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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 62

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 62)
Language
German
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58 Schlüsse ebenfalls der Aufstand gegen Pekachja erwähnt zu sein. Aus dem lezten Saze derselben ist zu entnemen, dass die Stimmung des Volkes damals noch unter dem unmittel־ baren Eindrücke dieses Ereignisses stand. Demnach müsste diese Weissagung noch in die ersten Wochen jder Regierung Pekachs verkündet worden sein, noch ehe die Rede Kap. 7 gehalten wurde. Die Angabe der Mechilta, dass Kap. 10 an einer früheren Stelle seinen Platz haben sollte (S. 119), würde, wenn dieses Raisonnement sicher wäre, eine merkwürdige Bestätigung finden. In dieser wie in den zwei folgenden Strafreden (Kap. 11 und 12 mit Einschluss von 13, 4—6), sucht der Prophet durch Erinnerung an die Gnadenthaten Gottes beim Auszuge aus Aegypten es zur Rückkehr auf bessere Pfade zu bewegen. In Kap. 11 wird v. 8 darauf hingewiesen, dass der Herr Ephraim trotz seiner Abtrünnigkeit nicht preisgeben könne. In Kap. 12 wird Ephraim preisgegeben (v. 15) und von Jehuda noch Besserung erwartet. Lezterer Umstand lässt darauf schliessen, dass damals noch Jotam am Leben war. Wenn bereits Achas regiert hätte, der ״auf dem Wege der Könige Israels gieng‘‘ (2 K. 16, 3) wären wol gegen Jehuda schärfere Worte gefallen. Diese beiden Reden gehören wahrscheinlich auch in die ersten Jahre der Regierung Pekach’s. In Kap. 13 sieht der Prophet schreckliche Ereignisse für Israel vorher, selbst sein König werde ihm nicht helfen können (v. 10). Diese Rede kennzeichnet sich durch das grosse Verderben, das sie ankündigt, als die lezte Strafrede Hosea’s. Aergeres konnte er nicht mehr vorhersehen und mildere Drohungen waren nach dieser Weissagung nicht mehr moglieh. So schliesst er denn mit einer ergreifenden Aufforderung zur Busse, die der Herr wolgefällig aufnemen und mit der Erfüllung der schönsten Hoffnungen lohnen werde. Wenn nun im Vorstehenden beiläufig nachgewiesen ist, unter welchen Königen Hosea geweissagt hat. so ist damit die Zeit, in der er gelebt, noch immer nicht genau fixirt. Man muss erst wissen, wann und wie lange diese Könige regiert haben. Die Daten, die darüber vorhanden sind, sind aber

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