Mannheim
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  1. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 24

    224 Charakterbilder unserer großen Gesetzlehrer hindurch gearbeitet haben! Ihm hat unser Volk es zu verdanken, daß sein Geist hell und klar geblieben ist. Wenn alle Versuche, das jüdische Volk zu erniedrigen, mißglückten, so ist es das Verd…

  2. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 25

    …eit war das Land zwischen Euphrath und Tigris. Hier blühten die beiden großen Schulen zu Sura, die schon von dem großen Amora Rab begründet worden war. und zu Pumbadita, die gleichfalls bereits seit der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts ih…

  3. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 26

    …ira (900—998) Oberhauptes des Lehrhauses von Pumbadita, zu beachten, der sich durch seinen Brief an Jacob ben Nissim zu Kairuän in Nordafrika über die Geschichte der mündlichen Lehre und deren Träger, wie durch seine äußerst zahlreichen Gutachten,…

  4. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 27

    Charakterbilder unserer großen Gesetzlehrer. 227 Perserkönigs Jesdegerd zur Gattin gegeben. Die ehemalige Heidin ward allerdings unter Beobachtung aller Vorschriften, zum Judentum übergetreten, dennoch aber wurden die Ehe und die Nachkommen…

  5. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 28

    …gium der Schule von Pumbadita gehörend, hatte ihn der gelehrte, energische und auf das Wohl der Akademien sehr bedachte Exilarch Salomon b. Chisdai an die Spitze der damals verwaisten Metibta von Sura berufen. Jehudai war blind, aber dieser Mangel …

  6. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 29

    Charakterbilder unserer großen Gesetzlehrer. 229 hat er etwas gesagt, das er nicht von seinem Lehrer gehört; als außerordentlich ist seine Heiligkeit, seine fromme Scheu (צניעות), wie seine Bescheidenheit hervorzuheben. Peinlich genau beoba…

  7. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 30

    230 Charakterbilder unserer großen Gesetzlehrer. Innehaltung der religiösen Vorschriften zu entnehmen. So wurde die Zusammenstellung der Vorschriften nach dem Stande der bisher gewonnenen Ergebnisse zur zwingenden Notwendigkeit. Da nun Jehu…

  8. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 31

    .קרן משור 231 Annahme eines etwaigen nicht vorausbedachten Falles der Ungiltigkeit nicht gestatten mochte. Neben dieser Bedeutung Jehudais in praktisch-religiöser Beziehung ist seine Wirksamkeit als Ausleger des Talmuds noch besonders hervo…

  9. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 32

    232 .קרן הנצור Choschech (Finsternis) als das griechische, d. h. das Reich des Syrers Antiochus, al pne T7hom (über der Oberfläche des Abgrundes) als das römische Reich gedeutet wird. (Gen. R. 2,4). Hier wie an andern ähnlichen Stellen, z. …

  10. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 33

    •קרן המורד 233 würdig. In Samuel wird uns ganz deutlich gesagt, die Philistäer ließen im Wohnkreise der ihnen unterworfenen Israeliten keinen Schmied sich ansässig machen, gewiß damit die Israeliten sich nicht mit Waffen versehen konnten, w…

  11. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 34

    234 חכווד pp. haben sollte, an einem festen. Jedem zugänglichen Standort angebracht sein. Vielleicht wird sich aus folgendem die richtige Erklärung ergeben. Im alten Born wie auch im derzeitigen Griechenland kannte man schon das Plakatwesen…

  12. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 35

    235 Zwei rätselhafte Agadoth Zwei rätselhafte Rgadoth. Von Rabb. J. J. Jerusalimski, Ihumen. Durch die Ungunst der Zeitverhältnisse zu einem Galuth gezwungen und von meinem rabbinischen Wirkungskreis ferngehalten, möchte ich die widrigen Um…

  13. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 36

    …hre, und aus der Tatsache, daß ihm die Regierung Wächter stellte, ״die alle wider ihn sich Erhebenden strafen sollten“ (Raschi das.), ist ersiehtlieh, daß Rabbi stets von einem anklagenden Gerücht bedroht war. lind in der Tat wurde ihm, nach obig…

  14. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 37

    Zwei rätselhafte Agadoth. 237 der behördlichen Untersuchung etwas längere Zeit gewährt hat. Dies umlaufende Gerücht mochte Rabbi tief geschmerzt haben, so daß sein Freund, der Kaiser Antoninus, ihm Legionäre stellte, die seine Umgebung hind…

  15. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 38

    238 Zwei rätselhafte Agadoth. II Religionsgesetz und Sittengesetz. (Sabbat 147b). Es sagte Rabbi Chelbo: Der Wein Phrygiens und die Thermen von Emmaus haben die zehn Stämme von Israel losgerissen. Rabbi Eleazar ben Arach ka…

  16. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 39

    Zwei rätselhafte Agadoth. 239 die eine Art von Gesetzen vor der anderen zu bevorzugen, die eine höher zu bewerten als die andere. Demgegenüber sagt der Midrasch: sie bilden eine Einheit: beide sind gleichwertig und gleichartig, erhalten ers…

  17. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 40

    240 Zwei rätselhafte Agadoth. Ruhmeszeugnis aus: er sei ״ein Quell, der nie versiegt“. Und in Rabbi Jochanans Namen sagt Abba Saul: ״Wären alle Weisen Israels auf einer Seite, sogar der große Rabbi Eleazar ben Horkinos einbegriffen, so würd…

  18. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 41

    Noch einmal Lev. XXII, 23. 241 ketten, äußeren wie inneren, der vollen Hingabe an das geineinsame Gottesgebot, und was sonst alles bei den Worten החדש חזה לכם des Juden Seele durchbebt, solch hohem Ideale gegenüber fand er sein Ich klein un…

  19. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 42

    242 Noch einmal Lev. XXII., 23. erweitert von Salomo Dubno und R. Jakob Meklenburg zur Stelle und durch zahlreiche weitere Belege vermehrt von dem gelehrten R. Wolf Einhorn im 11…

  20. 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · page 43

    Noch einmal Lev. XXII, 23. 243 sehen Exegese ist durchaus zwischen der Methode der Auslegung und ihrem M oti.v zu unterscheiden. Die Methode setzt sich sehr häufig über den grammatischen und stilistischen Sinn des Bibelverses hinweg. Aber d…