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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 21

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
II. Band (1865-1866)
Issue
Heft 1 (Oktober 1865)
Date
1865-10-01
Page
Seite 21 (sequence 26)
Language
German
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Juden u. JudenLhum nach d. Auffassung d. Schriftsteller d. Alterthums. 21 Etymologie! In dem weitern Lauf des Tischgesprächs, — es ist noch immer dasselbe, in welchem wir bereits die Bekanntschaft des Gottes Schwein und anderer gemacht haben, — bringt Plutarch, um seine Baechustheorie durch die verschiedenartigsten Beweise zu erhärten, so viele ungehörige und unrichtige Dinge vor, daß wir uns füglich der Mühe überheben können, seine Meinung weiter zu verfolgen. Apion will dem Wort Sabbat eine andere Bcdentung beilegen dadurch, daß er es von einem andern Wort abzuleiten sich bemüht; er bedient sich dazu des ägyptischen Worts "ua,.;, das, wie er sagt, die Krätze, d. h. die Krankheit bezeichnet, die die Juden, wie er und seine Genossen, die ägyptischen Schriftsteller, deren Worte uns Josephus in seiner Angriffsschrift gegen Apion aufbewahrt hat, angeben, in Aegypten befiel, und derentwegen sie aus diesem Lande vertrieben wurden (äo8. e. Xp. II, 2j. Wir überlassen ihm vollständig die Verantwortung für eine solche Behauptung. Die Aufzählung der wesentlichsten Behauptungen in Betreff des Namens des Festes wäre somit beendet; richtige 1Q68 Io ZOur (Io lour 8adat t0U8 0H36ird)1e, ((6818 ou dokout, Io okaxoau 8U0 1a tote, a voix kaute) 8ÄN8 avoir auouu ekaut reale ot okaouii clouuaut uu tou ditl'ereiit; eu 80i'to Esue, ^uauä ou entre, ou a. xeiue a pouvoir 8uxxorter uue 8i korridle eaoopkouie, xarlaiteiueut re886iuk1aut6 a oe11o8 de x1u8ieur-8 xer80uue8 c^ui voudraieut parier toute3 ou86uik1e dau8 uue eonver- 8atiou, 8au8 8'eeouter l'uue 1'autre. Oette oaooxkouie parait eneore davaritaAe par 1a 1au§ue I^draiosue eu la^uelle 1e8 duik8 pi'ieut et csue uou8 u'enteuc1ou8 pa8 ordiuaireilueut. Ht e^68t de 068 a88emd1ee8 de8 duitk 1e Zour du 8akkat csue uou8 avou8 douue 1e uoui de 8akat a de8 eouvei'8ati0U8 tuiuu1tueu868 OU tout 1e luoude parle avee ooutu8iou et aveo druit.» Wenn wir auch nicht behaupten können, daß ein innerer Zusammenhang zwischen diesem Wort seinen verschiedenen Bedeutungen nach — ich glaube vielmehr, daß Lakai, Geräusch, von oder einem verwandten Wort abgeleitet ist — stattfindet, so müssen wir leider gestehen, daß in Hinsicht auf die frühere Art, den Gottesdienst zu verrichten, eine solche Zusammenstellung sehr nahe lag. Gott sei Dank! auf unsere Gotteshäuser, auf die, die diesen Namen wirklich verdienen, kann man das Wort des französischen Schriftstellers nicht mehr anwenden. Belehrung aus denselben zu schöpfen war nicht möglich; wir würden auch leider, wenn wir nicht eben von vornherein den wahren Grund der Einrichtung des Tags wüßten, durch das Erforschen der Meinungen, die uns die alteil Schriftsteller darüber hinterlassen haben, keinen größern Erfolg erzielen können als bei dem vorigen Gegenstände; doch immerhin bleiben uns diese Berichte auch mit ihren Fehlern interessante Zeichen für das Leben und die Geschichte der Juden. Juvenal glaubt, die Einrichtung dieses Festes habe aus einem für lins wenig schmeichelhaften Grunde stattgefunden, nämlich aus der dem Gesetzgeber Moses angeborenen und von ihm dann dem ganzen Volk übertragenen Trägheit (8ut. XIV, 108»; Taeitns ist zwar dieser Erklärung nicht abgeneigt —ich glaube dies daraus schließeil zu dürfen, daß er die Einrichtung des sogenannten Erlaß- oder Sabbatjahres, das er allein von sämmtlichen Schriftstellern kennt, als eine „aus der den Juden liebgewordenen Trägheit" entstandene hinstellt, — hegt aber doch auch noch eine andere Ansicht. Er glaubt, der Tag sei deshalb zu einem heiligen Feste bestimmt worden, weil der siebente Tag bei der berühmten Wasserspende durch ein Rudel Esel, die wir oben berichtet haben, den sechs vorangegangenen Tagen, in denen Mangel und Roth die Juden bedrängten, ein Ende gemacht habe. Alls Freude darüber, daß ihnen nun die sechs Leidens- und Fastentage erspart bleiben, enthalten sie sich an dem siebenten eines jeden Genusses, um die Erinnerung an jene Schreckenstage stets wach zu erhalten. Auch Strabo, Petronius/ Rutilius Numatianus, der es bei dieser schönen Gelegeilheit an Schimpf gegen die Juden nicht sehleil läßt, und Justinus, der Epitomator des großen Geschichtswerkes von Trogus Pompejus, der seinen Bericht über die Juden mit so viel Lächerlichkeiten vermischt, daß wir es des geschichtlichen Interesses wegen, aber freilich auch nur deswegen, bedauern müssen, den ausführlichen Be- - richt verloren zu haben, erwähnen den! Sabbat als den Fasttag der Juden;

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