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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 71

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 71)
Language
German
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67 verboten ist. Nur von männlichen Angehörigen wird im Pentateuch ausdrücklich gelehrt, dass sie nicht ״in die Gemeinde des Herrn kommen sollen.“ Schelaniten haben nun in der That mit moabitischen Geschlechtern eheliche Verbindungen eingegangen (1 אשר בעלו למואב. Chr. 4, 22). In dem Verzeichnisse der Schelaniten schlieszt sich an diese Angäbe eine durch absichtliche Änderung des Namens ישי מבית לח□ entstandene Notiz an, welche dahin verstanden werden kann, dass eine Rückkehr solcher Familien nach Betlehem stattgefunden habe (וישבי לחם oder וישבו בית לחם). Vielleicht war dem Autor des Buches Rut dieser Passus in beiden Versionen, in der älteren und in der jüngeren Fassung, bekannt. Er hat somit in diesen wenigen Worten ein historisches Material vorgefunden, das für die Erzälung, die er vorträgt, völlig ausreichte. Der Betlehemite Jisai gehörte der Nach־ kommenschaft einer Familie an, welche nach Moab ausge־ wandert (וישובו setzt Auswanderung voraus), und nachdem sie dort in eheliche Verbindungen eingetreten war, nach Betlehem zurückgekehrt ist. Dieser Stoff brauchte nur richtig bearbeitet und ausgenuzt zu werden, um ein geschichtliches Gemälde zu liefern, wie es der Verfasser für seinen Zweck darzustellen für nötig hielt und wie es zugleich auch als historisch treu und der Wirklichkeit entsprechend gelten konnte. Er musste nur noch, um die beabsichtigte Wirkung vollends zu erzielen, auch über die Genealogie Davids sich genau unterrichtet zeigen. Für die Angabe, dass die alten Stammhäupter Je־ hudas und Salma, der ״Vater Betlehems“ in fortlaufender Reihenfolge Davids Ahnen gewesen, brauchte er keinen Widerspruch zu befürchten. Von Salma bis Jisai fehlten aber Zwischenglieder. Es lag nun nahe, da Salma, Nachschon's Sohn, etwa als Zeitgenosse Josuas gelten konnte, den Richter Ibzan (Jud. 12, 8—11) zu dessen Sohn zu machen und ihn die Rolle des Boas spielen zu lassen, dieser stand aber in etwas zweifelhaftem Ansehen, denn dass derselbe dreissig Ausländerinnen seinen Söhnen zu Frauen gegeben, konnte ihn weder in den Augen des Verfassers noch in denen des Volkes sonderlich empfelen. Sollte nun Ibzan selbst in der Reihe 5*

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