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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 68

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 68)
Language
German
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64 nicht erwarten konnte, seinen Zweck zu erreichen, das Buch auch wol nicht der Anerkennung und sorgfältigen Aufbewalirung gewürdigt worden wäre, die es uns in der Reihe der heiligen Schriften zugeführt hat“. Auffallend bliebe es bei dieser sachgemässen Voraussezung, dass eine Erinnerung dieser Art, eine Tradition über die Abstammung David’s, nicht schon in der vorexiiisclien Periode zur Aufzeichnung gelangt und überhaupt nur dem Andenken des Volkes überlassen worden ist, denn die Ahnenreihe am Schlüsse des Buches Rut, die erst von dem Verfasser desselben entworfen wurde, kann, trozdem sie auch der Chronist aufnimmt (1. Ohr. 2, 10—12), auf Histo. ricität keinen Anspruch machen. Man sieht deutlich, dass alle Männer des Stammes Jehuda, die vor David als Häupter desselben genannt sind oder dafür gehalten werden können, hier zu David's Vorfahren gemacht werden. Zunächst Jehuda's erster Sohn von Thamar, Perez (Gen. 38, 29), dann Ohezron, der erstgeborene Sohn des Perez (ib. 46, 12 und Parallelst.) hierauf Rom, zwar nach 2, Chr. 25, 40 der älteste Sohn Jerachmeels, aber hier als Brücke von Chezron zu Aminadab verwendet, nachher der leztgen annte (Schwager Ahrons Exod. 6, 23), sein Sohn Aminadab, als Stammfürst Jehuda’s bekannt, wie der Chronist erklärend hinzu fügt (1. Chr. 2, 10) und Sahna, der Gründer Bethlehem’s (ib. 51, 54). Es folgen nun als unmittelbare Vorfahren Jisais, der als Vater David’s in anderen Quellen genannt wird, Boas und Obed, von denen die biblische Historie sonst nichts weiss. Diese beiden Namen sind sowie die früheren sicherlich nicht der Fiction des Verfassers entspringen, sie müssen in der uns vorläufig noch unbekannten Tradition ihren Ursprung haben. Hätte sie der Verfasser ersonnen, dann hätten sie, gleich den anderen Namen, die in seiner Erzälung die Träger der Ereignisse sind (s. Geiger S. 50) *) eine ihrer Verwendung entsprechende Bedeutung ge* habt, was offenbar nicht der Fall ist. Sollte aber, wie sonach zu vermuten ist, dem Verfasser des Buches Rut noch eine *) Die Einwendungen Rappaports (rniiT נחלת Krakau 1868 S. 67 ff) sind gehaltlos. Ueber אלימלך s weiter. v

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