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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 72

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 72)
Language
German
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68 der Vorfahren Davids nicht figuriren, so wurde doch sein Name nicht unbenuzt gelassen, dessen wurzelhafter Bestandtheil (א־־בציץ viell. auch 1. Sam. 12, 11 בדן.£בצן) beinahe dieselben Consonanten wie der Name בה־־־ בען, war wegen seiner Wortbedeutung unverwendbar — hören lässt. Ibzan war also doch mit verändertem Namen zum Sohne Salma’s gemacht worden. Nun fehlte noch mindestens ein King in der Kette, da doch füglich die ganze Richterperiode nicht durch Einen Mann vertreten sein konnte. Der Verf. füllt diese Lücke aus, indem er zwischen Boas und Jisai einen Obed einschreibt. Woher lernte er den kennen? Wahrscheinlich auch aus dem Verzeichnisse der Nachkommen Schela’s. Dort werden nämlich, nachdem die Stifter der Städte Lecha und Marescha genannt wurden — die hier nicht in Betracht kommen konnten — Familien des Hauses Abodat-Ha־Buz (Byssus-Arbeiterei) erwähnt. In unmittelbarer Nachbarschaft des Wortes יבץ das mit א־־בצ׳־־־ן und ב[ע]ן für identisch gehalten wurde, befindet sich das Wort עבודת, welches dem Verf. den Stoff für den Namen עובד darbot. Auch der Name אלימלך, der willkührlich gewählt zu sein scheint, ist vermutlich eine Umbildung von .אבי לכה Auf einzelne Beziehungen des Buches Rut zu den genannten Quellen weisen nun — was nicht gering anzuschlagen ist einzelne haggadische Deutungen hin. Rab identificirt geradezu Ibzan und Boas (Bab. bat. 91, a). In demVerzeichnisse der Schelaniten werden Anspielungen auf Einzelheiten der im Buche Rut vorgetragenen Erzählung gesucht und natürlich auch gefunden (Sifre I. 78, a. Rut rab. c. II, No. 4).*) *) In Ev. Mat. I. 5 wird angegeben, dass Salma die Rah ab zur Frau genommen habe und diese die Mutter des Boas gewesen sei. Das stimmt mit der talmudischen Überlieferung, nach welcher Rahab die Ehefrau Josuas geworden (Meg. 14, b. ), indem er sie als eine nichtkenaanitische Insassin Palästinas (gr. Hai. Ed. Yen. 108 a. vgl. Josafot Meg. 1. c, oder nach ihrem Eintritt in’s Judentum (gr. Hai. ib Resp. Gaonim Ed. Lyck No. 45.) hätte ehelichen dürfen, nicht überein. Dem Verf. der Genealogie Jesu scheint es bekannt gewesen zu sein, dass Buz (1. Chr. 4, 23) auch mit Rahab identificirt wurde (הבוץ זו רחב ~ןונה Midrasch Rut a. a 0.), er fasste diese Auslegung aber dahin auf, 'dass Rahab die Frau des Buz (Boas) gewesen sei.

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