Mannheim
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  1. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 32

    324 Die Auslösung der Gefangenen. Zukunft er voraussah, ausgelöst habe, und gelte es den höchsten Preis. Nach heißem Bemühen gelang es ihm, die Auslösung des Knaben herbeizuführen, der zu einem bedeutenden Gelehrten heranwuchs. Rabbi Ismael…

  2. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 33

    Die Auslösung־ der Gefangenen. 325 geraten. Maimonides suchte den Unglücklichen Hilfe zu schaffen. Er sammelte selber mit unermüdlichem Eifer Geldsummen zum Zwecke der Auslös…

  3. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 34

    326 Das Kriegsfasten. heita. Diese alten Gebetworte haben jetzt eine aktuelle Bedeutung für uns erlangt und wir sprechen sie mit mehr Innigkeit und größerem Verständnis als zuvor. Mögen nach einem baldigen glücklichen Frieden die zahlreiche…

  4. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 35

    Das Kriegsfasten. 327 wir haben vor dem Ewigen gesündigt,.... und zu Samuel sprachen sie: höre nicht auf zu Gott zu schreien, damit er uns aus der Hand der Philister rette.“ (I. Sam. 7,2 ff.) Demnach war das Kriegsfasten nur eine Vorbereitu…

  5. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 36

    328 Das Kriegsfasten. vernichtete nochmals achtzehn tansend Mann.“ ״Das ganze Volk kam nach Bet-El, sie weinten und saßen vor Gott und fasteten bis Abend“ (Ri. 20,14ff.). In diesem Bericht wird von einem Fasten vor dem Kriege nicht gesproch…

  6. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 37

    Talmudische Miscellen. 329 anderen Völker vor einem Kriege gewöhnlich mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen, sich der Nahrung enthielten. Sie hofften dadurch in Ekstase zu geraten und in diesem Zustande den Sieg über die Feinde zu erringen. T…

  7. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 38

    330 Talmudische Misceilen. indem aber das ויפקדם dem בטלאים vorangeht, hielten es die Talmudweisen für zutreffender, dem Ausdrucke nicht die Bedeutung des Ortes beizulegen, wo die Musterung stattfand, sondern darin eine Bezeichnung der .,L'…

  8. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 39

    Talmudische Miscellen. 331 Gottes Geheiß x4malek zu bekämpfen, und gleichfalls hat Saul — nach talmudischer Auslegung — die Menge der Wehrfähigen nicht durch kopfweise Zählung, sondern durch Anwendung anderer Mittel feststellen lassen, und …

  9. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 40

    332 Ein Feldpostbrief. nügt hätte. — Denn dann würden wir תחת ראשו gleich שמאלו תחת ראשי (Hl. 8,1) erwarten מראשתיו heißt entweder vor dem Kopfe oder um ihn herum. So z. B. (Sam. I, 26,7): וחניתו ״ מעובה בארץ מראשתוSaul lag schlafend in dem…

  10. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 41

    Ein Feldpostbrief. 333 zu schreiben. Zwar wird es nicht ein Artikel für Ihre Zeitschrift, etwas, was ich, wenn auch gerade nicht versprochen, so doch unentschieden gelassen hatte. Ich habe mir bald überlegt, daß ich als Autor nicht in eine …

  11. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 42

    334 Ein Feldpostbrief. gehe, so, als wenn ich stillstelien müßte, um nicht durch meine Schritte die heiligen Laute der Natur zu stören. Und dann stehe ich da und staune, wie doch Gottes Werke so viel größer und gewaltiger sind als der Mensc…

  12. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 43

    Ein Feldpostbrief. 1׳רר כ 33 Vielleicht ist7s noch etwas anderes, was dazu beiträgt, die Seele so empfindsam zu machen. Wenn mir einfällt, wie doch der Frieden hier im Walde in so großem Widerspruch steht zu dem Streite der Völker und dem g…

  13. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 44

    336 Ein Feldpostbrief. Segens, sondern des Fluches wieder über der Menschheit lastet, daß Gott wieder straft, nicht beglückt? Fühlen sie das alles gar nicht, daß sie das so ruhig beten? Und der Chasen betet מי שברך . . . הוא יברך את כל הקהל…

  14. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 45

    …ות. Daß dieser Tag ein Tag vorausbestimmt für Israels Leiden, das hat sich wiederum in furchtbarer Weise bestätigt. Von Libau bis Czernowitz, das eigentliche Ghetto der Judenheit, der Schauplatz dieses furchtbaren Kampfes. In dem unendlichen Lei…

  15. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 46

    338 Der neunte Ab. Feinde geächtet. Ihr Tod muß den Zurückgebliebenen als sinnlos erscheinen, und die Leiden, die die gesamte jüdische Bevölkerung von den ״Freunden“, den ״Volksgenossen“ erduldet, werden darum tiefer empfunden und schwerer …

  16. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 47

    …chen, sich über die Deutschen zu entrüsten. Erfreulich ist es. daß so ziemlich die gesamte jüdische öffentliche Meinung Ernst Lissauer mit seinem Haßgesang gegen England abgeschüttelt hat. und bedauerlich bleibt es nur. daß wir uns in der Vergangenheit e…

  17. 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 48

    340 Der neunte Ab. Aber wenn uns die schicksalsschwere Bedeutung dieses Tages niederzudrücken droht, dann wollen wir uns auch daran erinnern, daß er zugleich als ein Tag gilt, der die Saat einer großen Zukunft in sich trägt. Wie das die Alt…

  18. 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · page 1

    Tesd^urun August-September 2. Jahrgang Ellul-Tischri Der Gott der Gerechtigkeit. Ein Moratorium des Christentums forderte ein vielbeachteter Brief vom Felde, der in der ״Christlichen Welt“ veröffentlicht war. Er hat viele Entgegnungen hervo…

  19. 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · page 2

    342 Der Gott der Gerechtigkeit. so oft ausgesprochen, daß wir nicht der Meinung sein können, unsere Propheten, S*änger und Weisen hätten Gott menschliche Leidenschaften zugesprochen. Sie reden von Gott immer in Bildern und oft recht drastis…

  20. 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · page 3

    Der Gott der Gerechtigkeit.• 343 Glückkann ihm nur aus der Erfüllung einer Aufgabe ersprießen, לעבדה ולשמרה daß er den Garten bearbeite und ihn hüte. Die Liebe Gottes spendet das Glück, aber die Gerechtigkeit fordert, daß das Glück durch ei…