Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Talmudische Miscellen. 331 Gottes Geheiß x4malek zu bekämpfen, und gleichfalls hat Saul — nach talmudischer Auslegung — die Menge der Wehrfähigen nicht durch kopfweise Zählung, sondern durch Anwendung anderer Mittel feststellen lassen, und so sei denn gerade hieraus ein Beweis für den Lehrspruch Eabbi Jizchaks zu entnehmen, daß es verboten sei, Israel zu zählen, selbst, wenn es eine Pflichterfüllung gilt. II. In Chullin 91b wird auf einen scheinbaren Widerspruch aufmerksam gemacht. Anfangs erzählt uns die Thora (Genes. 28,11) ״ רקח מאבני המקים וישם מראשתיוer — Jakob — nahm von den Steinen des Ortes und legte sie zu seinen Häupten“, und darnach berichtet sie uns: (V. 18) ״ ויקח אה האבן וגרer nahm den Stein, den er sich zu Häupten gelegt, und stellte ihn als Denkmal auf“. Eabbi Jizchak meint: Dies lehrt uns, daß die Steine einen Wettstreit miteinander begonnen hatten. Der eine sagte: Auf mich lege dieser Fromme sein Haupt nieder, der andere verlangte dasselbe. Da geschah nun das Merkwürdige, daß sie allesamt zu einem Stein zusammengefügt wurden, und darum heißt es an der zweiten Stelle: ״er nahm den Stein“. Die Tosafot dagegen bemerken hierzu, nach dem ״einfachen“ Sinne könne man sagen: ״er nahm einen der Steine des Ortes“. Demnach hätten wir es hier mit einem Widerspruch überhaupt nicht zu tun. AuchlbnEsra undEaschbam vertreten die gleiche Ansicht, daß מאבני המקום so viel wie אחת מאבנים aufzufassen sei. Indessen so ״einfach“ ist dieseDeutung durchaus nicht. Schon Wolf Heidenheim (vergl. כתב והקבלה z. St.) weist darauf hin, daß es dann nicht ויקה מאבני המקום, sondern ויקה אבן וישם מראשתיו lauten müßte, nach Analogie des Satzes (Exod. 17,11): ויק ח ו אבן וישימו ״ תחתיוsie — Ahron und Chur — nahmen einen Stein und legten ihn dem Mosche unter.“ Überdies läßt sich die Annahme, daß es nur ein Stein gewesen sei, mit dem Nachsätze וישם מראשתיו nicht recht in Einklang bringen. Die Mehrzahlform ראשתיו mit Vorgesetztem מ״“ bedeutet nämlich nicht unter seinen Kopf“ — wofür allerdings auch ein Stein als Unterlage ge-