Mannheim
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  1. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 5

    Der Schlüssel. Diese Drohung hatte auf Gumpel gerade so wenig Wirkung wie aus Felix. Mit leuchtenden! Frohsinn und fröhlichem Leichtsinn huschten die beiden Knaben flugs zur Thür hinaus, ohne die Flut von Schmähworten anzuhören, die ihnen d…

  2. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 6

    6 Jllustr. Morratsh. für die gef. Interessen des Judenthums. verdrießliche Antwort, „aber so komme doch schon einmal dazu und menge nicht so Kraut und Rüben in einen Tack. Erst den Leierkasten und dann den neuen Nock." „Als Felix zum ersten…

  3. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 7

    Der Schlüssel. aber so viel Freiheiten, wie er jetzt hat, hat Felix damals noch nicht gehabt, er konnte nicht fortlaufen, wann ewwollte, er ist so wie wir andern die ganze Woche dagesessen; nur zu lernen brauchte er die ganze Woche nichts, …

  4. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 8

    8 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. was Gott zuschickt. Es hat jeder seine Gottesplag'. Von dieser Stunde au hatte Felix unter den Mitschülern den Beinamen „Gottesplag." Es war unter ihnen überhaupt üblich, jedem Mit…

  5. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 9

    Der Schlüssel. 9 Farbe, die zu seinem paßte. Den Kopf bedeckte ein leichter, die sengenden Strahlen abwehrender Strohhut. Gumpel sah aus wie ein Bierhausphilister in Taschenformat, eine vollständige Miniaturausgabe eines veri- Temperament b…

  6. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 10

    10 Jllustr. Monatsh. für dic ges. Interessen des Judcnthums. Boden. Wenn es aber galt, in die Wette zu laufen, über einen breiten Graben zu springen, einen Baun: zu erklettern u. dgl., so konnte mau auch hundert gegen eins wetten, daß Felix…

  7. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 11

    Der Schlüssel. ll ausweichen können", erwiderte Gumpel mit iimner steigender Bangigkeit. „Wir brauchen ihm ja nicht auszuweichen", sagte Felix, „was wird sein, wenn wir ihn grüßen? Ist dein Kops so fest an deiner Kappe, daß dn gleich den Ko…

  8. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 12

    12 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. dem Städtchen zu. Als sie hineinkamen und an demBrunnen vorübekgingen, wo die Mägde eben Wasser schöpften, rief ihnen roth Chancle zu: „Gumpel! ist das schön? Der Benak*) geht spa…

  9. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 13

    Juden u. Judenthum nach d. Auffassung d. Schriftsteller d. Alterthums. 13 Liebe, erfrischt von dem Wehen der Freiheit in allen Ländern der Erde. Und diese Frische und Jugendlichkeit haben sie sich nur bewahrt durch ihren Glauben. Sie haben …

  10. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 14

    …atsh. für die ges. Interesse» des JudenthumS. der Jude Apelles glauben, nicht ich" (8ut.., I. 5, 100), ja, wenn wir bei Tacitus die Erzählung finden: „Es waren Wunderzeichen erschienen, die aber das dem Aberglauben ergebene und der Religion widers…

  11. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 15

    … habe" (!!),noch die Hülslosigkeit der andern in Erklärung dieser Stelle. Dieselbe würde auch auf den einen Bericht deS Plutarch passen (8vmjxw. Iil>. IV., «nmo8t. V): „Die Juden verehren den Esel, weil er ihnen einmal eine Wasserguelle entdeckt ha…

  12. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 16

    …ist, sic zu Anbetern des Schweins zu stempeln. Denn — und wir folgen hierin in kurzem Auszug der Auseinandersetzung des Plutarch, der die Frage: Warum die Juden das Schwein nicht genießen? für ebenso wichtig gehalten hat wie die: Wer der Gott der J…

  13. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 17

    … Judenthnm nach d. Auffassung d. Lchriftstellcr d. AltcrthumS. Behauptung, gegen die sich der prüfende und nachdenkende TacituS doch entschieden verwahrt auS einem für die Juden allerdings nicht schmeichelhaften Grunde: „Weil aber", sagt er, „ihre…

  14. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 18

    …sen des Judenthums. solchen Behauptung der einfachen Erwähnung; wir haben nie nöthig, einen Bericht über die Juden, den Plutarch uns bringt, mit sittlicher Entrüstung als eine böswillige Verleumdung von uns zu weisen; wenn wir auch seine Erzählung …

  15. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 19

    19 Juden u. Judenthum nach d. Auffassung d. Schriftsteller d. Alterthums. weil er auch als eine Schlitzwehr gegen die bis in die neneste Zeit sich wiederholenden Anklagen gelten kann, die alle von dem Gedanken erfüllt sind, daß die Inden ke…

  16. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 20

    …ehen können, finden wir die Ansicht ausgesprochen, daß die Juden an ihrem heiligsten Feste (mit diesem Namen bezeichnet Plutarch den Sabbat) den ganzen Tag gefastet hätten; ja diese Meinung scheint so verbreitet gewesen zu sein, daß sie selbst spri…

  17. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 21

    …st noch immer dasselbe, in welchem wir bereits die Bekanntschaft des Gottes Schwein und anderer gemacht haben, — bringt Plutarch, um seine Baechustheorie durch die verschiedenartigsten Beweise zu erhärten, so viele ungehörige und unrichtige Dinge v…

  18. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 22

    …o eine sehr dunkle und verworrene Kenntnis) dieser beiden Feste scheint, wie ich oben gezeigt habe, in dein Bericht des Plutarch über den letztern Tag stattgefunden zu haben. Um die Reihe der jüdischen Gebräuche zu vervollständigen, wollen wir die …

  19. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 23

    Juden u. Judenthum nach d. Auffassung d. Schriftsteller d. Alterthums. 23 von der Wahrheit seiner Idee überzeugt ist, sich getrieben fühlt, derselben auch bei andern Eingang zu verschaffen, um wie viel mehr muß eine Religion, die sich rühmt…

  20. 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 24

    …87) richtig nachgewiesen. Diese Gesetze der Juden, von denen einzelne noch bei mchrern Schriftstellern erwähnt werden — Tacitus nennt sic) wie wir oben gesehen haben, widersinnig und armselig, Rutilius Numatianus streng und kalt — sind, darin ist …