nicht vielleicht doch tun werden. Sie müßten aber auch die Folgen davon tragen. Und wenn ich jetzt sage, es ist unmöglich, daß der „Iii" auseinandergeht, dann habe ich etwas Ähnliches gesagt. Ja, es i s t möglich, daß dieser Verein zerfällt oder zerschlagen wird; aber die Folgen haben dann diejenigen zu tragen, die es veranlassen. Ich bin glücklich, daß dieser Gedanke, der Verein könnte zerfallen, nicht mehr zur Debatte steht. Er war — „unmöglich". Wir haben soeben einen ganz ausgezeichneten Tätigkeitsbericht gehört. Er hat uns in sachlicher Weise die Lage des Vereins gezeigt. Und er hat uns ein Bild entworfen, in dem sich ein Lichtpunkt findet, an den ich glaube: Der feste Wille zur jüdischen Arbeit und dlas Vertrauen auf sich, auf Sie, — auf uns. Zeigen wir uns dessen wert. Ich bitte Sie, was ich nun zu sagen habe, als Brücke zu betrachten zwischen dem, was der Berichterstatter gesprochen hat und zwischen den Vorschlägen und Absichten, die nachher mitgeteilt werden sollen. Ich bitte Sie, zu glauben, daß wir., die wir nach seinen Worten: „als Spezialisten an das Krankenbett gerufen" worden sind, den festen Vorsatz haben: