Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1915)
- Date
- 1915-05-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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•קרן המורד 233 würdig. In Samuel wird uns ganz deutlich gesagt, die Philistäer ließen im Wohnkreise der ihnen unterworfenen Israeliten keinen Schmied sich ansässig machen, gewiß damit die Israeliten sich nicht mit Waffen versehen konnten, wie aus dem Zusammenhang der Darstellung ersichtlich ist; es sollte eine Erhebung der Unterworfenen vermieden werden. Das hat also gar nichts mit Religionszwang zu tun. Bekanntlich ist unsere Fastenrolle von erklärenden Zusätzen einer späteren Zeit durchsetzt; dieser ist nun ein solcher, wie auch noch anderes darauf hinweist, daß der ursprüngliche Text verderbt worden ist. Nach der Fastenrolle hätten andere, wohl die Behörde, die Verhängnisvollen Worte auf das lebende Besitztum geschrieben, nach dem Midrasch hingegen, der den Jeruschalmi, also eine ältere Quelle als die Fastenrolle zur Vorlage gehabt hat, mußten die Eigentümer die Worte schreiben, כתבו; nach dieser, der älteren Fassung ist das Material השוד pp, hier ist es die Stirn מצח, und zu dem שור kommt noch חמור. Daraus geht deutlich hervor, daß die Stelle in der Fastenrolle durch einen späteren Schreiber entstellt ist, der für die Erklärung des eingesetzten Freudentages aus einer Reminiscenz manches falsch zusammengetragen und sich noch bemüßigt gesehen hat, auf eine Stelle in Samuel hinzuweisen, um das Vorgehen der feindlichen Herrschaft zu erklären. Nur השור pp ist die richtige Lesart. Was bedeutet aber dieser Ausdruck? Das jüdische Volk sollte unter der verfolgungssüchtigen Herrschaft eines Antiochus zu einer öffentlichen Erklärung gezwungen werden, daß es von seinem Gotte abfalle, es war, wie aus dem Wortlaut hervorgeht, nicht eine Aufforderung an die Einzelnen, sondern an die Gesamtheit, die jedenfalls eine wirksamere ist. Kann man dies durch Inschrift auf das Horn eines Tieres (השור pp, nicht קרני השוורים) bewirken? Und selbst, wenn die Aufforderung an die Einzelnen gerichtet ist, so wäre eine Inschrift auf einem Stierhorn doch ein merkwürdiges Dokument, das, da es doch den Besitzer wechseln kann, wenig Beweiskraft weder für seinen Eigentümer :*och für die, die davon erfahren sollten, hat. Eine solche öffentliche Erklärung mußte, wenn sie Wirkung 16