Mannheim
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  1. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 60

    56 nicht öffentlich und ungehindert auf israelitischem Gebiete seine Weissagung verkünden. Die Propheten, die Unheil verkündeten, waren, wie Hosea selbst berichtet, nicht gut gelitten (9, 8). Sollte es Hosea unter solchen Umständen nicht vo…

  2. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 61

    57 in eines der lezten Regierungsjahre Jerobeams fallt. Kap. 3 scheint mir einen Nachtrag zu derselben zu bilden, den der Prophet zur Zeit des Königs Sacharja ihr angehängt hat. Die ״andere Frauu (v. 1) ist das Israel unter dem neuen Könige…

  3. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 62

    58 Schlüsse ebenfalls der Aufstand gegen Pekachja erwähnt zu sein. Aus dem lezten Saze derselben ist zu entnemen, dass die Stimmung des Volkes damals noch unter dem unmittel־ baren Eindrücke dieses Ereignisses stand. Demnach müsste diese We…

  4. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 63

    59 bekanntlich so unklar und widerspruchsvoll, dass man aus ihnen nicht klug werden kann. Man hat, um die differirenden Angaben in Uebereinstimmung zu bringen, allerlei Hypothesen aufgestellt, es bald mit der Berichtigung feierhaft sein sol…

  5. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 64

    60 zeitig mit Hiskia und 3—4 Jahre zur Regierungszeit Ahas (2 K. 17, 1; vgl. 15, 30). *) Von den 20 Jahren Pekachs, des Vorgängers Hosea’s, müssen 12 auf die Zeit Ahas und 7—8 Jahre auf die Regierungsperiode Jotam’s entfallen. Dazu stimmen …

  6. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 65

    61 liehe Regierungsjahre. Da er nun erst im 52. Jahre nach seiner Thronbesteigung starb, so muss er 25 Jahre als Aussäziger wol noch den Königstitel geführt, aber nicht mehr die Regentschaft inne gehabt haben. Auf diese Anname, dass nämlich…

  7. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 66

    62 verständlich als ebenso viele Regierungsjahre angesehen und dadurch eine Confusion in der Zeitrechnung dieser Periode hervorgerufen, die im Sonstigen sich durchwegs als richtig erweist. Nach den bisherigen Darlegungen ist für diesen Zeit…

  8. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 67

    - 63 — Die historische Basis des Buches Rut. Nach dem Vorgänge Umbreits (s. Geiger Urschrift S. 51) wird gegenwärtig von allen Bibelforschern mit Recht angenommen, dass der Verfasser des Buches Rut nichts anderes bezweckt habe, als zu zeige…

  9. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 68

    64 nicht erwarten konnte, seinen Zweck zu erreichen, das Buch auch wol nicht der Anerkennung und sorgfältigen Aufbewalirung gewürdigt worden wäre, die es uns in der Reihe der heiligen Schriften zugeführt hat“. Auffallend bliebe es bei diese…

  10. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 69

    65 ältere genealogische Nachricht über David Vorgelegen oder auch nur als dunkle Erinnerung vorgeschwebt haben, dann wäre doch zu erwarten gewesen, dass auch der Chronist, der doch über die Nachkommen Jehudas vielfache, aus alten Quellen ge…

  11. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 70

    — 66 — man über die Zugehörigkeit Davids zum Geschlechte Schela’s durchaus nichts wissen lassen wollte, liegt sehr nahe. Schela war der Sohn Jehuda’s von einer Kenaanitin (Gen. 38, 2. 1. Chr. 2, 3.). Scliela war nach dem Tode der beiden Vor…

  12. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 71

    67 verboten ist. Nur von männlichen Angehörigen wird im Pentateuch ausdrücklich gelehrt, dass sie nicht ״in die Gemeinde des Herrn kommen sollen.“ Schelaniten haben nun in der That mit moabitischen Geschlechtern eheliche Verbindungen eingeg…

  13. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 72

    68 der Vorfahren Davids nicht figuriren, so wurde doch sein Name nicht unbenuzt gelassen, dessen wurzelhafter Bestandtheil (א־־בציץ viell. auch 1. Sam. 12, 11 בדן.£בצן) beinahe dieselben Consonanten wie der Name בה־־־ בען, war wegen seiner …

  14. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 73

    69 Es hat sich durch die bisherigen Ausführungen nahezu als gewiss]herausgestellt, dass die Nachricht, die David zu einem Sprosslinge des Hauses Perez macht, nicht authentisch und auf eine von einem nachexilischen Schriftsteller construirte…

  15. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 74

    70 dass das Verzeichniss historisch ist, als sicher angenommen werden, dass David ein Sprössling des Hauses Schela war. Die Bezeichnung Davids durch שילה (Gen. 49, 10) hat demnach nichts Befremdliches. Schela ist hier der patronymische Name…

  16. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 75

    …rüche herangezogen. Gabirol trägt hellenische Spruchweisheit vor, Bachja schöpft aus den Schriften der lauteren Brüder, Maimonides fusst auf Aristoteles. Ist es nun einigermaszen erweislich, dass Maimonides die ethischen Schriften seiner beiden Vorgä…

  17. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 76

    72 auf Saadja und nicht auch auf Bachja beruft (ib. II. 4), kann nicht mit Sicherheit darauf geschlossen werden, dass er das Buch der Herzenspflichten nicht gekannt habe. Wol aber darf Bachja als ein jüngerer Zeitgenosse Gabirols angesehen …

  18. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 77

    73 bei der Vergleichung einzelner in beiden Werken besprochener Punkte sich erkennen lassen, unterstüzen eher die Anname, dass Bachja die Ethik GabiroFs benuzt als dass das Umgekehrte stattgefunden habe. Beide lehren in gleicher Weise, dass…

  19. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 78

    74 Auch über die irdische Natur des Menschen haben beide die gleiche, allerdings schon von Früheren ausgesprochene, Ansicht, dass durch diese in ihm der Makrokosmos als Mikrokosmos sich darstelle, nur dass bei Gabirol die Congruenz der vier…

  20. 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 79

    75 ״Die Demut“ sagt G., ״ist unter den guten Eigenschaften die beste“ und ebenso bezeichnet sie B. als das Haupt und den Anfang derselben.*) In Demut wird der Stolz verwandelt durch die Betrachtung des Wechsels aller Dinge und namentlich de…